Pekingese

Pekingese

Pekingese, zur Verfügung gestellt von Gabriele Runge

Pekingese – passt die Hunderasse zu dir?

Video: Pekingese BOB, Crufts 2014

Pekingese Expertin Gabriele Runge klärt, ob der Pekingese zu dir passt!

Die Auswahl der richtigen Hunderasse ist mit entscheidend, ob Mensch und Hund miteinander harmonieren und der Hund zu die passt.

Gabriele Runge mit Pekingesen

Gabriele Runge unsere Pekingnesen Expertin

Deshalb habe ich Frau Gabriele Runge gebeten, mir folgende Fragen zur Hunderasse zu beantworten.

Frau Runge ist ein der erfahrensten Kennerin, Züchterin und Liebhaberin der Rasse.

Sie züchtet seit mehr als 35 Jahren Pekingesen und ist Zuchtwartin und Spezialrichterin der Rasse

Für wenn ist der Pekingese geeignet?

Ist die Rasse für Familien geeignet?

    Ja, der Pekingeses liebt Kinder, spielt und schmust sehr gerne.
Kleine Kinder kommen gut mit ihm aus, da seine Energie und Körperbau mäßig sind.
Kinder lieben sein weiches kuscheliges Fell und mögen sein flaches Gesicht mit den großen ausdrucksvollen Augen.

Ist der Rasse für ältere Personen geeignet?

    Ja, der Pekingese ist anpassungsfähig und sehr anhänglich.
Spaziergänge liebt er, aber er ist auf Grund seines Körperbaus (gebogene Vorderläufe) schon mit kurzen Wegen zufrieden.

Wie verhalten sich Pekingese zu anderen Haustieren und Hunden?

    Wie bei allen Hunden ist die Gewöhnung an andere Tiere schon im Welpen alter, also schon beim Züchter, entscheidend.
Grundsätzlich verstehen sich Pekingesen mit allen Hausbewohnern gut, insbesondere mit ihresgleichen und mit Katzen.
Da Pekingesen keinen Jagdtrieb haben, sind auch Vögel, Kaninchen u.ä. kein Problem.

Beschäftigungsaufwand

Wie oft und wie lange sollte man täglich mit einem Pekingese spazieren gehen?

    Ein Spaziergang von 1 km am Tag sollte es sein.
Insgesamt sollte er 3 bis 4 mal am Tag raus, wobei neben dem Spaziergang ein kurzer Auslauf im Garten bzw. vor der Tür im Grünen ausreichend ist.
Ist der Pekingesen es gewöhnt, ist er gerne auch länger unterwegs.
Als Begleiter für Jogger oder Fahrradfahrer ist er allerdings nicht geeignet.

Wie hoch ist der Beschäftigungsbedarf

    Niedrig, da der Pekingesen ein reiner Gesellschaftshund ist.
Er wurde nicht zum jagen oder hüten gezüchtet.
Sein Energiepotential ist eher gering.
Hat insbesondere ein junger Pekingese Energie aufgestaut, kann man das mit ausgedehnten Spaziergängen oder Toben mit dem Spielzeug gut ausgleichen.

Erziehung

Ist die Hunderasse leicht zu erziehen?

    Der Pekingesen ist recht clever.
Er versteht schnell, hat aber auch seinen eigenen Kopf.
Man darf nicht den Fehler machen, ihn zu „verhätscheln“, dann trickst er seinen Menschen schnell aus.
Ist man konsequent, gehorcht er gut.
Stubenrein ist ein junger Pekingesen in der Regel schon bei Übergabe vom seriösen Züchter.

Pflege / Gesundheit

Wie hoch ist der Pflegeaufwand?

    Deutlich weniger, als man bei dem üppigen Haarkleid denkt.
Der Pekingesen braucht keinen Hundefrisör, da das Haar nur bis zu seiner natürliche Länge wächst.
Gebadet werden muss er nicht, kann aber je nach Bedarf, wobei 1 x im Jahr absolut ausreicht.
Nach einem Spaziergang sollte man die Pfoten reinigen, ich empfehle eine kleine Dusche, die ich „Unterbodenwäsche“ nenne.
Dann ist der Sand raus und das Haarkleid am Bauch ist vom Urin gereinigt.
Ansonsten wird das Haar ca. alle 2 Wochen gründlich mit einem groben Kamm und einer Bürste durchgearbeitet.

