Hundelexikon – Buchstabe B

Hundelexikon

Kynologische Fachbegriffe  – Buchstabe A

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Bandwürmer

Bandwürmer sind gefährliche Schmarotzer des Hundes — in einigen Formen (z. B. Taenia echinococcus) auch für den Menschen gefährlich. Sobald ein Hund nach dem Hinterleib schnappt, sich am After zu jucken versucht, winselt und am Anus vertrocknete Reste von Bandwurmgliedern zu sehen sind, sollte über den Tierarzt eine mikroskopische Stuhluntersuchung veranlaßt werden.
Der Mensch kann sich durch enge Berührung infizieren.
Ein Hund kann sich auf jedem Spaziergang anstecken.

Bastard

ist ein Nachkomme von zwei Arten innerhalb einer Gattung (z. B. Wolf und Hund). Nicht, wie oft angenommen, ein Mischling zweier Hunderassen (

Bau (Körperbau)

Gebäude des Hundes in Form und Gestaltung.

Befiederung

Oder Befederung, Besatz mit halblangen Haaren (—» Federn) an Läufen, Ohren oder Rute.

Befruchtung

Vereinigung einer männlichen Keimzelle mit dem Ei.
In der Regel befruchtet je eine Samenzelle das einen Reifungsprozeß durchlaufende Ei, wonach die Eihaut, welche die Eizelle umhüllt, sich schließt.

Begattung

darf je nach Rasse erst nach der dritten Hitze und beim Rüden im 2. Lebensjahr erfolgen.
Der Rüde deckt die Hündin und hängt etwa 10 bis 30 Minuten mit ihr zusammen.
Unerwünschte Deckakte können vom 1. bis 10. Tag durch einen tierärztlichen Eingriff unwirksam gemacht werden

Begleithund

Die meisten Hunderassen sind als Begleithunde anzusehen, denn sie sind in der Lage mit ihrem Führer oder ihrer Herrin mehr oder weniger lange Spaziergänge zu machen, sie zu begleiten.
Lediglich die kleinen Hunderassen bezeichnet man als Haus- und Kleinhunde.

Behang

Behang – Hängeohr des Hundes (z. B. beim Setter, Spaniel usw.).

Beißen

sollte der Hund nur im äußersten Notfall: in höchster Todesnot seinen eigenen Artgenossen oder auf Befehl seines Herrn.
Der Hundebesitzer hat für entstehenden Schaden zu haften.

Beißunfälle mit Kindern

Stehen nach Hochrechnung von Kinderärzten mit 80000 pro Jahr zu Buch.
Das höchste Risiko tragen Schulkinder.
Die Verletzungen sind selten schwerwiegend, die Täter Hunde der eigenen Familie oder der Nachbarn.
Grund: zu wenig Kenntnis des arteigenen Verhaltens der Hunde.

Belegen

Belegen – decken oder begatten.

Bellen

die vielgestaltige Lautäußerung des Haushundes.
Man achte darauf, daß Nachbarn nicht gestört werden.
Sie können ungewöhnliche Lärmbelästigung gerichtlich verbieten lassen.
Lautfreudige Hunde durch ruhiges Zureden oder scharfes Verbot zurückhalten.
Hund mit Kommando „Platz“ auf seinen Platz verweisen. Stille Hunde sollen beim Auftreten unerwarteter Geräusche und beim Eintreten Fremder in den Wohnbereich durch Befehl „Gib Laut“ zum Bellen angeregt werden

Betteln

ist schon dem Junghund abzugewöhnen. Niemals Leckerbissen vom Eßtisch geben

Beurteilung

ist die Bewertung nach den Rassegrundsätzen, nach dem Aussehen, dem Zuchtwert und vor allem nach der Leistung (siehe CACIB und CACIT).

Bewachen

bei vielen Hunden angewölfte (angeborene) Eigenschaft.

Bewegung

gehört in ausreichendem Maß zum täglichen Leben und zur Lebenshaltung des Hundes.
Wer seinem Hund nicht täglich einen längeren Spaziergang (wenigstens 1 Stunde) gewähren kann, sollte die Hundehaltung aufgeben.
Der Hund kann nur gesund bleiben, wenn er viel Bewegung im Freien hat.

Bindehautentzündung

wird oft verursacht, wenn der Hund im Auto dem Fahrtwind ausgesetzt ist.
Sie zeigt sich durch Tränenfluß und gerötetes Auge.
Sollte vom Tierarzt behandelt werden.

Bissigkeit

wird den Hunden oft durch falsche Erziehung (aneifern, anhetzen) beigebracht.
Angstbeißen ist eine Wesensschwäche.
Bissigkeit kann vereinzelt durch sorgfältige Beobachtung und sofortiges Gegenwirken gehemmt werden.

