Hundelexikon – Buchstabe S

Hundelexikon

Kynologische Fachbegriffe  – Buchstabe S

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Säbelrute

unkupierte, säbelförmig ge-bogene, in Verlängerung der Rückenlinie angesetzte und je nach dem Erregungszustand oder Bewegungsgrad mehr oder weniger hoch getragene Rute (Beagle, Foxhound etc.).

Säugen

Milch geben durch Mutter-hündin.
In der Säugeperiode (Lactationsperiode) — die bei einzelnen Hündinnen bis zu einem Vierteljahr anhalten kann — ist die gute, zweckmäßige Ernährung sehr wesentlich.

Sanitätshunde

Sanitätshunde – Große, starke Hunde wurden schon im Krieg 1870/71 zum Absuchen des Kampfgeländes nach verborgen liegenden Soldaten versuchsweise eingesetzt.
Aber erst nach der Erzüchtung des Dt. Schäferhundes gelang es mit Hilfe ausgeklügelter Abrichtungsmethoden (planvolle Suche und Verweisen mit Bringsei) ausgezeichnete Finder zu erziehen.
Bekannt ist beispielsweise der Boxer Mathias geworden, dem im 1. Weltkrieg das Eiserne Kreuz verliehen wurde, weil er einer Unzahl von Soldaten durch seine hervorragende Sucharbeit das Leben gerettet hat.
Im Jahr 1895 wurde im Schloßgarten zu Neuwied die erste Sanitätshundeprüfung abgehalten.

Sattel

mittelgroßer, dunklerer Farbfleck auf dem Rücken; im Gegensatz zu dem größeren Mantel (siehe Mantel).

Sattelnase

nach unten gebogener Nasenrücken.

Schärfe

Man unterscheidet zwischen Mann- und Raubzeugschärfe.
Die Schärfe ist eine wichtige Wesensanlage des Gebrauchshundes, die triebhaft verankerte oder durch Erziehung verstärkte Bereitwilligkeit des Hundes, auf unvermutete Reize und offensichtlichen Angriff feindlich zu reagieren.
Nach Menzel hat die Schärfe nichts mit dem Mut zu tun.

Scham

Geschlechtsteil der Hündin.

Schecken

bei zwei- oder mehrfarbigem Haarkleid kleinere, inselartig abgegrenzte, andersartige Farbflecken.

Scheide

häutiger Schlauch, der am Gebärmutterhals beginnt und in der Scham der Hündin nach außen mündet.

Scheinträchtigkeit

Scheinträchtigkeit – eine jetzt mehr und mehr auftretende falsche Schwangerschaft, die bei nicht zur Paarung zugelassenen Hündinnen etwa zwei Monate nach der Brunst zur Schwellung der Zitzen und zur Sekretion einwandfreier Milch führen kann, so daß diese Hündinnen auch als Amme verwendet werden können.
Oft benehmen sich diese Tiere wie wirklich tragende Hündinnen.
Sie bauen ein Nest, fallen durch ihre Unruhe auf und verweigern die Nahrungsaufnahme.
Bei kühlenden Umschlägen und gesteigerter Bewegung flauen die Erscheinungen wieder ab.

Scheitel

höchste Erhebung des Schädeldaches.

Scheren

Scheren  des Hundes ist bei Erkrankung des Haarkleides oder der Haut zweckmäßig, sonst im allgemeinen zu verwerfen.
Die modischen Schurarten verlangen allerdings das Scheren an einzelnen Körperteilen.

Scherengebiß

Scherengebiss Hund

Ein Scherengebiss ist am häufigsten beim Hund

Ein Scherengebiß ist die bei den meisten Hunderassen erwünschte Form des Hundegebisses, bei dem die Kronen der oberen Schneidezähne ein wenig über die des Unterkiefers hinausgreifen.
Die Lippenflächen der unteren Schneidezähne berühren die Zungenflächen der oberen, und es ergibt sich vergleichsweise das Bild einer Schere.

Scheu

ist ein nerven- und wesensschwacher Hund.
Das äußert sich unter anderem in Hand¬oder Schußscheue, in verängstigtem Verhalten und ist eine unerwünschte Charaktereigenschaft.
Lichtscheue vorübergehender Natur kann auf Erkrankung hindeuten.