Verlieren die Hunde viel Haare?

    Das Haarkleid besteht aus dem Deckhaar und einer Unterwolle.
Die feine Unterwolle verliert der Pekingese 2 x im Jahr.
Dann sollte man mit einem groben Kamm die gesamte lose Unterwolle heraus holen.
So ist man schnell mit dem Thema Haarwechsel durch.
Ansonsten haart der Pekingese nur wenig.
Die Haare lassen sich problemlos mit dem Staubsauger und der Fusselbürste entfernen, da sie eher lang, weich und leicht gewellt sind.

Ist die Hunderasse krankheitsanfällig?

    Nein, der Pekingese ist sehr robust.
Von Erbkrankheiten ist ein Pekingesen, der aus einer ordentlichen Zucht stammt, kaum betroffen.

Gibt es Hundekrankenheit die vermehrt beim Pekingese auftreten?

    Der Pekingesen kann, bedingt durch seinen Körperbau (kurze Beine und dazu eher etwas langer Rücken) einen Bandscheibenvorfall gekommen, ähnlich wie beim Dackel.
Dieses passiert aber sehr selten.
Sofern der Pekingesen ausreichend Bewegung und damit eine gute Muskulatur hat, ist das keine Gefahr.

Ernährung

Welche Hundefutter können Sie empfehlen?

    Ich empfehle die Rohfütterung, dass sogenannte Barfen. Hierzu gibt es gute Literatur.
Man muss sich allerdings etwas einlesen.
Das Fleisch bestelle ich für meine Hunde tiefgefroren bei der Firma „Frostfutter Perleberg“.
Fertignahrung ist allerdings auch OK, die Qualität sollte aber stimmen.
Es gibt viele gute Anbieter von Trockennahrung.
Von der Firma „Happy Dog“ gibt es sehr gutes Trocken- und Nassfutter in der Dose.
Nicht verkehrt ist eine Kombination aus Barfen und Trockenfutter.
Ich gebe morgens etwas Trockenfutter und abends gibt es frisches Fleisch mit Reis, Nudeln, Gemüse, Kräutern und Öl.
Sehr gutes Dosenfutter und Nahrungsergänzungen beziehe ich von der Firma „Grau Tiernahrung“.

Hundesport

Ist die Rasse für den Hundesport geeignet?

    Grundsätzlich nicht, es gibt aber Ausnahmen.

Welche ja, welche Hundesportarten würden Sie empfehlen?

    Ein bisschen Agility Training mit einem jungen Pekingesen kann ich empfehlen, wenn Hund und Mensch Spaß daran haben.

Rasse spezifisch

Wie alt wird ein Pekingese?

    Die Lebenserwartung beträgt 15 Jahre.

Was kostet ein Pekingese?

    Ein 3 Monate junger Pekingese kostet in der Regel 1.500 bis 2.000 EUR.

Wie hoch sind die monatlichen Unterhaltungskosten (Futter, Tierarzt usw.)

    Es kommt hier sehr auf den Wohnort und die Ernährung an.
100 EUR sollte man schon einplanen.

Hundebuch

Können Sie ein gutes Buch, über Pekingese empfehlen?

    Das beste Pekingesenbuch ist: „The Complete Pekingese“ von Liz Stannard, einer der besten Pekingesenkennerinnen, -Züchterinnen- und Bewertungsrichterinnen für Pekingesen. Dieses Buch gibt es leider nur in englischer Sprache.
In Deutschland gibt es vom Verlag DEIN HUND das Buch „Der Pekingese“ von Linda Reinelt-Gebauer, ebenso eine Züchterin und Bewertungsrichterin für die Rasse.

Was ist Ihr Lieblings Hundebuch?

    Ich bin ein absoluter Fan von Cesar Millan. „Du bist der Rudelführer“, „Tipps vom Hundeflüsterer“, „Cesar Millans Welpenschule“ und „Was Sie vom Ihrem Hund lernen können“ sollte man sich unbedingt anschaffen.

Vielen Dank, an unsere Pekingese Expertin Gabriele Runge, für das ausführliche beantworten der Fragen –> zu ihren Kontaktdaten

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Wir beantworten deine Frage möglichst schnell.

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