Hundelexikon

Hundelexikon

Hundelexikon – Kynologische Fachbegriffe von A-Z

Inhaltsverzeichnis

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Kynologische Fachbegriffe  – Buchstabe A

Aalstrich

Dunkle, streifenförmige Fellzeichnung, die vom Nacken bis zur Rutenspitze verläuft; zum Beispiel beim Mops.

Aasfressen

Nicht erwünschte Eigenschaft aus der Wildhundvergangenheit zum Ausgleich des Säure- und Basengleichgewichts.
Niedrige Eiweißsubstanzen im Aas oder Mist schwächen die im Organismus durch einseitige Fütterung entstandenen Säuren ab.
Aas (reifgewordenes Fleisch) ist im Gegensatz zu verdorbenem Fleisch ungefährlich.

Abführmittel

sollte bei Hunden wenn dann nur, auf Anweisung eines Tierarztes gegeben werden.Natürliche Abführmittel sind Euter, rohe Leber, Lunge, rohes Ei und Brühe vom Pferdefleisch

Abhaaren

Die meisten Hunde wechseln 2 mal im Jahr Ihr Fell. (Winterfell, Sommerfell)

Abhalsen

Jägersprache – Lösen des Hundes von Halsband und Leine.

Ablegen

Erziehung zum Platznehmen und Platzhalten im Haus und an jeder beliebigen Stelle im Freien.
Hund darf seinen Platz nur auf ausdrücklichen Befehl (wie „Komm“, „Auf“) verlassen.
Grundlage für angenehmes Halten im Haus und im Freien und für weitere Erziehungs-Aufgaben

Abmagerung

kann durch schlechte, ungeeignete oder zu knappe Fütterung, Wurmbefall oder Krankheiten verursacht sein.
Ursachen beseitigen.
In schweren Fällen

  • Muskelschwund
  • glanzlosem Fell
  • Appetitlosigkeit
  • Atembeschwerden)

Tierarzt aufsuchen.

Abnabeln

Abnabeln – bei der Geburt muß die Nabelschnur von der Mutterhündin durchgebissen oder von Menschenhand (keimfrei) fingerbreit vom Nabel des Welpen getrennt werden.

Abort (Schwangerschaftsabbruch)

Abort – bei der rund 63 tägigen Trächtigkeit der Hündin kann durch äußere oder innere Ursachen die Schwangerschaft durch eine Fehlgeburt unterbrochen werden.

Abzeichen

regelmäßig oder unregelmäßig gezeichnete Farbunterschiede im Haarkleid:

  • Flecken
  • Strömung
  • Maske
  • Streifen (Aalstrich am Rücken)
  • Brand

Abzeichen können auch marmoriert, schattiert oder getigert sein wie beim Münsterländer oder Pointer.

Afterklaue, Afterkralle, Afterzehe, auch Wolfskralle

Afterkralle – an den Innenseiten der Hinterläufe vorkommende fünfte Zehen.
Krallen ohne Bodenkontakt an den Hinterläufen, sie stammen aus der Wolfsvergangenheit.
Kommen bei einigen großen Rassen wie Bernhardiner, Pyrenäen-Schä-ferhund oder Beauceron (französischer Hirtenhund) vor.
Falls nicht im Standard vorgeschrieben, werden sie meist vom Züchter in den ersten Lebenswochen entfernt.
An den Vorderläufen nennt man sie-» Daumen.

Aggression

aggressiver Hund VorschaubildAggression – ein Fremdwort für Angriffslust und Kampftrieb.

Nach Konrad Lorenz »ein Instinkt wie jeder andere und unter natürlichen Bedingungen auch ebenso lebens- und arterhaltend«.

Bei bestimmten Rassen wie Jagdhund (auch Dackel) oder bei Schutzhunden als natürliche Schärfe erwünscht und durch Erziehung in die richtige Bahn zu lenken.
Im negativen Sinne wird die Aggression so gesteigert, daß die Hunde zu einer Gefahr für die Umwelt werden.
Zu nervlichem Fehlverhalten (Neurose) übersteigert ist die Aggression des —» Angstbeißers, der wirklich zuschnappt, besonders wenn er angebunden ist oder an der Leine gehalten wird.

Ahnentafel

Ahnentafel – die von dem zuständigen Zuchtbuchamt der Rasse amtlich ausgestellte und unterschriftlich anerkannte Tafel der Vorfahren des Hundes mit allen Angaben über Geburtsdatum, Haarart, Zeichnung und so weiter.
Auf fünf Reihen sind 62 Ahnen namentlich aufgeführt.
Jede Änderung von Privathand ist unzulässig.
Ahnentafel gehört stets zum Hund.
Fälschlich auch Stammbaum genannt.

Albinismus

Albinismus – teilweises oder vollständiges Fehlen des Farbstoffes.
Die Haut ist dann pigmentlos, und im Auge fehlt in Regenbogen¬haut und Augenhintergrund der Farbstoff; es erscheint rot.