Schilddrüsenvergrößerung

Eine Schilddrüsenvergrößerung wird bei Hunden des öfteren beobachtet.
Sie kann vererbt, angeboren oder durch Umweltbedingungen (Wasser- und Bodenverhältnisse) oder auch durch falsche Haltung (beispielsweise Dauerdruck durch zu enge Halsbänder) verursacht sein.
Bei Störung des Allgemeinbefindens muß Tierarzt aufgesucht werden.

Schlaf

Schlafbedürfnis des Hundes ist im allgemeinen groß.
Schlafstellung wie bei seinen Ahnen, dem Wolf. Im Traumschlaf – noch nicht erforscht — gibt Hund oft durch Laute und Bewegungsreaktionen kund, daß irgendwelche Traumgebilde ihn im Schlaf erregen.

Schlag

Schlag – kynologischer Fachausdruck für eine Gruppe, Familie oder Zucht einzelner Hunde, die sich innerhalb ihrer Rasse durch gemeinsame Merkmale — wie Größe, Schwere, Farbe, Haarbeschaffenheit und so weiter, also äußerer —, aber auch wesensmäßiger Natur hervorheben: Die Dachshundfamilie zerfällt nicht nur in 9 verschiedene nach Haarart und Haarfarbe, sondern auch nach Größen aufgeteilte Schläge und innerhalb dieser noch in weitere differenzierte Unterschläge.
Die Deutschen Doggen und die King Charles Spaniels werden nach Farbschlägen unterteilt und zum Teil jede zuchtmäßige Vermischung derselben abgelehnt.

Schleppe

Schleppe nennt der Kynologe eine von Hand künstlich gelegte Übungsfährte.
Sie wird mit Hilfe eines, an einer Schnur gezogenen Stück Wildes (Feder-oder Haarwild) oder einer gespritzten oder getupften Schweißfährte hergestellt.
Der Hund hat damit die Möglichkeit, unter Anleitung und Kontrolle eines Führers seinen Suchwillen, die Spursicherheit und Fährtentreue usw. zu beweisen.
Bei der Reitjagd zieht der die Schleppe legende Vorreiter an einer langen Leine einen durchlässigen Korb aus Draht hinter sich her und läßt die darin befindlichen Duftstoffe auf den Boden einwirken.
Der Picör trifft so die Vorbereitungen für eine Schleppjagd, bei der die Meute vor dem Feld der Reiter die Schleppe anfällt und diese ausarbeitet.

Schlittenfahren

Hunde mit starkem Wurmbefall rutschen oft mit vorgezogenen Hinterläufen auf der Analgegend und geben so dem Afterjucken nach. Ferner bei Entzündung oder starker Füllung der Analdrüsen sollen diese durch den ausgeübten Druck entleert werden.

Schlund

zwischen Nasen- und Mundhöhle bildet der Schlund den Anfang der Speiseröhre.

Schlundlähmung

ist nicht nur eine typische Erscheinung der Tollwut, sondern kann auch eine selbständige Krankheitsform sein.

Schmerzempfindung

des Hundes ist unterschiedlich und richtet sich nach der einzelnen Körpergegend.
Manche Tiere sind ausgesprochen wehleidig, während hart veranlagte unempfindlicher zu sein scheinen.

Schmetterlingsnase

gefleckte Nasenkuppe.

Schnallen

Lösen des Hundes von der Leine.

Schnippe

schmaler, weißer Strich zwischen den Augen bis zur Stirn.
Blesse ist breiter und länger. (Zum Beispiel Dt. Bracke.)

Schnupfen

gelegentlich auftretende Erkältungserscheinung.
Gibt sich meist nach einigen Tagen von selbst.
Bei Nasenkatarrh schwerer Art Tierarzt aufsuchen.

Schnüren

parallel und schnurgerade hintereinander gesetzte Pfotenabdrücke, besonders im Schnee deutlich sichtbar.

Schnurrbart

den rauhaarigen Hunden eigener, stärkerer Haarwuchs an Kinnpartie (beispielsweise Schnauzer), der durch fachkundiges Trimmen und Scheren des Kopfes (Airedale Terrier) noch hervorgehoben wird.

