Hundefell

Pudel mit schönem Fell

Wissenswertes über das Hundefell

Das Fell des Hundes kann kurzhaarig (Doggen), mittellang, seidig, gewellt oder wollig (Pudel, Collies oder Spaniels), lang und drahtig (Terrier und Pinscher), einfarbig – beispielsweise schwarz, weiß, rehbraun, rot, kastanienbraun oder mausgrau – oder mehrfarbig sein.

Die Haar.- und Fellstruktur deines Hundes

Das Fell deines Hundes besteht aus

  • Deckhaare (Fellhaare)
  • Wollhaare (Sekundärhaare)

Deck­haare und Wollhaare sind eng mit­ein­an­der ver­bun­den.
Sie teilen sich Follikel und Wachs­tums­zy­klus

Deckhaare (Capilli)

Deck- oder Fellhaare sind kräftig, bilden den Hauptteil des Fells und bestimmen auch die Fellfarbe.
Jedes Fellhaar wird als Primärhaar von einer Gruppe dicht aneinander stehender Wollhaare umgeben.

Die Deckhaare werden in zwei Typen unterteilt:

  • Leithaare sind große, kräftige und längere Haare, die von mehreren Nebenhaaren umgeben werden.
  • Grannenhaare weisen an ihrem Ende eine kolbenartige Verdickung ähnlich einer Granne auf.
Deckhaare bestehen überwiegend aus Kreatin

Wollhaare (Pili lanei)

Wollhaare besitzen kein Haarmark.
Sie sind dünn und gekräuselt.

Wollhaare stehen dicht beieinander und umgeben als Sekundärhaare die eigentlichen Fellhaare (Primärhaare) und bilden die Unterwolle. (Unterhaar, Unterfell )

Die Unterwolle dient vor allem der Wärmeisolierung (Kälte, Hitze)

Wollhaare besitzen je nur eine Talgdrüse und keinen Haarbalgmuskel.

Wollhaare sind Naturstoffe mit einem hohen Kratingehalt.

Funktion

Hund mit Winterfell

Hund mit Winterfell

Das Deckhaar schützt vor Nässe, Verletzungen und den UV – Strahlen der Sonne.
Die Unterwolle dient vor allem der Wärmeregulierung, als Schutz vor Kälte und Hitze.

Außer als Schutzfunktion dient das Fell auch zur Kommunikation.

Droht der Hund, dann sträuben sich seine Nackenhaare mit Hilfe von winzigen Muskeln an der Haarwurzelscheide.

Wie viele Haare hat ein Hund?

Erwachsene Hunde haben je nach Rasse zwischen 1000 und 9000 Haare pro Quadratzentimeter.

Das ist deutlich mehr als beim Menschen.
Da sind es nur zwischen 175 und 300 Haare pro Quadratzentimeter.

Wie schnell wachsen Hundehaare?

Hundehaare wachsen etwa 1 cm in einem Monat.

Pauschal kann man das aber nicht sagen

Das Wachstum der Hundehaare wird von folgenden Faktoren beeinflusst:

  • Hunderasse
  • Jahreszeit
  • biologischer Rhythmus
  • Sexualzyklus
  • Dauer und Intensität des Lichtes
  • Umgebungstemperatur (Ein Hund in Zwingerhaltung bekommt dichteres Fell als ein Wohnungshund)

Auch die Versorgung mit

  • Vitaminen
  • Mineralien
  • Spurenelementen
  • Proteinen
  • Hormonen

spielt eine Rolle beim Haarwachstum.

Folgende Faktoren nehmen außerdem Einfluss auf die Qualität des Felles:

Hundehaare wachsen nur bis zu einer gewissen Länge, die Rasse abhängig ist.

Eine Ausnahme bilden die 7 Wasserhundearten und der Puli.
Hier stoppt das Wachstum der Haare nicht.

Die verschieden Felllängen beim Hund.