Alopezie

Alopezie – Ausfallen der Haare durch Ernährungsstörungen der Haut oder Schwund der Haarwurzeln.
Bei Haarschwund mit spiritushaltigen Haarmitteln einreiben.
In schweren Fällen Ursache durch Tierarzt feststellen lassen.

Alterserscheinung

Alterserscheinung Hund

Hunde Senior

Alterserscheinung – äußerlich erkennbar an Kopf, Bewegung, Muskulatur, Behaarung (Ergrauen, besonders an Kopf und Lefzen), Augen.
Erkennbar auch am geistigen und körperlichen Verhalten.
Am frühesten tritt Trübung der Augen auf (Starerkrankung).

Alphatiere

Begriff aus der Verhaltensforschung für die ranghöchsten Tiere (Rüde und Weibchen) in einem Rudel.
Benannt nach dem ersten Buchstaben im griechischen Alphabet.
Wird auch benutzt für sehr selbstbewußte Hunde.

Analdrüsen

Hund von hinten VorschaubildAnaldrüsen (Analbeutel) – zwei erbsen- bis walnußgroße, mit talghaltigem Sekret angefüllte Drüsen (Analbeutel) in denen Geruchsstoffe gebildet werden, die den Kot imprägnieren und das Interesse der Artgenossen an Kot und After erregen .

Hunde entleeren sie häufig durch das sogenannte Schlittenfahren: Rutschen auf den Keulen. (Achten auf abgestorbene Bandwurmglieder und verklebte Kotteilchen.)

Analgesicht

Die Gegend unter dem Schwanz ist eine Art Personalausweis des Hundes, das wichtigste Riechfeld für das Beschnuppern bei der sozialen Begegnung, der Analkontrolle.
Diese Absonderungen sind bei jedem Hund individuell.
Hunde können sich durch die Duft-Absonderung der Analdrüse erkennen und unterscheiden.
Sie ist ein soziales Vorrecht, das ranghohen Rüden zusteht

Ankörung

Sorgfältige Prüfung eines jungen Hundes auf Zuchttauglichkeit durch Körmeister, die von Rassezuchtvereinen berufen werden.
Besonders bei Gebrauchshunden.
Sie entscheidet über die Zulassung der Zucht.

Anorchismus

Fehlen beider Hoden beim Hund

Anschlagen

Hund bellt in WohnungAnschlagen (bellen) und damit ankündigen, daß der Hund verdächtige Momente oder Menschen wahrgenommen hat.

Anspringen

Hund springt hochAnspringen als Ausdruck der Freude bedingtes, oft aber unerwünschtes Hochspringen, das schon dem Junghund abgewöhnt werden sollte.

Apfelkopf

an den Apfel erinnernder, blasig aufgetriebener Kopf von Kleinhunden mit stark gewölbtem Stirnbein, Scheitelbein und Schädeldach.

Appell

bedeutet nach dem französischen Wort unbedingte Folgsamkeit als Grundlage für die gesamte Erziehung.
Wird durch ständige Übungen zielbewußt gefestigt

Apportieren

Bringen von verlorenen, versteckten Gegenständen oder von Wild — zunächst auf Befehl, später auch freiwillig.
Üben mit Holzstöcken oder Apportierblock (nicht mit Steinen!).

Assoziation

Hund verbindet dank seines Gedächtnisses Erlebnisse und Erfahrungen mit Menschen Tieren, Gegenständen und Plätzen und zieht dabei Schlüsse.

Atavismus

Atavismus – Rückschlag auf Vorfahre Unorganisches Wiederauftreten von Eigentümlichkeite der Ahnen, Rückartung

Aufzucht

naturgemäße, harte, regelmäßig ablaufende Haltung und Ernährung, verbunden mit steter enger seelischer Betreuung erziehen, sprechen, loben, streicheln). So entwickelt sich der Welpe zum Junghund und nach der Geschlechtsreife (etwa, im 9. Monat) zum Gefährten des Menschen.

Augenkatarrh

entsteht meist durch Zugluft. (Vorsicht beim Autofahren!)
Oft Symptom einer Infektionskrankheit.
Bei wäßrigem oder eitrigem Ausfluß Augen mit Borwasser auswaschen.
Hat der Hund Temperatur, Tierarzt aufsuchen.

Ausbildung

Frau erzieht ihren Hund VorschaubildAusbildung (Hundeerziehung) richtet sich nach der Rasse und den Wünschen des Besitzers.
Sie muß konsequent nach den erarbeiteten, in vielen Fachbüchern niedergelegten Erfahrungen durchgeführt werden und hat zum Ziel, dem Besitzer einen wohlerzogenen Kameraden und zuverlässigen Gefährten zu geben

Auslassen

Hund muß von klein auf daran gewöhnt werden, Gegenstände, die er im Fang hält, auf Befehl seinem Herrn freizugeben.
Befehl: „Laß aus“ oder „Aus“.