Schnurrhaare

borstenförmige, lange Tasthaare des Hundes am Fang und Gesichtsteil.

Schoßhunde

abzulehnende Bezeichnung kleiner Hunde aus der ersten Zeit der kynologischen Arbeit.
Kleinsthunde können lebhafter und gesünder sein als manche größere Rasse.

Schußfestigkeit

Schußfestigkeit sollte von jedem gesunden und nervenfesten Hund verlangt werden können.
Er muß also möglichst unempfindlich gegenüber Knallen und Schüssen sein.
Langsames Gewöhnen an laute Geräusche ist beim Jagdhund erforderlich.
Zunächst in größerer Entfernung und später in der Nähe Knallerbsen werfen oder schießen.
Schußhitzig ist ein Hund, der nach einem abgefeuerten Schuß wild davon stürmt (fehlerhaftes Verhalten von Jagdhunden).

Schutzhund

Ein Schutzhund ist im weiteren Sinn ein Hund, der durch sein Verhalten und Vorgehen seinen Herrn beschützen kann.
Neben den Polizeihunden sind es viele größere und mittelgroße Hunderassen.

Schutzhundprüfungen

Schutzhundeprüfungen können von geeigneten, aus-gebildeten Hunden nach den geltenden Prüfungsbestimmungen abgelegt werden.
Eine systematische Erziehung auf den Übungsplätzen mit Scheintätern ist anzuraten.

Schutzhundrassen

(siehe Polizeihunde).

Schutzimpfungen

Schutzimpfungen gegen die wichtigsten Viruskrankheiten Staupe, Hepatitis und Leptospirose, die in einer Kombination gegeben werden, haben die besten Ergebnisse in der Hundezucht und -haltung gezeitigt.
Es kann mit Recht behauptet werden, daß mit den modernen Medikamenten diese Geißeln der Hundezucht beseitigt sind.

Schutztrieb

ist die vererbbare Veranlagung, auf jeden Angriff — nicht nur gegen sich selbst, sondern auch gegen den Meutegenossen Mensch oder Hund — mit einem Gegenangriff zu reagieren.

Schwanenhals

an den Schwan erinnernder zu langer dünner und gebogener Hundehals.
Ein sogenannter Hirschhals zeigt dagegen eine starke Wölbung im unteren Drittel des Halses und bedingt eine zu hohe Kopfhaltung.

Schwangerschaft

Stadium zwischen Befruchtung und Geburt mit mittlerer Dauer von 63 (von 59 bis 69) Tagen.

Schwanz

wird beim Hund als Rute bezeichnet.
Sie stellt das Gefühlsbarometer dar und kann unterschiedliche Formen haben (siehe Rute und Gebärden).

Schwanzspitze

besser Rutenspitze, wird oft bei Rassen mit langen, kurzbehaarten Ruten durch das lebhafte Anschlägen an harte Gegenstände verletzt.
Deswegen wurden schon im Mittelalter den Jagdhunden die Ruten kupiert.
Geschwürbildung ist gerade an der Rutenspitze insofern schwierig zu behandeln, weil der Hund die heftig juckende Stelle, die zudem noch gut zu erreichen ist, benagt und durch Belecken den Heilungsprozeß hemmt.
Hier hilft nur nach der antiseptischen Behandlung die Anlegung eines festen Verbandes.

Schweineschnauze

unerwünschte Fangform, bei der Unterkiefer wesentlich kürzer ist als der Oberkiefer.

Schweißarbeit

Schweißarbeit nach der waidmännischen Bezeichnung Schweiß = Wildblut.
Der Hund wird am langen Riemen auf einer natürlichen oder künstlichen Schweißfährte angesetzt und muß dieser folgen (ausarbeiten), bis er an das Ziel (das ausgelegte Stüde Wild) gelangt ist.
Gute Schweißhunde können nach entsprechender Einarbeitung diese Fährten noch nach einer 48- stündigen Stehdauer ausrbeiten (Sachsenwald-Prüfung).
Im Durchschnitt wird jedoch bei den Prüfungen ein mindestens dreistündiger Zwischenraum zwischen dem Legen der Schleppe und dem Ansetzen des Hundes verlangt.
In der Jagdpraxis wird vielfach nach den gegebenen Verhältnissen der Schweißhund vor einem Dickicht, in dem das angeschweißte Wild liegen könnte, von Riemen und Halsung gelöst, worauf er das Wild stellt und verbellt, damit der nachgeeilte Schütze den Fangschuß geben kann.

