Verdauungssystem

 

Verdauungssystem

Der Verdauungsapparat des Hundes

Inhaltsverzeichnis

Video: Tiermedizin Verdauungskanal – einfach und verständlich erklärt

Es ist wichtig zu verstehen wie die Verdauung des Hundes funktioniert.

Nur so kann man die Bedeutung einer guten Ernährung für den Hund wirklich verstehen.
Wie beim Menschen beruht der Verdauungstrakt von Hunden auf viele mehr oder weniger empfindlichen Organen.

Wie ist der Verdauungstrakt eines Hundes zusammengesetzt?

Die Verdauung von Hunden beruht auf ihrem gesamten Verdauungssystem, das heißt auf allen Organen, die die Nahrungsaufnahme und -verdauung, aber auch das ausscheiden in Form von Fäkalien ermöglichen.

Das Verdauungssystem des Hundes besteht aus folgenden Organen:

  • Maul
  • Rachen
  • Speiseröhre (Oesophagus)
  • Magen
  • Leber (mit der Bauchspeicheldrüse und der Gallenblase)
  • Dünndarm (Zwölffingerdarm, Leerdarm, Krummdarm)
  • Dickdarm (Blinddarm, Grimmdarm, Mastdarm)
  • Rektum
  • Kolon
  • Anus.

Eine Störung eines dieser Elemente kann mehr oder weniger schwere Verdauungsprobleme verursachen.
Ebenso kann die Einnahme ungeeigneter Nahrungsmittel schwerwiegende Folgen für den Zustand des Verdauungssystems haben

Der Unterschied zwischen der Verdauung des Menschen und des Hundes

Ein Unterschied zwischen dem Verdauungssystem eines Menschen und einem Hund liegt darin, dass der Speichel des Hundes keine Enzyme enthält, die die Nahrung schon in der Maulhöhle zur weiteren Verdauung vorbereiten.

Die Magensäure eines Hundes ist in etwa doppelt so aggressiv wie die Magensäure beim Menschen.

Kleine Hunde haben einen anderen Verdauungstrakt als große Hunde

Große Hunde haben im Verhältnis zur Körpermasse einen kleineren Verdauungstrakt als kleine Hunde. Deshalb neigen größere Hunde, auch eher zu Verdauungsstörungen.

Tabelle der Verdauungsenzyme

So funktioniert das Verdauungssystem eines Hundes

Die Verdauung, vom ersten bis zum letzten Schritt:

Der Verdauungsapparat wird von den Organen gebildet, welche die Nahrung aufnehmen und durch mechanische  und chemische Vorgänge in einfache Substanzen verwandeln, die vom Organismus aufgenommen und verwertet werden können.

Fressen der Nahrung

Der Hund als fleischfressendes Säugetier greift seine Beute mit dem Fang.
Das Fleisch wird dann durch die Bewegung der Kinnlade (Unterkiefer) gekaut.

Der Hund kaut seine Nahrung im Gegensatz zum Pflanzenfresser nur sehr wenig.
Er zerkleinert zu große Futterstücke und schluckt sie dann ab.

Der Speichel, von dem täglich 100-400 cm³ von mehreren Drüsen abgesondert werden, dient vor allem dazu, das Schlucken zu erleichtern.

Die lange, breite, dünne und sehr bewegliche Zunge erleichtert ebenfalls den Transport der Nahrung.
Mit ihr kann der Hund auch Flüssigkeiten aufnehmen und den Geschmack des Futters wahrnehmen, denn auf ihr sitzen die Geschmacksknospen.

Die Nahrung wird geschluckt und gleitet durch die Speiseröhre.
Sie wird oberhalb der Luftröhre und des Herzens, dann zwischen den Lungen und durch das Zwerchfell in den Magen transportiert.

Der Magen ist ein Muskelsack mit einem Fassungsvermögen von 1-9 Liter je nach Rasse.
Die Innenseite der Magenwände ist mit Drüsen bedeckt, die den Magensaft absondern.
Zusammen mit den Muskeln verwandelt dieser Saft die aufgenommene Nahrung in eine flüssige und weißliche Masse, Chymus (Magenbrei) genannt, die an den Dünndarm weitergegeben wird.

Der Darm umfaßt zwei Abschnitte: den 1,80-4,80 m langen Dünndarm, der einen verhältnismäßig großen Durchmesser hat, und den Dickdarm, in dem die Verdauung abgeschlossen wird.