Ausstellung

(auch Zuchtschau genannt) alljährlich stattfindende Treffen der Hundezüchter und -freunde.
Hier werden Rassehunde durch anerkannte Richter bewertet und die Besten herausgestellt.
Veranstalter sind kynologische Vereinigunen und Rassezuchtvereine.

Austreten

muß der Hund wenigstens 2 mal am Tag. in Städten gebietet die Rücksicht auf Mitbürger, daß der Hund seine Geschäfte nicht auf dem Bürgersteig, sondern im Rinnstein erledigt.

Autokrankheit

Hund mit ReisekrankheitAutokrankheit (Reisekrankheit) wird durch Bewegungen ausgelöst, an die der Körper nicht gewöhnt ist (Auto, Fahrstuhl, Eisenbahn, Flugzeug, Schiff).
Hund zunächst an die Bewegungen des Autofahrens gewöhnen: kurze Strecken fahren, keine Belastung des Magens (also nüchtern). Dann Entfernungen steigern und etwas Flüssigkeit, später einige Happen geben.
Für Frischluftzufuhr sorgen, und Hund nicht auf den Fußboden legen, wohin Abgase gelangen können.
Falls diese Vorsorgen nicht anschlagen, Reisetabletten geben, die neben Vitamin B6 das Antihistamin enthalten.
Daneben gibt es rezeptpflichige Tabletten, die von Tierärzten empfohlen und auch von einigen Fluggesellschaften ausgegeben werden.

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Kynologische Fachbegriffe  – Buchstabe B

Bandwürmer

Bandwürmer sind gefährliche Schmarotzer des Hundes — in einigen Formen (z. B. Taenia echinococcus) auch für den Menschen gefährlich. Sobald ein Hund nach dem Hinterleib schnappt, sich am After zu jucken versucht, winselt und am Anus vertrocknete Reste von Bandwurmgliedern zu sehen sind, sollte über den Tierarzt eine mikroskopische Stuhluntersuchung veranlaßt werden.
Der Mensch kann sich durch enge Berührung infizieren.
Ein Hund kann sich auf jedem Spaziergang anstecken.

Bastard

ist ein Nachkomme von zwei Arten innerhalb einer Gattung (z. B. Wolf und Hund). Nicht, wie oft angenommen, ein Mischling zweier Hunderassen (

Bau (Körperbau)

Gebäude des Hundes in Form und Gestaltung.

Befiederung

Oder Befederung, Besatz mit halblangen Haaren (—» Federn) an Läufen, Ohren oder Rute.

Befruchtung

Vereinigung einer männlichen Keimzelle mit dem Ei.
In der Regel befruchtet je eine Samenzelle das einen Reifungsprozeß durchlaufende Ei, wonach die Eihaut, welche die Eizelle umhüllt, sich schließt.

Begattung

darf je nach Rasse erst nach der dritten Hitze und beim Rüden im 2. Lebensjahr erfolgen.
Der Rüde deckt die Hündin und hängt etwa 10 bis 30 Minuten mit ihr zusammen.
Unerwünschte Deckakte können vom 1. bis 10. Tag durch einen tierärztlichen Eingriff unwirksam gemacht werden

Begleithund

Die meisten Hunderassen sind als Begleithunde anzusehen, denn sie sind in der Lage mit ihrem Führer oder ihrer Herrin mehr oder weniger lange Spaziergänge zu machen, sie zu begleiten.
Lediglich die kleinen Hunderassen bezeichnet man als Haus- und Kleinhunde.

Behang

Behang – Hängeohr des Hundes (z. B. beim Setter, Spaniel usw.).

Beißen

sollte der Hund nur im äußersten Notfall: in höchster Todesnot seinen eigenen Artgenossen oder auf Befehl seines Herrn.
Der Hundebesitzer hat für entstehenden Schaden zu haften.

Beißunfälle mit Kindern

Stehen nach Hochrechnung von Kinderärzten mit 80000 pro Jahr zu Buch.
Das höchste Risiko tragen Schulkinder.
Die Verletzungen sind selten schwerwiegend, die Täter Hunde der eigenen Familie oder der Nachbarn.
Grund: zu wenig Kenntnis des arteigenen Verhaltens der Hunde.

Belegen

Belegen – decken oder begatten.

Bellen

Hund bellt in WohnungBellen die vielgestaltige Lautäußerung des Haushundes.
Man achte darauf, daß Nachbarn nicht gestört werden.
Sie können ungewöhnliche Lärmbelästigung gerichtlich verbieten lassen.
Lautfreudige Hunde durch ruhiges Zureden oder scharfes Verbot zurückhalten.
Hund mit Kommando „Platz“ auf seinen Platz verweisen. Stille Hunde sollen beim Auftreten unerwarteter Geräusche und beim Eintreten Fremder in den Wohnbereich durch Befehl „Gib Laut“ zum Bellen angeregt werden

Betteln

ist schon dem Junghund abzugewöhnen. Niemals Leckerbissen vom Eßtisch geben

Beurteilung

ist die Bewertung nach den Rassegrundsätzen, nach dem Aussehen, dem Zuchtwert und vor allem nach der Leistung (siehe CACIB und CACIT).