Schweißriemen

langer Lederriemen und Halsband, die für diese schwierige Arbeit aus der Praxis heraus speziell gearbeitet sind.

Seele

(des Hundes). Die altgriechischen Philosophen haben zunächst dem Tier eine Seele abgesprochen, dann glaubten Plutarch (40-120 n.Chr.) und Aristoteles (geb. 384 n.Chr.) an eine empfindende Tierseele.
Der spanische Arzt Gomes Pereipe und der französische Philosoph Descartes (16.Jahrh.) bezeichneten die Tiere als reine Maschinen.
In unseren Tagen spricht Werner Fischei von der Seele des Hundes: „In der Ganzheit der Seele eines Hundes läßt sich eine Grundschicht (der Triebe und rohen Grundaffekte) und ein Oberbau unterscheiden.
Dabei umfaßt dieser die höheren Wahrnehmungsvorgänge, die Regungen zur Feintönung der Grundaffekte und den Verstand.“

Seelenleben

des Hundes wird gerade in den letzten Jahren systematisch untersucht. J
ede Vermenschlichung oder die Beurteilung nach menschlichen Maßstäben ist falsch.

Sehen

Gesichtssinn steht dem überragenden Geruchssinn nach.
Im Gegensatz zum menschlichen Auge fehlt dem Hundeauge die Möglichkeit des plastischen Sehens und wohl auch die Schärfe. Dafür ermöglicht das durch die seitlichere Steilung gegebene größere Gesichtsfeld eine bessere Erfassung von Bewegungen.
B. Schmid hat als höchste Sehweite bei beweglichen Zielen eine Entfernung von 810 Metern ermittelt.
Aus der täglichen Erfahrung dürfte das Mittel bei 300 Metern liegen.

Seidenhaar

besitzt z. B. der Malteser.
Es ist lang, weich, glänzend und im Griff seidig.

Senkrücken

fehlerhafter, eingesenkter Rücken, der u. a. bei Mutterhündinnen vorkommt, die in zu jugendlichem Alter im Verlauf ihres Lebens zahlreiche Würfe ausgetragen haben.

Sensibilität

Empfindsamkeit und gesteigerte Empfindungsfähigkeit.

Sichelrute

vom Rutenansatz an sichelförmig gebogene Rute.

Sichtzeichen

Wichtiges Mittel bei der Erziehung des Hundes.
Beispielsweise Hand hochheben bedeutet „Halt“, Arm langsam senken heißt „Platz nehmen“.

Siegerprüfung

Prüfung für bereits hochbewertete Hunde.

Sitzen

(siehe Erziehung).

Sohlenballen

polsterartige, haarlose untere Pfotenpartie, in deren Mitte der herzförmige Sohlenballen liegt, und der mit den vier Zehenballen (nach vom angeordnet) zum Auftreten der Pfote dient.
Der an der Vorderpfote etwas höher gelegene, rundliche Carpalballen kommt nicht mehr zum Auftreten.
Verletzungen der Ballen müssen unverzüglich ausgeheilt werden.
Lederne Schuhe sind in Fachgeschäften erhältlich.

Sommerhaar

Während das Winterfell vor allem ein Wärmeschutz ist, dient das sich vom Frühjahr ab bildende Sommerhaar zur Wärmeregulierung und zum Schutz vor Sonnenstrahlen.
Farbe, Dichtigkeit und die Struktur können sich dabei verändern.

Sonnenstich

Hund mit Sonnenstich VorschaubildSonnenstich – Erkrankung des Gehirns und des verlängerten Rückenmarks, die durch die starke, lange Sonnenbestrahlung und Störungen in der Wärmeregulierung im Körper hervorgerufen werden kann.
Besonders gefährdet sind geschorene, lang- oder rauhhaarige Rassen.
Unterbringung in dunklem, kühlen Raum oder Schatten mit kalten Ganzwaschungen und Frottieren bringen Besserung.
Tierarzt Ist hinzuzuziehen.