Die unverdaulichen Bestandteile der Nahrung werden an den Mastdarm weitergegeben und als Kot ausgeschieden.

Umwandlung der Nahrung in einen Nahrungsbrei

Im Magen wird die Nahrung mit Magensaft angereichert und zu einem Nahrungsbrei umgewandelt.
Drüsen in der Magenwand produzieren Säuren (Salzsäure) und Verdauungsenzyme (Pepsine)
Die Nahrung wird zur Aufspaltung der einzelnen Nahrungsbestandteile vorbereitet.

Die Magenwand ist mit Schleimhäuten überzogen die Schleim produzieren.
Das schützt den Magen davor sich selbst zu verdauen.
Ist die Schleimproduktion gestört kommt es zu Magenreizungen.

Neutralisieren der Magensäuren

Im Zwölffingerdarm werden dem Nahrungsbrei Gallensaft und die Pankreassäfte beigemengt.
Die Gallenflüssigkeit und die Enzyme des Pankreassaftes neutralisieren die Magensäuren und bindet und löst Fettsäuren.
Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße werden aufgespalten.

Nahrungsbestandteile werden in den Körper aufgenommen (Resorption)

Die Schleimhaut des Dünndarm besteht aus  vielen fingerartigen Ausstülpungen. (Zotten)

Dadurch wird die nährstoffdurchlässige Fläche der Darmschleimhaut für die Aufnahme der Nährstoffe vergrößert.
Aufgespaltenen Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate und Wasser gelangen so aus dem Darm in den Körper.

Verdauungssystem Hund - Darm Zotten

Wasserentzug und  Aufnahme von Vitamine, Salze und essentielle Fettsäuren

Aus den unverdaulichen und nicht verwertbaren Futterbestandteilen wird im Dickdarm Wasser entzogen.Wasserlösliche Vitamine, Salze und essentielle Fettsäuren werden in den Körper aufgenommen.

Verdauungssystem Hund - Vitamine

Die im Körper aufgenommen Nahrungsbestandteile (Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Wasser, Vitamine, Salze und essentielle Fettsäuren) gelangen über das Blut zur Leber.

Die Leber ein wichtiges Verdauungsorgan

In der Leber finden die meisten Stoffwechselvorgänge des Körpers statt.

  • Nährstoffe werden zu Fettsäuren und Aminosäuren verarbeitet.
  • Die Leber kontrolliert den Vitamin- und Hormonhaushalt.
  • Die Blutgerinnung wird durch die Leber gesteuert
  • Eisen, Zink und Kupfer werden in der Leber gespeichert.
  • Proteine werden synthetisiert
  • Kohlenhydrate gespeichert
  • Fette umgewandelt
  • Nährstoffe werden zu Fettsäuren und Aminosäuren verarbeitet (Der Nährstoffspiegel im Blut unterliegt der Regulierung durch die Leber)
  • toxische Nahrungsbestandteile (Medikamente, Umweltgifte usw.) werden gespeichert bis die Giftstoffe über Darm und Nieren ausgeschieden werden.

Ausscheiden des unverdaulichen Nahrungsbrei (Kot)

Der unverdauliche Nahrungsbrei wird verdickt, durch den Mastdarm transportiert und als Kot ausgeschieden

Die Anhangdrüsen

Die Leber ist die wichtigste Anhangdrüse.

Ihr Gewicht beträgt durchschnittlich 3% des Körpergewichts, sie wird aber mit zunehmendem Alter kleiner.

Die Leber ein wichtiges Verdauungsorgan

In der Leber finden die meisten Stoffwechselvorgänge des Körpers statt.

  • Nährstoffe werden zu Fettsäuren und Aminosäuren verarbeitet.
  • Die Leber kontrolliert den Vitamin- und Hormonhaushalt.
  • Die Blutgerinnung wird durch die Leber gesteuert
  • Eisen, Zink und Kupfer werden in der Leber gespeichert.
  • Proteine werden synthetisiert
  • Kohlenhydrate gespeichert
  • Fette umgewandelt
  • Nährstoffe werden zu Fettsäuren und Aminosäuren verarbeitet (Der Nährstoffspiegel im Blut unterliegt der Regulierung durch die Leber)
  • toxische Nahrungsbestandteile (Medikamente, Umweltgifte usw.) werden gespeichert bis die Giftstoffe über Darm und Nieren ausgeschieden werden.