Bewachen

bei vielen Hunden angewölfte (angeborene) Eigenschaft.

Bewegung

gehört in ausreichendem Maß zum täglichen Leben und zur Lebenshaltung des Hundes.
Wer seinem Hund nicht täglich einen längeren Spaziergang (wenigstens 1 Stunde) gewähren kann, sollte die Hundehaltung aufgeben.
Der Hund kann nur gesund bleiben, wenn er viel Bewegung im Freien hat.

Bindehautentzündung

Bindehautentzündung beim Hund VorschaubildBindehautentzündung wird oft verursacht, wenn der Hund im Auto dem Fahrtwind ausgesetzt ist.
Sie zeigt sich durch Tränenfluß und gerötetes Auge.
Sollte vom Tierarzt behandelt werden.

Bissigkeit

wird den Hunden oft durch falsche Erziehung (aneifern, anhetzen) beigebracht.
Angstbeißen ist eine Wesensschwäche.
Bissigkeit kann vereinzelt durch sorgfältige Beobachtung und sofortiges Gegenwirken gehemmt werden.

Blasenerkältung

zeigt sich durch ständiges‘ Urinieren.
Hund ist warm zu halten.
Tierarzt aufsuchen.

Blendling

Der zoologisch richtige Ausdruck für Bastard oder Mischling.
Nachkomme verschiedener Rassen.

Blesse

Blesse – weißer Längsstreifen von Nasenkuppe über Stirn zum Schädel

Blindenführhund

Der Blindenführhund hat die Aufgabe, blinden Menschen Hilfe zu leisten.
Er begleitet sie auf ihren Spaziergängen, auf ihrem Weg vom Wohnort zum Arbeitsplatz, und er beschützt sie auch.
Die Ausbildung der Hunde ist intensiv und dauert oft 8 bis 12 Monate.
Spezielle Blindenführhundeschulen sind dafür eingerichtet.
Als Blindenführhunde werden hauptsächlich Hündinnen ausgebildet, die starke Nerven haben und wenig Schärfe und Angriffsgeist zeigen.
Kernpunkt der Ausbildung ist, Führer und Hund aneinander zu gewöhnen.
Der blinde Mensch muß mit „seinem“ Hund vertraut werden, damit er sich blind auf ihn verlassen kann.

Blue Merle

Auch Blauschecke genannt.
Tigerung bei Collies, Doggen und Dackel (Tigertekkel).
Die Erbanlage Merlefaktor kann von Mißbildungen wie Blindheit und Taubheit begleitet werden.

Blutauffrischung

bei Degeneration oder Leistungsverfall von Rassen Einkreuzung anderen Blutes (aus der Rassenfamilie oder sogar fremder Zuchttiere)

Blutlinie

Blutlinie – Ahnenreihe einer bestimmen Familie, die durch bestimmte Ahnen innerhalb der Ahnentafel repräsentiert wird.
Die Bezeichnung beruht auf der falschen Annahme, daß das Blut der Träger der Erbanlagen ist

Blutohr

Symptome: Plötzlich auftretende Schwellung der Ohrmuschel mit flüssigem Inhalt (Othämatom). Ursachen: Blutansammlungen zwischen Haut und Ohrknorpel. Durch starkes Kopfschütteln bei Ohrenentzündung kommt es zu Gefäßverletzungen, Blutungen. Folgen: Narbig schrumpelige Verkümmerung der Ohrmuschel. Behandlung: Punktieren und Absaugen der Ohrschwellung; hilft nur selten auf Dauer. Meist kann nur durch eine Operation geholfen werden.

Blutvergiftung

hervorgerufen von außen durch Eitererreger und deren aifte (Verletzung der Haut oder der Schleimhäute) oder von innen über die Blutbahn.
Zeigt sich durch stark ansteigendes Fieber oder Schüttelfröst mit schnell abfallender Temperatur.
Todesgefahr!
Tierarzt aufsuchen!

Brand

Brand – schon beim Wolf vorkommende hellere Zeichnung auf dunklerem Fell, z. B. am Fang, als Vieräugel über den Augen, an den unterseitigen Stellen der Ohren, der Rute, des Afters und der Gliedmaßen.
Bei Gordon, Setter, Dachshund und anderen in rot.

Brandwunden

können bei großer Ausdehnung tödlich sein.
Kleinere Wunden mit Mehl oder öl behandeln.
Das gleiche als erste Hilfe bei größeren Verbrennungen.
Tierarzt holen.