Spaltnase

gespaltene Doppelnasenkuppe.

Spaziergänge

können mit dem Hund nicht zahlreich genug unternommen werden.
Bei zu langen Ausflügen sind jedoch ausreichende Ruhepausen einzulegen

Spieltrieb

Ist dem Junghund eigen und erlischt bei ausgewachsenen Hunden selbst im hohen Alter nicht.
Der Besitzer sollte ihn soviel wie möglich pflegen und auch welche Holzstücke – weder Steine noch verschluckbare Gummibälle – zur Verfügung stellen.

Sporen

falsche Bezeichnung für Afterkrallen

Springen

Gewandtheitsübung für Gebrauchshunde, die zu Sprüngen und Überklettern von meterhohen Planken führen.
Es zählt zu den Leistungsanforderungen der Schutz- und Polizeihunde.

Sprungbein

Fersenbein, größter Knochen der Fußwurzel.

Sprungbuch

sollte von jedem Deckrüdenbesitzer für die Eintragung der durchgeführten Deckakte mit Datum und den Personalien der Hündin geführt werden.

Sprunggelenk

Gelenkkomplex von 7 Knochen, dem als Verbindungs¬gelenk von Unterschenkel und Hintermittelfuß eine wichtige Funktion obliegt. Auf eine korrekte Stellung legen alle Rassezuchtvereine den allergrößten Wert.
Ein zu stark säbelbeinig gewinkeltes Sprunggelenk hindert die gewünschte kraftvolle Vorwärtsbewegung im gleichen Umfang wie ein zu steiles, zu wenig gewinkeltes Sprunggelenk.
Bei manchen Rassen, z. B. Chow Chow, wird im Standard auf ein steiles Sprunggelenk Wert gelegt.

Spulwürmer

(siehe Parasiten).

Spur

von Menschen hinterlassene sicht- und unsichtbare Fußabdrücke.
Der Jäger spricht von Spur nur bei Wildarten mit behaarten Sohlen und bezeichnet die Abdrücke von Schalen tragenden Wildarten als Fährte.
Bodenverletzung und Eigengeruch hinterlassen jenen Duft, dem der suchende Hund folgen muß.
Spurwille, Spursicherheit und -treue befähigen den ausgebildeten Hund zu außerordentlichen Leistungen (siehe auch unter Schweißarbeit).

Stachelhalsband

Ein Stachelhalsband wird leider immer noch von manchen Abrichtern verwendet.
Es handelt sich hier um Leder-oder Metallhalsbänder, an deren Innenseite mehr oder weniger spitze Stacheln angebracht sind, die bei starkem Ziehen des Hundes in die Halshaut gebohrt werden und den Hund zum Verhalten und Langsamgehen zwingen sollen (siehe Halsband).

Stamm

Der Tierstamm des Hundes zählt nach Haeckel zur ß. Klasse des XI. Stammes der Säugetiere.

Stammbaum

Ein Stammbaum ist nicht mit der Ahnentafel (Verzeichnis der direkten Vorfahren) zu verwechseln.
Der Stammbaum ist das Verzeichnis aller von einem Zuchttier oder Elternpaar abstammenden Nachkommen. Er ist je nach den Generationsfolgen mehr oder weniger verzweigt und umfangreich.

Standard

Standard – Als rassereine Hunde gelten nur die nach dem Standard der Rasse gezüchteten und in das zuständige Zuchtbuch eingetragenen Hunde.
Der Standard stellt die von dem verantwortlichen Club aufgestellte und von der FCI (siehe dort) genehmigte Beschreibung des Idealtypus der Rasse in allen bzw. den wich¬tigsten Teilen des Körpers, des Äußeren und vereinzelt auch des Wesens dar. Fehlerangaben deuten an, was an den Vertretern der Rasse unerwünscht ist und abgelehnt wird.