Die Bauchspeicheldrüse sondert wichtige Verdauungsfermente ab und reguliert den Blutzuckerspiegel.

Die Milz dient als Speicher für Blut und Eisen, bildet weiße Blutkörperchen sowie Antikörper für die Bekämpfung von Infektionskrankheiten und zerstört überalterte rote Blutkörperchen.

Speicheldrüsen

In die Mundhöhle münden die Ausführungsgänge der Speicheldrüsen

  • Ohrspeicheldrüse
  • Unterkieferdrüse
  • Unterzungendrüse
  • Backendrüse

Die Zunge des Hundes

Die Zunge des Hundes ist sehr beweglich, mit scharfen Rändern und hat auf der Oberfläche kleine Papillen, zwischen denen zum Teil Geschmacksknospen liegen.

Zur Aufnahme von Flüssigkeiten nimmt die Zunge eine löffelartige Gestalt an, und der Hund schöpft das Wasser förmlich aus der Schüssel.

Verdauungssystem Hund - Zunge

Die Zunge des Hundes ist sehr beweglich

Während des Aufnehmens der Nahrung wird reichlich Speichel produziert, der die Brocken gleitfähig macht.
Durch die Zunge wird die Nahrung rachenwärts transportiert, dadurch wird der Schluckreflex ausgelöst, und die Nahrung gelangt durch die Speiseröhre, deren Oberfläche ebenfalls mit vielen Schleimdrüsen ausgestattet ist, in den Magen.

Die Nahrungsaufnahme wird durch das Hungerzentrum im Gehirn gesteuert.

Grafik Gehirn Hund

Hungerzentrum im Gehirn

Eine Sättigung stellt sich normalerweise ein, indem hemmende Impulse durch den gefüllten Verdauungskanal beziehungsweise bei Anfluten der Nahrungsbestandteile in die Leber ausgesendet werden und der Energiebedarf gedeckt ist.

Dieser Vorgang wird jedoch stark beeinflußt durch die Schmackhaftigkeit der Nahrung.

So ist bekannt, daß der Hund gerne Fette, Proteine (Eier, Milch, Fisch, Fleisch, Leber, Käse) und süße Sachen aufnimmt.

Erwärmtes Futter oder zum Beispiel Trockenfutter, mit warmem Wasser übergossen, erhöht die Akzeptanz der Nahrung, weil die Geruchsstoffe intensiver als in kalter Nahrung wirken.

Aber auch soziale Einflüsse ändern den natürlichen Regelmechanismus.

So erhöhen Futterneid, wenn mehrere Tiere gleichzeitig gefüttert werden, oder soziales Fehlverhalten des Menschen durch Gabe von zusätzlichen Häppchen oder menschlichen Essensresten die Bereitschaft zur Futteraufnahme, obwohl der Nährstoff-und Energiebedarf des Hundes bereits gedeckt sind.

Verdauungsorgane Hund

Verdauungsorgane beim Hund

Magen

Den Magen des Hundes muß man sich wie einen Sack vorstellen, der am Eingang (Kardia) und Ausgang (Pylorus) durch einen ringförmigen Muskel verschlossen ist.
Er ist CJ-förmig, wobei sich links der Mageneingang und rechts der Magenausgang befindet.
Das Fassungsvermögen des Hundemagens variert nach der Größe des Hundes und kann 1-9 Liter betragen.

Gefahr der Magendrehung

Leider besitzt der Magen keine stabile Befestigung.
Bei stark gefülltem Magen und einer Sprungbewegung des Hundes nach unten, zum Beispiel von der Hundehütte oder beim Herumtollen mit anderen Hunden, kann es deshalb, besonders bei Hunden großer Rassen, leicht zu einem Überschlagen des Magens kommen (Magendrehung).

Dadurch werden Mageneingang und Ausgang verdreht, und es kommt zu einem Aufgasen der Nahrungsbestandteile.
Der Magen nimmt innerhalb einer halben Stunde ein mehrfaches seiner ursprünglichen Größe an.
Dieser Zustand ist lebensgefährlich und fordert sofortige Behandlung durch den Tierarzt.