Briefträger

Jährlich werden 2800 Briefträger gebissen.
Jeder 20. Postbote wird in einen Beißunfall verwickelt.
Als besonders beißfreudig erweisen sich die kleinen Rassen wie Dackel, Pudel oder kleine Mischlinge.
Warum weiß man zur Zeit nicht.
Wird ein Briefträger vom gleichen.Hund mehrfach belästigt, hat die Post das Recht, die Hauszustellung aufzugeben.
Ursache für das Mißtrauen des Hundes könnten die vielen Gerüche sein, die der Briefträger bei seiner Tour von Haus zu Haus annimmt.
Eine andere Erklärung: Der Postbote kommt und geht, ohne daß jemand mit ihm redet.
So ist er für den Hund ein Einbrecher.

Brunst

Im Gegensatz zu dem nach Eintritt der Geschlechtsreife (etwa im 9. Monat) stets deckbereiten Rüden, tritt der Geschlechtstrieb der Hündin nur 1- bis 2mal im Jahr für ca. 4 Wochen zutage.
Sie wird unruhig (daher läufig), die äußeren Schamlippen schwellen an (sie wird hitzig) und ein blutiger, schleimiger Ausfluß tritt auf (sie zeichnet oder färbt).
Allgemein bestätigen Züchter, daß am 11. bis 13. Tag vom Beginn der Blutungen an die geeignete Zeit zum Deckakt ist.
Jedoch ist manche Hündin noch bis zum 24. Tag deckbereit.

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Kynologische Fachbegriffe – Buchstabe C

CAC

= Certificat d’aptitude au Championat. Ist die Anwart¬schaft auf einen nationalen Siegertitel.

CACIB

CACIB – erstrebenswertes Schönheits- Championat.
Erworben nach mehreren Anwartschaften = Certificat d’aptitude au Championat internationale de Beaute der Födöration Cynoogique Internationale, Thuin (Belgien), das bei einigen Rassen zusätzlich noch eine Gebrauchsprüfung erfordert.

CACIT

Das Arbeits-Championat wird nach Ablegung einer Gebrauchsprüfung (an erster Stelle) mit mehreren Certificaten ebenfalls von der FCI verliehen unter der Bezeichnung «Certificat d’aptitude au Championat internationale de travail».

CANIS

Lateinisches Wort für Hund. Wird als Gattungsname für den Wolf und dessen Abarten einschließlich des Haushundes (canis familiaris) angewendet.

Championat

Siegertitel für Hunde, die dem Zuchtziel, dem Standard der Rasse, am nächsten kommen.

Charakter

die Eigentümlichkeit und die Eigenart des Hundes.
Er äußert sich in Gefühlen, Affekten und den Ausdrucksmöglichkeiten seiner Reaktionen im Zusammenleben mit seinem Herrn und den Artgefährten.
Kampfesmut und Verteidigungsbereitschaft zählen ebenso dazu, wie Anhänglichkeit, Lernfreudigkeit und Arbeitswille.
Neben rassetypischen Eigenschaften (wie Hütetrieb, Jagdtrieb usw.) hat jeder Hund noch individuelle Eigenschaften.
Auf den Charakter sollte der Besitzer vor der Anschaffung achten.

Chromosomen

Chromosomen – Teile des Zellkerns, in denen sich die Erbanlagen befinden. Träger der Erbmerkmale. Der Hund besitzt in jeder Körperzelle 39 Chromosomenpaare, von denen 38 gleich sind. Bei Teilung der Keimzellen findet eine Reduktion auf die Hälfte der Chromosomen statt, wobei diese rein zufällig ist. Die Zahl der theoretisch möglichen Kombinationen beträgt 549.755.813.888.

Cruft’s Dog Show 1886

Benannt nach Charles Cruft 1886.
Mit etwa 10000 Hunden die größte Ausstellung der Welt.
Alljährlich im Februar in London.

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Kynologische Fachbegriffe – Buchstabe D

Darmparasiten

Darmparasiten – Neben Bandwürmern sind die oft schon im Mutterleib aufgenommenen Spulwürmer (Beiascaris marginata und Ascariden) eine Plage des Hundes.
Sie können mit modernen Heilmitteln leicht und gefahrlos entfernt werden.
Tierarzt fragen.

Daumen

Die Afterklauen an den Innenflächen der Vorderläufe einige Zentimeter über dem Boden.
Da sie sich nicht abnützen, müssen sie regelmäßig geschnitten werden.
Wachsen sie sich zu Haken aus, können sie sich im Halsband verhängen und abreißen.
Manche Züchter lassen sie früh entfernen.

Deckakt

Die Paarung von Hündin und Rüde, dauert zwischen 10 und 45 Minuten.
Der Schwellkörper des Penis wird durch die Vaginalmuskulatur festgehalten.
Die Zeit, in der Hund und Hündin unlösbar miteinander verbunden sind, etwa 15 Minuten, bezeichnet man als das Hängen.
Dabei schauen Hündin und Rüde nach Lösen der Umklammerung in entgegengesetzte Richtung.
Kaltwassergüsse und andere Trennungsversuche sind Tierquälerei, das Hängen ist ganz natürlich.

Deckgeld

Gebühr an den Halter des Rüden.
Richtet sich nach den üblichen Vereinbarungen.