Kurzhaar

zwei kurzhaarige Hunde

zwei kurzhaarige Hunde

Kurzhaarige Hunde benötigen weniger Pflegeaufwand als langhaarige Hunde.
Außerdem tritt der Körperbau des Hundes deutlich zu Tage.

Bei Hunden mit Kurzhaar sind die Haare glatt, relativ hart und steif.
Die Länge der Fellhaare beträgt maximal 4 cm.

Zu den Hunderassen mit kurzem Fell gehören:

Mittellanges Fell

2 Hunde mit mittellangem Fell

2 Hunde mit mittellangem Fell

Bei Hunden mit mittellangem Fell beträgt die Haarlänge zwischen 4 und 7 cm.

Zu den Hunderassen mit mittellangem Fell gehören:

Langhaar

langhaariger Hund

langhaariger Hund

Bei langhaarigen Hunden ist das Fell mindesten 7 cm lang.

Dabei kann das Fell folgende Strukturen aufweisen:

  • fein und seidig
  • wollig
  • lockig
  • zu Kordeln geformt

sein.

Hunderassen mit Langhaar und wenig Unterwolle:

Das Haarwachstum beim Hund erfolgt in drei Phasen:

  • der Anagen- oder Wachstumsphase
  • der Katagen- oder Übergangsphase
  • und der Telogenphase oder Ruhephase.

Der Haarwachstum bei Hunden ist stark rasseabhängig

Die 3 Wachstumsphasen der Hundehaare

Phase 1: Die Anagene oder auch Wachstumsphase

Bei Menschen und einigen Hunden wie Pudeln verbringen die Haare einen Großteil ihrer Zeit in der Anagenphase (Wachstumsphase)
Die Haare müssen regelmäßig geschnitten werden

In der Anagenphase wachsen die Haare bis sie Ihre endgültige Länge erreicht haben.

Phase 2: Die Über­gangs.- oder Catagene Phase

In dieser Phase stoppt die Zellteilung des Haares.
Das Haar hört auf zu wachsen.
Die Haarwurzel trennt sich von Ihrer Nährstoffversorgung und beginnt zu schrumpfen.

Die Dauer der Übergangsphase lässt sich pauschal nicht sagen.
Die Dauer der Übergangsphase ist von Haartyp zu Haartyp verschieden.

Die Flaumhaare der Unterwolle durchlaufen den gesamten Wachstumszyklus innerhalb eines Monats.
Hier dauert die Übergangsphase nicht länger als 2 Wochen.

Bei den Tasthaaren dauert die Übergangsphase am längsten.
Die Tasthaare fallen bei Hunden auch am seltensten aus.

Phase 3: Die Telogene oder auch Ruhephase

Die Ruhephase bildet den Abschluss des zyklischen Fellwachstums.
Bei den meisten Hunderassen verbringen die Haare die meiste Zeit in der Telogenphase (Ruhephase)

Das Hundehaar hat sich vollständig von seiner Wurzel getrennt und wird nur noch lose im Follikel gehalten.
Irgendwann löst sich das Hundehaar dann vollständig und fällt aus.
Ein neues Haar kann nun an dieser Stelle wachsen.
Besonders ausgeprägt ist diese Phase während des Fellwechsels.

Der Grad, in dem du den Haarausfall eines Hundes bemerkst, hängt von der Dichte und Länge des Fells ab.
Bei einem langhaarigen Hund fallen die langen Haare aber viel deutlicher auf als bei kurzen Haaren.

Welpenfell

Welpe hat noch sein Welpenfell

Welpe hat noch sein Welpenfell

Auch Welpen durchlaufen schon mit Ihrem Welpenfell den voll­stän­di­gen Wachstumszyklus mit der Anagen.-, Catagen.- und Telogenphase.

Hunde verlieren das ganze Jahr über Haare.

Besonders ausgeprägt ist diese Phase während des Fellwechsels.

Die verschieden Phasen des Wachstumszyklus gehen fließend ineinander über.