Magenschleimhaut

Die Magenschleimhaut besteht aus 3 unterschiedlichen Drüsenzonen

  • Kardiadrüsen
  • Fundusdrüsen
  • Pylorusdrüsen

In diesen Drüsen werden produziert:

1. Schleimstoffe zum Schutz der Magenschleimhaut vor Selbstverdauung

2. die Magensäure (Salzsäure), die eine Reduzierung der Bakterien in der Nahrung bewirkt und das notwendige saure Milieu für die Verdauungsenzyme schafft.

3. die Verdauungsenzyme, Pepsin zur Eiweißspaltung, geringe Mengen an Kathepsin zur Eiweißspaltung und Magenlipase zur Fettverdauung.

Magensaft

Die Menge des Magensaftes hängt von der Nahrungsart und Nahrungsmenge ab.
Nach Durchmischung des Nahrungsbreies und Beginn der Eiweißverdauung gelangt der Nahrungsbrei in den Dünndarm.

Dünndarm

Beim Dünndarm unterscheidet man 3 Abschnitte:

1. den Zwölffingerdarm
2. den Leerdarm
3. den Hüftdarm

Zwölffingerdarm und Bauchspeicheldrüse

In den Anfangsteil des Zwölffingerdarms münden die Ausführungsgänge der Leber und der Bauchspeicheldrüse.
Die Leber ist dem Zwerchfell benachbart.

Die Bauchspeicheldrüse, ein lappenförmiges Organ, liegt dem Zwölffingerdarm eng an, ihre zwei Ausführungsgänge münden ebenfalls in den Zwölffingerdarm.

Während im Magen ein saures Milieu herrscht, wird im Dünndarm zur Verdauung ein alkalisches Milieu benötigt.
Deshalb wird von der Bauchspeicheldrüse, neben den Verdauungsenzymen, Natriumkarbonat gebildet, damit die Wirkung der Enzyme im Nahrungsbrei sichergestellt ist.

Als Verdauungsenzyme produziert die Bauchspeicheldrüse:

eiweißspaltende Enzyme:

  •  Trypsin
  • Chymotrypsin
  • Elastase
  • Carboxypeptidase

ein fettspaltendes Enzym (Lipase) und ein kohlenhydratspaltendes Enzym (Amylase).

Aber auch im Darm selbst, von den Darmeigendrüsen und den Darmzellen, werden Enzyme gebildet, zur Eiweißspaltung die Peptidasen und zur Kohlenhydratspaltung die Disaccharasen.

Gallensaft

Im Dünndarm wird die Nahrung in kleinste Bestandteile zerlegt.

Eine wichtige Rolle spielt bei der Verdauung aber noch der Gallensaft.
Er wird in der Leber produziert, in der Gallenblase gespeichert und durch den Gallengang in den Zwölffingerdarm abgegeben. Der Gallensaft besteht aus Gallensäuren und Gallenfarbstoff.

Die Gallensäuren setzen die Oberflächenspannung des Wassers im Nahrungsbrei herab und erleichtern dadurch die Fett- und Eiweißverdauung.

Die Gallenfarbstoffe bestehen beim Hund hauptsächlich aus Bilirubin, das im Darm zu Sterkobilin umgewandelt wird und die dunkelbraune Farbe des Kotes bedingt.

Die so aufgeschlossenen Nahrungsbestandteile werden durch die Darmwand resorbiert und gelangen durch die Pfortader in die Leber.

Leber

Die Leber hat die zentrale Funktion als Stoffwechselorgan.

Sie wandelt die resorbierten Kohlenhydrate in die Speicherform Glykogen oder in Fett um, verarbeitet die anflutenden Fettsäuren und synthetisiert die resorbierten Aminosäuren zu körpereigenen Proteinen.

Zudem speichert sie Vitamine und Spurenelemente und leistet Entgiftungsfunktion für bestimmte Stoffwechselprodukte.

Aber auch Abbauvorgänge, wie der Abbau der körpereigenen Proteine zu Harnstoff und Harnsäure, finden in der Leber statt.
Die in der Leber produzierte Gallenflüssigkeit wird in der Gallenblase gespeichert und von dort in den Zwölffingerdarm abgegeben.

Insulin und Glukagon

Die Bauchspeicheldrüse hat außer ihrer Beteiligung an der Verdauung noch eine zweite wichtige Funktion.

Sie bildet in den sogenannten Langerhansschen Inseln die beiden Hormone Insulin und Glukagon.
Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es die Aufnahme von Glukose in die Zellen fördert und den Glykogenaufbau hemmt.

Die Insulinausschüttung wird durch den Blutzuckerspiegel geregelt.