Deckhaar

Der Welpe wird in den ersten Lebensmonaten von einem weichen, zum Teil seidigen, molligen, wärmenden Unterhaar umhüllt. Später besteht die endgültige Behaarung aus weicher Unterwolle und dem Deckhaar.
Die Behaarung des ausgewachsenen Hundes kann beispielsweise schlicht, langhaarig, wellhaarig lang oder rauhaarig bis zotthaarig sein.
Das Deckhaar überragt die weiche Unterwolle und schützt die Haut vor Nässe und Kälte.
Bei einigen Rassen sprießen aus dem dichteren Deckhaar einzelne längere, harsche Grannenhaare hervor (z. B. Affenpinscher).

Deckschein

Schriftliche Bestätigung des Deckrüdenbesitzers, daß ein Deckakt stattgefunden hat.
Enthalten sind unter anderem Datum und Abstammungsangaben des Rüden und der Hündin.

Defektzucht

Bezeichnung für Rassen, denen zwecks »Schönheitsideal« oder »originellem Aussehen« körperliche Schäden angezüchtet werden.
Beispiele: Französische Bulldoggen; wegen großem Kopf und schmalem Becken müssen sie mit Kaiserschnitt auf die Welt gebracht werden.
Boston Terrier, ebenfalls Geburtsschwierigkeiten, zudem Hornhautentzündungen wegen der vorquellenden Augen.
Gescheckte Doggen, Dackel und Collies, die häufig taubblind (—» Blue Merle) sind.
Lidverengungen bei Chow Chow und Sharpei; klaffende Lidspalten bei Basset und Bernhardiner.
Hüftgelenksdysplasie beim Deutschen Schäferhund.
Durch vernünftige Züchter lassen sich die Defekte vermeiden, ohne das Erscheinungsbild der jeweiligen Rasse wesentlich zu verändern.

Dicker Hund

Übergewicht kann man nur langsam abbauen.
Füttert man 60% des Normalbedarfs, werden wöchentlich 2% des Körper¬gewichts abgebaut.
Ein bewährtes Rezept: Anstelle eines Hungertages einmal in der Woche eine Stoffwechselanregung: saure Milch mit halber, altbackener Semmel.

Degeneration

Entartung einer Hunderasse durch Auftreten von seelischen und körperlichen Schäden, verursacht u. a. durch falsche Umweltbedingungen, Inzucht und Inzestzuchtschäden (Ausmerzen unerwünschter Erbgene), Krankheitsschäden und so weiter.

Diensthunde

(siehe Polizeihunde).

Disqualifikation

Untauglichkeitserklärung auf Grund anatomischer oder rassezuchtbedingter Fehler.

Domestikation

Vom lateinischen domesticus = häuslich, die Zähmung von Wildtieren zu Haustieren.
Vor 15000 bis 10000 Jahren wurde gegen Ende der Steinzeit aus dem Wolf der Hund.

  • Und so kann es gewesen sein:Nach Konrad Lorenz: Zusammenarbeit von Wölfen und Männern bei der Jagd zu gegenseitigem Nutzen.
  • Nach Wolf Herre: Junge Wölfe wurden als Nahrungsreserve gehalten, zeigten sich anstellig als Bewacher des Lagers und wurden nicht mehr als Beutetiere verzehrt.
  • Nach Erik Zimen: Die Frauen haben die Domestikation eingeleitet und junge Wölfe als Wärmekissen, in der Kinder¬pflege (Kotfressen und Sauberlecken) und als Bewacher benutzt. (Nach Beobachtungen bei Turkana-Nomaden in der Steppe Nordkenias.)

Dominanz

Ist eine Erbanlage, die sich sichtbar vererbt und dabei andere Erbanlagen unterdrückt.
Bei Schnauzern zum Beispiel ist das Gen für Schwarz gegenüber Pfeffersalz dominant.

Drahthaar

Kurzes, hartes Stockhaar wie beim Foxterrier oder Deutsch-Drahthaar.

Dressur

früher und beim Laien heute noch gebräuchliches Wort für Abführung und Erziehung

Duftmarke

Kurzer Urinstrahl, mit dem der Rüde sein Revier »markiert«.
Er versucht, die Duftmarken anderer Rüden zu überdecken.
Deshalb muß er so oft sein Bein heben.

Durchfall

kann im Anfang und im leichteren Stadium mit medizinischer Tierkohle (Kohletabletten) behoben werden.
Bei länger anhaltender Darmstörung Tierarzt aufsuchen.
Durst sollte der Hund nie leiden.
Ein sauberes Trinkgefäß mit klarem Wasser muß für ihn zu jederzeit erreichbar sein.

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Kynologische Fachbegriffe – Buchstabe E

Ectropium

Ectropium – Unerwünschte Aufwärtsstülpung des Lidrandes.
Eventuell Operation möglich.