Bereits während der Ruhe­phase kann die nächste Wachs­tums­phase beginnen.
Benach­barte Haare durch­lau­fen den Zyklus nie syn­chron, sondern immer zeit­ver­setzt.

Das verhindert das der Hund kahle Stelle bekommt.

Die Farbvarianten des Hundes

Meliert

Eine Mischung aus zwei Farben nennt man meliert.

Grau

Bei grauem Fell sind weiße und schwarze Haare vermischt.

Blau

Blau ist eine Variante davon und reicht vom hellen Anthrazitgrau bis Stahlblau.

Falb

Falb ist die Bezeichnung für die Mischung von roten und weißen Haaren.

Wildfarbe

Bei der Wildfarbe, der ursprünglichen Färbung des Hundes, sind die einzelnen Haare mehrfarbig; sie reicht von Grau über gelbliche bis zu rötlichen Tönungen.

Wolfsgrau

Bei Wolfsgrau sind die Haare silbergrau mit schwärzlichen Spitzen.

Schwarz – Rot

Ein schwarzrotes Haarkleid findet man bei fast allen Rassen.
Der Grund ist rein schwarz, und die verschieden großen mahagonifarbenen Flecken verteilen sich über den ganzen Körper.

Scheckig

Scheckig nennt man ein Haarkleid mit scharf umrissenen Farbflecken auf weißem Grund.

Harlekin

Harlekin ist ein scheckiges Fell mit gleichmäßigen Flecken, und Wachtel wird ein scheckiges Fell genannt, bei dem die Flecken gestromt, das heißt mit unregelmäßigen schwarzen Streifen durchzogen sind.
Das Haarkleid kann auch aus weißen, schwarzen und roten Haaren (rotgrauschimmlig) oder aus rehbraunen, schwarzen oder weißen Flecken auf grauem Grund zusammengesetzt sein.

Trikolor

Trikolorfell ist ebenfalls dreifarbig, und zwar meist schwarz, weiß und lohfarben oder braun.
Das Fell zeigt noch weitere Varianten und kann getupft, gesprenkelt, gestromt oder gestreift sein.

Die Haare können eine Hedskrause (Collie), Bart und Augenbrauen (Schnauzer), Hosen (Bernhardiner), einen Schopf oder Wirbel bilden.

Die Fellfarbe wird von einem besonderen Gen bestimmt, kann aber je nach Alter variieren.

Viele Hunde werden schwarz geboren und nehmen erst später ihre endgültige Farbe an; der graue Pudel und der Yorkshire Terrier sind Beispiele dafür.
Der Dalmatiner bekommt seine Flecken erst verhältnismäßig spät.

Nach Vollendung des fünften Lebensjahrs werden die meisten Hunde um die Nase grau.

Ernährung und Hygiene sowie der allgemeine Gesundheitszustand wirken sich auch auf die Beschaffenheit des Fells aus.

Schur und Narben führen meist jedoch zu einer sehr viel ausgeprägteren Färbung.
Klimatische Bedingungen spielen ebenfalls eine Rolle.
Durch sehr starkes Sonnenlicht wird beispielsweise schwarzes Haar rötlich.
Manche Fellhaare wachsen ständig (Pudel), so daß regelmäßiges Scheren nötig ist.
Andere Hunde mit unregelmäßigem Haarwachstum haben zeitweilig Haarausfall.

Hundehaut und Ihre Aufgaben

 Die Haut ist wie beim Menschen das größte Organ
Ein schützender Talgfilm wehrt Umwelterreger ab
Die Hundehaut ist ein Depot für fette und Vitamine
 Sie reguliert den Wärmehaushalt des Hundes
 Die Hundehaut ist wie die menschliche Haut ein wichtiges Sinnesorgan

Anatomie des Hundes
Tierarzt liest ein Fachbuch über die Anatomie eines HundesDie Anatomie des Hundes – erfahre mehr über den Körper deines Hundes .

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