Beim Hund beginnt bei 60-80 mg% Glukose im Blut die Insulinausschüttung.
Die Zuckerkrankheit beim Hund, Diabetes mellitus, ist verursacht durch einen Insulinmangel.
Glukagon, das zweite Hormon, ist der Gegenspieler des Insulins.
Es erhöht den Blutzuckerspiegel, indem es den Glykogenabbau in der Leber fördert.

Dickdarm

Als letzter Abschnitt des Verdauungskanals folgt der Dickdarm mit seinen drei Abteilungen, dem Blinddarm, dem Grimmdarm und dem Enddarm.

Im Dickdarm befinden sich Bakterien, die Zellulose spalten können, so daß auch Rohfaser noch zu einem gewissen Teil genutzt werden kann.

Die wichtigste Funktion des Dickdarms besteht aber in der Resorption von Wasser, Mineralstoffen und Stoffen, die durch die Bakterien gebildet werden, wie etwa Vitamine, flüchtige Fettsäuren, Ammoniak und Schwefelwasserstoff.
Die nicht abgebauten Nahrungsbestandteile werden schließlich über den Enddarm ausgeschieden.

Hunde Magen

gekrümmtes, sackartiges Organ, besteht aus einer äußeren, serösen, mittleren Muskel- und inneren Schleimhaut mit den Verdauungsdrüsen.
In den einhöhligen Sackmagen können je nach Rasse 770 ccm bis 11 Liter aufgenommen werden.
Der Hund ist als Raubtier (Aas- bzw. Fleischfresser) mit kurzem Darm ausgestattet.

Die Darmlänge beträgt beim Hund im Verhältnis zur Körperlänge 1:5 bis 1:6
Beim Pflanzenfresser beträgt die Darmlänge im Verhältnis zur Körperlänge 1:10 bis 1:23

Wie lange braucht ein Hund für die Verdauung von Nassfutter

Bei einem gesunden, Erwachsenen Hund  dauert es etwa 6 bis 8 Stunden bis das Nassfutter verdaut worden ist.

Wie lange braucht ein Hund für die Verdauung von Trockenfutter

Trockenfutter zu verdauen braucht deutlich länger und belastet daher das Verdauungssystem des Hundes auch stärker.
Bis zu 14 Stunden braucht ein Hund um Trockenfutter zu verdauen.

Die Verdauungszeit von Hunden hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Das Alter des Hundes
  • Die Größe des Hundes
  • Die Art des Futters
  • und vor allem die Qualität des Futters.

Wie erkennt man Verdauungsprobleme beim Hund

Die Verdauung eines Hundes ist ein langes und komplexes System.
Es ist daher nicht ungewöhnlich, dass ein Hund an Verdauungsproblemen leidet.
Es ist wichtig, auf der Suche nach Verdauungsstörungen beim Hund zu sein, da sie eine Krankheit oder einfach eine unzureichende Ernährung hervorheben können.

Gute Verdauung ist ein Zeichen für eine gute Gesundheit bei Hunden.
Verdauungsstörungen können ein Symptom für ein gesundheitliches Problem sein.

Symptome von Verdauungsstörungen bei Hunden

Es gibt drei Hauptsymptome, die darauf hinweisen können, dass dein Hund Verdauungsprobleme hat:

  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Erbrechen.

Je nach Situation können diese Symptome von Bauchschmerzen, Apathie oder Gewichtsverlust begleitet sein.

Plötzliche Apathie oder häufige Verdauungsprobleme können Symptome eines ernsthaften Gesundheitsproblems sein. Du solltest mit deinem Hund zum Tierarzt gehen.

Mögliche Ursachen für Verdauungsstörungen

Wenn dein Hund unter Verdauungsprobleme leidet könnte es folgende Ursachen haben:

  • Fütterung ungewohnterweise mit rohem Fleisch, Leber, Milch
  • Fütterung ungewohnterweise mit sehr fettreicher Kost
  • zu schnelle Futterumstellung
  • chronische Entzündungen im Magen-Darm Bereich
  • verdorbene Futtermittel
  • Nahrungsmittelallergie
  • Lebensmittelvergiftung
  • Vergiftung
  • Krankheit

In einigen Fällen kann eine Ernährungsumstellung des Hundes ausreichen, um Verdauungsprobleme zu behandeln.
In anderen Fällen können Medikamente oder Operationen notwendig sein.