Einmannhund

Gebrauchshund, der sich nach der Geschlechtsreife seinem Herrn unterordnet, ihm gehorcht und in allen Lebenslagen dient. Hierzu rechnen in erster Linie die Schutz-und Gebrauchshunderassen.
Aber auch andere Schläge, wie Chow-Chow, English Bulldog, Bullterrier usw. sind ausgezeichnete Einmannhunde.

Ekzeme

Rasch auftretende, auch chronisch werdende Hautkrankheiten (nässende Flechte).
Äußern sich mit Bläschen, Knötchen oder Pusteln auf geröteter Oberfläche der Haut.
Tierarzt auf suchen.

Entropium

Entropium – Gefährliche Einstülpung des Lidrandes gegen den Augapfel, wodurch Hornhaut entzündet wird.
Eventuell Operation durch Tierarzt möglich.

Erbanlage

Die in Ei und Spermatozoon (Keimzelle) enthaltenen Chromosomen mit den Erbeinheiten (Gen) bilden die Träger der Erbanlage. Sind sie dominant,. so treten sie bei den Nachkommen häufig in Erscheinung.
Sind sie rezessiv, vererben sie sich spärlicher.

Erdhund

Jagdhund, der unter der Erde auf Fuchs, Dachs usw. eingesetzt wird und diese in ihrem Bau verbellt, stellt und bei genügender Schärfe heraustreibt.
Zu den Erdhunden rechnen in erster Linie die Dachshunde, Deutsche Jagdterrier, Foxterrier und viele Terrierrassen aus England.

Ergrauen

Beginnt im Alter von 6 Jahren an den Lippen und am Kinn und schreitet über die Backen und Nase fort; mit 8 bis 10 Jahren auch um die Augen.
Noch ältere Hunde ergrauen auch auf Stirn und Kopf.
Gebrauchshunde werden früher grau als Haushunde.

Eugenik

Eugenik – Förderung des Erbgutes durch züchterische Maßnahmen (siehe Zucht).

Exkremente

müssen aus einem Zwinger täglich entfernt werden.
Wegen der Verwurmung des Erdbodens ist es zweckmäßig, den Zwinger alle drei Jahre zu versetzen.

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Kynologische Fachbegriffe  – Buchstabe F

Fahne

Die langen Haare an der Unterseite der Rute.

Fang

Schnauzenteil des Hundekopfes mit Lefzen und Mundhöhle.
Zieht sich über Nasenkuppe, Ober- und Unterkiefer bis zu den Backen hin.
Übergang von der Stirn in den Fang ist mehr oder weniger stark ausgeprägt.
Auch Länge, Breite und Tiefe, Belefzung und Lippenwinkel sind bei den einzelnen Rassen sehr unterschiedlich.

Farbenschläge

Verschiedenartige Fellfärbung bei ein und derselben Rasse wie bei Cocker Spaniel, Deutsche Dogge, Greyhound oder Pudel.

Färbung

Die unterschiedliche Fellfarbe des Hundes (ist von Adametz und später von Nachtsheim und Daglish u.a. untersucht worden).

FCI

Föderation Cynologique Internationale = Internationale kynologische Vereinigung (Dachverband), in Thuin/Belgien, die auch Rassezuchtorganisationen außereuropäischer Länder umfaßt.
1912 in Belgien gegründe¬ter Dachverband der Hundezüchter und -besitzen In ihm sind 49 Länder vertreten.

Federn

verlängertes Haar an der Hinterseite der Vorder- und Hinterläufe (Setter).

Fehler

Die meisten Standards = Rassekennzeichen enthalten die Mängel und unerwünschten oder zuchtausschließenden Fehler z. B. an Kopf, Ohren, Augen, Hals, Körper, Rute, Gliedmaßen, Größe, Behaarung sowie rein anatomische Fehler.

Fieber

Überschreitung der normalen Grenzen der Körper Innentemperatur.
Fieber beginnt bei ca. 39,2 ° C. Begleiterscheinungen sind: Mattigkeit, Schüttelfrost, Durst und trockene Nase.
Zur Feststellung der Temperatur wird ein eingefettetes Thermometer (möglichst Metall-Thermometer) in den After eingeführt.
Es bleibt 3 bis 5 Minuten im Mastdarm.
Der Hundehalter wird dabei dem Hund beruhigend den Kopf streicheln, während eine 2. Person die linke Hand unter den Leib des Hundes legt und mit der rechten Hand das Thermometer festhält.
Bei Feststellung von Fieber sofort Tierarzt auf suchen.

Feldarbeit

Arbeiten der Jagdhunde auf freiem Feld. (Im Gegensatz zur Wald- und Wasserarbeit oder dem Buschieren.)