Staupe

Staupe–  schwere, in drei Stadien auftretende Viruserkrankung, der seit Jahrhunderten Tausende von jungen und alten Hunden zum Opfer fielen.
Es ist der Wissenschaft im letzten Jahrzehnt endlich gelungen, durch wirkungsvolle Schutzimpfungen dem Hund die erforderlichen Abwehrkräfte zu vermitteln.
Krankheits-Merkmale: Hunde sind apathisch, appetitlos und haben Fieber.
Dann treten Pusteln am Bauch auf.
Es kommt zu eitrigem Augenausfluß, zu Lungen- und Rippenfellentzündung.
In der nervösen Form schwere Krampfanfälle.
Bei geringstem Verdacht in jedem Falle Tierarzt rufen.

Staupegebiß

mangelhaftes Gebiß, das bei der Staupe-Erkrankung des Junghundes in den Monaten des Zahnwechsels durch schwere Störungen und Ent-wicklungshemmungen, Kalk- und Vitaminmangel entstand.
Für Zucht und Zuchtwahl heute bedeutungslos.

Stehlen

unerwünschte Untugend des Hundes (siehe Erziehung).

Stehohr

stets straff aufgerichtetes, nicht knickendes oder in der Spitze umgebogenes Ohr (siehe Tulpenohr).

Steril

1. keimfrei, 2. unfruchtbar.

Steuerermäßigung

Für anerkannte Rassehundezüchter mit mindestens zwei Zuchthündinnen und eingetragenem Zwingernamen gewähren manche Gemeinden Ermäßigung der Hundesteuer.
Ferner für Wachhunde, Blindenführhunde und andere (siehe Hundesteuer).

Steuerpfiicht

besteht bis auf wenige Ausnahmen für jeden Hundehalter, der seinen neu erworbenen Hund ohne besondere Aufforderung nach den örtlichen Bestimmungen unverzüglich anmelden muß, auch wenn es sich um einen zugelaufenen Hund handelt.

Stillzeit

ist bei der Hündin meistens nach 8 Wochen abgeschlossen.
Von der 3. Lebenswoche der Welpen an soll zugefüttert werden.
Während der Stillperiode ist die Hündin besonders gut zu füttern (siehe Fütterung).

Stockhaar

Stockhaar diese wohl ursprünglichste Behaarung des Hundes setzt sich aus kurzer, weicher Unterwolle und kürzeren oder etwas längeren, schwach gewellten oder schwach gekrümmten Grannenhaaren zusammen.
Die Grannen der kurzstockhaarigen können 3 bis 4 cm, die der langstockhaarigen Hunde 5-8 cm lang sein.

Stop

internationale Bezeichnung für den Stirnabsatz zwischen dem Nasenbein und dem Stirnabsatz.
Beim Pointer und Setter sehr markant, ebenfalls bei den molossoiden Rassetypen (siehe Fang).

Strafe

Genau wie das Lob und der Belohnungshappen gehört die Strafe zur Erziehung des Hundes.
Sie darf nur in unmittelbarem Zusammenhang mit der Missetat erfolgen.

Straßenverkehr

Jeder Hund muß verkehrssicher erzogen sein und ist bei Stadtverkehr an der Leine zu führen.
Für Schäden haftet der Hundehalter (siehe Haftpflichtversicherung).

Striegel

gehört zur Haut- und Haarpflege stärker behaarter Rassen, ebenso wie Kamm und Bürste

Strupphaar

gemischtes Stock- und Wirrhaar (Affenpinscher).

Stubenreinheit

Stubenreinheit – Schon der Welpe muß frühzeitig zur Stubenreinheit erzogen werden.
Durch Hinausführen ins Freie, möglichst zu Stellen, die er oder andere Hunde schon benutzt haben.
Nach jeder Mahlzeit sollte der Hund unverzüglich ausgeführt werden.
Ein großer Fehler ist es, den Hund bei einem Versehen in der Wohnung mit der Schnauze in den eigenen Unrat zu stoßen, damit verdirbt man die hochempfindliche Hundenase und nimmt dem Welpen den natürlichen Abscheu vor dem eigenen Schmutz.
Selbstverständlich ist der Hund vor dem Schlafengehen noch einmal lange und gründlich auszuführen.

Stummelrute

oder Mutzschwanz sind mei¬stens angeboren (Rottweiler) oder kurz kupiert.

Stuttgarter Hundeseuche

(siehe Leptospirose).

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