Was solltest du tun, wenn dein Hund Verdauungsprobleme hat

Die Verdauung ist einer der wichtigsten Indikatoren für die Gesundheit von Hunden.
Deshalb ist es wichtig, bei Erbrechen oder Durchfall alarmiert zu sein und den Hund genau zu beobachten.

Wenn du dir nicht sicher bist, geh zum Tierarzt!

Verstopfung

Wenn dein Hund längere Zeit unter einer Verstopfung leidet, solltest du zum Tierarzt gehen.
Er könnte einen Darmverschluss haben, was lebensgefährlich ist.
Mein Hund hatte schon zweimal einen Darmverschluss.
Der Hund setzt sich dann immer wieder und versucht zu koten.
Durch den Darmverschluss ist dies aber nicht möglich.

Durchfall (Diarrhoe)

Hunde leiden öfters einmal an Durchfall. Es kann eine Vielzahl von Ursachen geben.
In der Regel ist ein ab und an auftretender Durchfall kein Problem.
Ich kann hier die Reto Durchfalltabletten* empfehlen.
Damit bekomme ich „normalen“ Durchfall beim Hund schnell in den Griff und helfe meinem Hund damit, seine Darm Probleme in den Griff zu bekommen.

Zum Tierarzt gehen solltest du, wenn es sich um

  • einen Welpen handelt
  • der Hund nichts trinkt
  • wenn die Vitalwerte des Hundes nicht in Ordnung sind
  • wenn im Kot Blut zu sehen ist oder er schwarz gefärbt ist.

Im Zweifel solltest du immer einen Tierarzt aufsuchen.

Fasten
Der Hund sollte 24 bis 48 Stunden nichts zu fressen bekommen.

Kohletabletten
Helfen dem Hund bei akuten Durchfall und gehören in jede Notfallausrüstung.
Kohletabletten* absorbieren Giftstoffe aus dem Magen Darm Trakt.

Wasser

Dem Hund sollte immer frisches Wasser zur Verfügung stehen damit der Hund nicht dehydriert.

Erbrechen

Hunde Erbrechen öfters einmal. In der Regel handelt es sich dabei um Gras oder Nahrung.
Das ist in den meisten Fällen nicht gefährlich.

Wenn du das Gefühl hast, der Hund würgt und würgt und kann nicht erbrechen, solltest du schnellst möglich einen Tierarzt aufsuchen.

Wie du die Verdauung deines Hundes anregen kannst

So kannst du die Verdauung deines Hundes fördern: 

  • füttere genügend Faserstoffe (Gemüse, Obst, Reis) das fördert die Verdauung
  • gib ab und zu etwas Leinöl oder Leinsamen ins Hundefutter. Das schützt und pflegt die Magen-Darmschleimhaut.
  • sorge für ausreichend bewegung und Beschäftigung

Der Darm des Hundes

Der Darm bildet den unteren Teil des Verdauungstraktes.

Er besteht aus dem Dünn- und dem Dickdarm.
Im Dünndarm werden Fette, Proteine und Kohlenhydrate aus der Nahrung mit Hilfe von Enzymen aus der Bauchspeicheldrüse und Leber in die kleinsten Teile aufgespalten.

Die Nährstoffe werden durch die Darmwände in das Blut aufgenommen.
Unverdautes geht weiter in den Dickdarm, wo noch mehr Wasser entzogen wird.
Schließlich wird der Rest durch Mastdarm und After als Kot ausgeschieden.

Der Darm steht praktisch in direktem Kontakt mit der Umwelt und ist deshalb vielen Einwirkungen wie Keimen, Parasiten (inkl. verschiedener Wurmsorten), Gift, unverdaulichen Fremdkörpern und anderen Dingen ausgesetzt.
Diese Dinge lösen Durchfall aus, die häufigste Erkrankung des Darmbereichs.

Struktur und Funktion des Darms

Der Hundedarm isr etwa drei Mal so lang wie der Körper.
Je nach Rasse zwischen I und 3 Metern.
Die Darmwände enthalten Muskelschichten, die durch Kontraktion zwei Aktivitätsarten bilden.
Kontraktionen einiger Darmabschnitte rühren die Nahrung um und stellen sie der Schleimhaut zur Verfügung, wo Nährstoffe in das Blut aufgenommen werden.
Andere Kontraktionen gehen in Wellen durch den Darm (Peristaltik genannt) und bewegen die Masse durch das System.

