Pudel

Pudel

Seit Jahrhunderten zählt der Pudel zu den beliebtesten Haushunderassen.
Schon Goethe läßt in seinem »Faust« Mephisto in Gestalt eines schwarzen Pudels auf der Bühne erscheinen und bemerkt über den Hund: »Dem Hunde, wenn er gut erzogen, wird selbst ein weiser Mann gewogen.« Ursprünglich wurden Pudel als reine Gebrauchshunde gezüchtet, durch ihre Vielseitigkeit waren sie als Hütehunde, Wachhunde oder Apportierhunde bei der Federwildjagd einzusetzen.
Das dichte gekräuselte Fell schützte sie im kalten Wasser, durch die Schwimmhäute zwischen den Zehen konnten sie geschickt das erlegte Wild aus dem Wasser heranbringen.
Doch schnell lernte man den gelehrigen, lustigen Kerl als Gesellschaftshund schätzen, zumal er sich durch die Möglichkeit der individuellen Fellgestaltung als Luxushund besonders eignet.
Das nicht geschorene Fell wächst lang und wuschelig und läßt den eigentlichen Hirtenhundtyp erkennen.
Doch gerade an dem Fell ließen sich die Modetorheiten des Zeitgeistes aus.
Zu verschiedenen Epochen waren unterschiedliche Schuren modern, der Hund wurde halb kahlgeschoren, erhielt Pompons und Krönchen, ja teilweise wurde das Fell sogar eingefärbt.
Auch heute werden bei Hundeausstellungen Standardschuren vorgeschrieben.
Pudel gibt es in vielen Farben, sie können weiß, grau, Silber, braun, schwarz oder apricotfarben sein. Der Pudel ist ein fröhlicher, kontaktfreudiger, zärtlicher Hund.
Er besitzt ein hochentwickeltes Lernvermögen, läßt sich so spielerisch für Kunststücke dressieren, und mit komischem Talent genießt er es, sie vorzuführen.
Der Groß- oder Königspudel kann bis zu 60 cm hoch werden.
Im Vergleich zu seinen kleineren Vettern erscheint er ruhiger, ausgeglichener.
Er eignet sich als Familienwachhund, und man kann mit ihm auf dem Hundeplatz arbeiten.
Der Kleinpudel wird bis 45 cm hoch.
Wie auch der Königspudel ist er recht wachsam, doch durch seine Zutraulichkeit ist er nicht mehr als Schutzhund geeignet.
Der Zwergpudel wird als Miniaturausgabe knapp 35 cm hoch.
Er ist heute der beliebteste Pudel und bestens in der Stadtwohnung zu halten.
Er ist springlebendig, dauernd in Bewegung und kann mit seinen Clownereien jede schlechte Stimmung vertreiben.
Gerade die kleinen Hunde können jedoch durch keine oder schlechte Erziehung zu fürchterlichen Haustyrannen werden.
So gibt es leider nicht wenige hysterische Kläffer, die reine Nervenbündel sind.
Durch sein anpassungsfähiges Wesen kann der Pudel sowohl in der großen Familie auf dem Land als auch bei der alleinstehenden älteren Dame in der Stadt leben.
Bis auf die regelmäßige Schur ist er pflegeleicht, da sein Fell nicht haart.

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