Blasenerkältung

zeigt sich durch ständiges‘ Urinieren.
Hund ist warm zu halten.
Tierarzt aufsuchen.

Blendling

Der zoologisch richtige Ausdruck für Bastard oder Mischling.
Nachkomme verschiedener Rassen.

Blesse

Blesse – weißer Längsstreifen von Nasenkuppe über Stirn zum Schädel

Blindenführhund

Der Blindenführhund hat die Aufgabe, blinden Menschen Hilfe zu leisten.
Er begleitet sie auf ihren Spaziergängen, auf ihrem Weg vom Wohnort zum Arbeitsplatz, und er beschützt sie auch.
Die Ausbildung der Hunde ist intensiv und dauert oft 8 bis 12 Monate.
Spezielle Blindenführhundeschulen sind dafür eingerichtet.
Als Blindenführhunde werden hauptsächlich Hündinnen ausgebildet, die starke Nerven haben und wenig Schärfe und Angriffsgeist zeigen.
Kernpunkt der Ausbildung ist, Führer und Hund aneinander zu gewöhnen.
Der blinde Mensch muß mit „seinem“ Hund vertraut werden, damit er sich blind auf ihn verlassen kann.

Blue Merle

Auch Blauschecke genannt.
Tigerung bei Collies, Doggen und Dackel (Tigertekkel).
Die Erbanlage Merlefaktor kann von Mißbildungen wie Blindheit und Taubheit begleitet werden.

Blutauffrischung

bei Degeneration oder Leistungsverfall von Rassen Einkreuzung anderen Blutes (aus der Rassenfamilie oder sogar fremder Zuchttiere)

Blutlinie

Blutlinie – Ahnenreihe einer bestimmen Familie, die durch bestimmte Ahnen innerhalb der Ahnentafel repräsentiert wird.
Die Bezeichnung beruht auf der falschen Annahme, daß das Blut der Träger der Erbanlagen ist

Blutohr

Symptome: Plötzlich auftretende Schwellung der Ohrmuschel mit flüssigem Inhalt (Othämatom). Ursachen: Blutansammlungen zwischen Haut und Ohrknorpel. Durch starkes Kopfschütteln bei Ohrenentzündung kommt es zu Gefäßverletzungen, Blutungen. Folgen: Narbig schrumpelige Verkümmerung der Ohrmuschel. Behandlung: Punktieren und Absaugen der Ohrschwellung; hilft nur selten auf Dauer. Meist kann nur durch eine Operation geholfen werden.

Blutvergiftung

hervorgerufen von außen durch Eitererreger und deren aifte (Verletzung der Haut oder der Schleimhäute) oder von innen über die Blutbahn.
Zeigt sich durch stark ansteigendes Fieber oder Schüttelfröst mit schnell abfallender Temperatur.
Todesgefahr!
Tierarzt aufsuchen!

Brand

Brand – schon beim Wolf vorkommende hellere Zeichnung auf dunklerem Fell, z. B. am Fang, als Vieräugel über den Augen, an den unterseitigen Stellen der Ohren, der Rute, des Afters und der Gliedmaßen.
Bei Gordon, Setter, Dachshund und anderen in rot.

Brandwunden

können bei großer Ausdehnung tödlich sein.
Kleinere Wunden mit Mehl oder öl behandeln.
Das gleiche als erste Hilfe bei größeren Verbrennungen.
Tierarzt holen.

Briefträger

Jährlich werden 2800 Briefträger gebissen.
Jeder 20. Postbote wird in einen Beißunfall verwickelt.
Als besonders beißfreudig erweisen sich die kleinen Rassen wie Dackel, Pudel oder kleine Mischlinge.
Warum weiß man zur Zeit nicht.
Wird ein Briefträger vom gleichen.Hund mehrfach belästigt, hat die Post das Recht, die Hauszustellung aufzugeben.
Ursache für das Mißtrauen des Hundes könnten die vielen Gerüche sein, die der Briefträger bei seiner Tour von Haus zu Haus annimmt.
Eine andere Erklärung: Der Postbote kommt und geht, ohne daß jemand mit ihm redet.
So ist er für den Hund ein Einbrecher.

Brunst

Im Gegensatz zu dem nach Eintritt der Geschlechtsreife (etwa im 9. Monat) stets deckbereiten Rüden, tritt der Geschlechtstrieb der Hündin nur 1- bis 2mal im Jahr für ca. 4 Wochen zutage.
Sie wird unruhig (daher läufig), die äußeren Schamlippen schwellen an (sie wird hitzig) und ein blutiger, schleimiger Ausfluß tritt auf (sie zeichnet oder färbt).
Allgemein bestätigen Züchter, daß am 11. bis 13. Tag vom Beginn der Blutungen an die geeignete Zeit zum Deckakt ist.
Jedoch ist manche Hündin noch bis zum 24. Tag deckbereit.

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