Hundelexikon – Buchstabe D

Hundelexikon

Kynologische Fachbegriffe – Buchstabe D

Darmparasiten

Darmparasiten – Neben Bandwürmern sind die oft schon im Mutterleib aufgenommenen Spulwürmer (Beiascaris marginata und Ascariden) eine Plage des Hundes.
Sie können mit modernen Heilmitteln leicht und gefahrlos entfernt werden.
Tierarzt fragen.

Daumen

Die Afterklauen an den Innenflächen der Vorderläufe einige Zentimeter über dem Boden.
Da sie sich nicht abnützen, müssen sie regelmäßig geschnitten werden.
Wachsen sie sich zu Haken aus, können sie sich im Halsband verhängen und abreißen.
Manche Züchter lassen sie früh entfernen.

Deckakt

Die Paarung von Hündin und Rüde, dauert zwischen 10 und 45 Minuten.
Der Schwellkörper des Penis wird durch die Vaginalmuskulatur festgehalten.
Die Zeit, in der Hund und Hündin unlösbar miteinander verbunden sind, etwa 15 Minuten, bezeichnet man als das Hängen.
Dabei schauen Hündin und Rüde nach Lösen der Umklammerung in entgegengesetzte Richtung.
Kaltwassergüsse und andere Trennungsversuche sind Tierquälerei, das Hängen ist ganz natürlich.

Deckgeld

Gebühr an den Halter des Rüden.
Richtet sich nach den üblichen Vereinbarungen.

Deckhaar

Der Welpe wird in den ersten Lebensmonaten von einem weichen, zum Teil seidigen, molligen, wärmenden Unterhaar umhüllt. Später besteht die endgültige Behaarung aus weicher Unterwolle und dem Deckhaar.
Die Behaarung des ausgewachsenen Hundes kann beispielsweise schlicht, langhaarig, wellhaarig lang oder rauhaarig bis zotthaarig sein.
Das Deckhaar überragt die weiche Unterwolle und schützt die Haut vor Nässe und Kälte.
Bei einigen Rassen sprießen aus dem dichteren Deckhaar einzelne längere, harsche Grannenhaare hervor (z. B. Affenpinscher).

Deckschein

Schriftliche Bestätigung des Deckrüdenbesitzers, daß ein Deckakt stattgefunden hat.
Enthalten sind unter anderem Datum und Abstammungsangaben des Rüden und der Hündin.

Defektzucht

Bezeichnung für Rassen, denen zwecks »Schönheitsideal« oder »originellem Aussehen« körperliche Schäden angezüchtet werden.
Beispiele: Französische Bulldoggen; wegen großem Kopf und schmalem Becken müssen sie mit Kaiserschnitt auf die Welt gebracht werden.
Boston Terrier, ebenfalls Geburtsschwierigkeiten, zudem Hornhautentzündungen wegen der vorquellenden Augen.
Gescheckte Doggen, Dackel und Collies, die häufig taubblind (—» Blue Merle) sind.
Lidverengungen bei Chow Chow und Sharpei; klaffende Lidspalten bei Basset und Bernhardiner.
Hüftgelenksdysplasie beim Deutschen Schäferhund.
Durch vernünftige Züchter lassen sich die Defekte vermeiden, ohne das Erscheinungsbild der jeweiligen Rasse wesentlich zu verändern.

Dicker Hund

Übergewicht kann man nur langsam abbauen.
Füttert man 60% des Normalbedarfs, werden wöchentlich 2% des Körper¬gewichts abgebaut.
Ein bewährtes Rezept: Anstelle eines Hungertages einmal in der Woche eine Stoffwechselanregung: saure Milch mit halber, altbackener Semmel.
Empfohlene Internetseite: www.dicke-hunde.de

Degeneration

Entartung einer Hunderasse durch Auftreten von seelischen und körperlichen Schäden, verursacht u. a. durch falsche Umweltbedingungen, Inzucht und Inzestzuchtschäden (Ausmerzen unerwünschter Erbgene), Krankheitsschäden und so weiter.

Diensthunde

(siehe Polizeihunde).

Disqualifikation

Untauglichkeitserklärung auf Grund anatomischer oder rassezuchtbedingter Fehler.

Domestikation

Vom lateinischen domesticus = häuslich, die Zähmung von Wildtieren zu Haustieren.
Vor 15000 bis 10000 Jahren wurde gegen Ende der Steinzeit aus dem Wolf der Hund.

  • Und so kann es gewesen sein:Nach Konrad Lorenz: Zusammenarbeit von Wölfen und Männern bei der Jagd zu gegenseitigem Nutzen.
  • Nach Wolf Herre: Junge Wölfe wurden als Nahrungsreserve gehalten, zeigten sich anstellig als Bewacher des Lagers und wurden nicht mehr als Beutetiere verzehrt.
  • Nach Erik Zimen: Die Frauen haben die Domestikation eingeleitet und junge Wölfe als Wärmekissen, in der Kinder¬pflege (Kotfressen und Sauberlecken) und als Bewacher benutzt. (Nach Beobachtungen bei Turkana-Nomaden in der Steppe Nordkenias.)

Dominanz

Ist eine Erbanlage, die sich sichtbar vererbt und dabei andere Erbanlagen unterdrückt.
Bei Schnauzern zum Beispiel ist das Gen für Schwarz gegenüber Pfeffersalz dominant.

Drahthaar

Kurzes, hartes Stockhaar wie beim Foxterrier oder Deutsch-Drahthaar.

Dressur

früher und beim Laien heute noch gebräuchliches Wort für Abführung und Erziehung

Duftmarke

Kurzer Urinstrahl, mit dem der Rüde sein Revier »markiert«.
Er versucht, die Duftmarken anderer Rüden zu überdecken.
Deshalb muß er so oft sein Bein heben.

Durchfall

kann im Anfang und im leichteren Stadium mit medizinischer Tierkohle (Kohletabletten) behoben werden.
Bei länger anhaltender Darmstörung Tierarzt aufsuchen.
Durst sollte der Hund nie leiden.
Ein sauberes Trinkgefäß mit klarem Wasser muß für ihn zu jederzeit erreichbar sein.

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