Schleimhautzotten

Die innere Schicht (Schleimhaut) des Dünndarms ist mit Millionen Fortsätzen bedeckt.
Diese sind mit Schleim und Enzym produzierenden Zellen und kleineren Mikrozotten bestückt.

Durchfall ist oft keine Erkrankung als solche, sondern vielmehr ein Mittel für den Hund, sich von etwas zu befreien.

Durchfall kann auch durch physische Beschädigung des Verdauungstraktes entstehen.
Verstopfung, eine andere häufige Darmstörung, wird oft durch Schädigungen verursacht.

Auch können sowohl Durchfall, als auch Verstopfung durch Erkrankungen außerhalb des Verdauungstraktes hervorgerufen werden.

Der Darm ist ein wichtiger Teil des Immunsystems.

Eine Reihe von entzündlichen Krankheiten und Nahrungsempfindlichkeiten mit Auswirkung auf den Darm werden mit Störungen im Immunsystem verbunden.

Verdauung und Absorption

Nahrung wird im Dünndarm in kleinste Teile aufgespalten (Fettsäuren aus Fetten, Aminosäuren aus Proteinen und einfacher Zucker aus Kohlenhydraten).
Dieser Prozess wird mit Verdauungsenzymen aus Bauchspeicheldrüse und Leber ausgeführt und durch Bakterien im Darm unterstützt.

Die Wand (Schleimhaut) des Dünndarms ist mit winzigen, fingerähnlichen Gebilden, den Zotten, bestückt.
Hier werden die Nährstoffe ins Blut aufgenommen.

Jede vorübergehende oder dauerhafte Schädigung der Zotten oder eine Änderung des natürlichen Gleichgewichtes der Verdauungsbakterien stört die Verdauung und verursacht meist (aber nicht immer) Durchfall.

Der Dickdarm absorbiert Wasser in den Körper und stößt den Rest aus.

Ein mittelgroßer Hund von 20 kg konsumiert täglich ca. 2,7 1 Flüssigkeit, bestehend aus Wasser, Nahrung, Speichel, Magensäften und Verdauungssekreten.
Der Darm nimmt normalerweise die ganze Flüssigkeit auf und lässt etwa 50 ml für den Stuhl übrig.

Der Hundedarm benötigt ausreichend Flüssigkeit für den Stuhl in richtiger Konsistenz.
Jeder Eingriff in diesen Prozess führt zu weicherem, dünnerem Stuhl.

Immunabwehr durch den Darm

Der Dünndarm ist ein wichtiger Teil des Immunsystems des Hundes.

Über die ganze Darmwand sind Zellen besonderer Art verteilt, schleimhaut-assoziiertes lymphatisches Gewebe.
Diese Zellen sondern einen Antikörpertyp ab, Immunglobulin (IgA), der die ganze Darmschleimhaut überzieht.

IgA schützt Ihren Hund vor bösartigen Viren und Bakterien im Darmtrakt und schädigenden Antigenen in der Nahrung.
Manchmal jedoch sprechen diese Zellen fälschlicherweise auf normale Nahrungsproteine an; dann treten Anzeichen von Nahrungsmitrelallergie auf.

Stimmt es, dass manche Keime im Darm nützlich sind

Ja. Nach der Geburt wird der Darm durch die Muttermilch von gutartigen Bakterien übersät.

Mit dem Wachstum des Welpen wird der Darm neuen Bakterien durch verschiedene Nahrungsbestandteile ausgesetzt.
Weitere neue Bakterien werden ohne fremde Hilfein den Darm aufgenommen.

Die meisten dieser Bakterien sterben schnell ab.
Andere bilden eine stabile Umwelt für sich und unterstützen die Verdauung des Wirtes

Durchfall ist oft keine Erkrankung als solche, sondern vielmehr ein Mittel für den Hund, sich von etwas zu befreien.

Durchfall kann auch durch physische Beschädigung des Verdauungstraktes entstehen.
Verstopfung, eine andere häufige Darmstörung, wird oft durch Schädigungen verursacht.

Auch können sowohl Durchfall, als auch Verstopfung durch Erkrankungen außerhalb des Verdauungstraktes hervorgerufen werden.

Die hier aufgezeigten Informationen sollen dir einen ersten Überblick über die Anatomie eines Hundes geben, erheben aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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