Fellfarben

Einfarben sind weiß und schwarz.
Als Markenfarben gelten grau, weißlich, gelb bis hellbraun mit anderer Farbtönung am Fang, oberhalb der Augen, am Kehlrand, an der Innenseite der Läufe, dem Buggelenk und in der Umgebung des Afters.
Zeichnung: Verteilung der Marken, dunkle Schattierung an Schulter, Rücken usw. in Form von Streifen, Flammen oder Tupfen. Abzeichen: Verkleinerung der Markenfarbstellen oder weiße Steilen am Kopf (Blesse), an Hals, Brust, Bauch, Läufen und Rutenspitze. Wolkung, Scheckung und Schattierung sind weitere Farbvarianten.
Reine Schimmel gibt es unter den Hunden selten, dagegen häufig Schwarz-, Blau- oder Brauntiger.
Große Farbfelder sind Platten, mittelgroße Flecke, kleinere Tupfen oder Spritzer.

Fellpflege

Fellpflege ist nicht nur für Mode- oder sogenante Luxushunde notwendig, sondern für alle Hunde von großem Nutzen.
Fellpflege regt die Durchblutung an und entfernt den Schmutz.

Fersenbiß

Er gehört zum Spielrepertoire des jungen Wolfes und wurde vom erwachsenen Hund beibehalten.
Bei Appenzeller Sennenhunden gehört der gezielte Fersenbiß (Stechen) zur Hütearbeit.

Fett

ist sowohl flüssig (Kokos-, Rüb-, Leinöl) als auch in fester Form (Pflanzen- oder Tierfette) neben den Kohlehydraten und den Eiweißstoffen für die Ernährung des Hundes erforderlich (siehe auch unter Ernährung).

Fledermausohr

Längliches, an der Basis breites Stehohr mit abgerundeter Spitze wie beim Französischen Bully.

Flöhe

liest jeder Hund auf. Sie müssen nicht nur durch Einsprühen und Einreiben am Hundekörper selbst, sondern auch
auf dem Lager, der Matte und eventuell aus dem Korbgeflecht entfernt werden.
Im Floh entwickeln sich ausgeschiedene Bandwürmer zu Finnen und gelangen in den Darm, wenn der Hund Flöhe zerknackt.

Flugtransport

ist die schnellste Art, Hunde über größere Entfernungen zu transportieren.
Alle Flugtransportgesellschaften beraten Interessenten über Einfuhr- und Zollbestimmungen.

Folgsamkeit

eine zu erstrebende Hundetugend und die Grundlage für die gesamte Erziehung

Formwert

Bewertung der Hunde auf Ausstellungen nach ihrer Schönheit.
Die Prädikate sind: »vorzüglich«, »sehr gut«, »gut«, »genügend« und »ungenügend«.
Die Grundlage für die Bewertung ist der Rassestandard.

Fransen

Bezeichnung für die langen Haare am Ohr wie beim Afghanen oder beim Cocker Spaniel.

Frucht

Leibesfrucht, von der 3. Woche an „Fetus“ oder „Fötus“.

Furcht

erlebt der Hund genau so intensiv wie Freude. Sie äußert sich in Bedrücktheit, Scheue, Angst und Verkriechen.
Gewitterfurcht, Nervosität und Schreckhaftigkeit sind meist Wesensmängel, die zuchtausschließend sein sollten.

Futtermittel

Für die Ernährung der Hunde werden heute industriell hergestellte Erzeugnisse nach verschiedenen Zusammensetzungen, nach unterschiedlichen Herstellungsverfahren und in verschiedenartiger Verpackung angeboten.

Führleine

im Gegensatz zur kurzen (etwa 1 m langen) Leine ist die Führleine länger.
Der Führer oder Jäger hängt sie über die Schulter, um beide Hände frei zu haben.

Führigkeit

die angeborene oder anerzogene Lenksamkeit nicht nur an der Leine, sondern auch in den einzelnen Arbeitssparten.

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Kynologische Fachbegriffe  – Buchstabe G

Gang, Gangfehler und Gangwerk

Körperbau, Länge und Form der Gliedmaßen und die Muskulatur bestimmen die Bewegungen eines Tieres.
Beim Hund sind die wesentlichen Merkmale des Laufraubtieres Wolf zu erkennen.

Gebärden

Der Hund hat eine Fülle von Ausdrucksmöglichkeiten in Stimme und Gebärden (siehe Laut).
Die Gebärden zeigen im Gesicht, in der Haltung des Kopfes, besonders der Ohren, in den Augen, in der Haltung des Rumpfes und der Rute die jeweilige Gemütsstimmung des Hundes an.
Sehr markant sind Demutgeste, Imponiergehabe, Drohstellung, Freude, Trauer und Schmerz.

Gebärmutterentzündung

Gebärmutterentzündung kommt bei Hündinnen häufig vor — vor allem im Anschluß an die Läufigkeit — durch Infektion mit Eitererregern.
Ausfluß verschiedenfarbig und stark riechend.
Schamlippen sind geschwollen.
Appetit ist gering.
Häufiges Erbrechen.
Sofort Tierarzt aufsuchen.

Gebäude

Körperbau des Hundes.

Gebiß

HundegebissGebiß – Die wichtigste Waffe des Hundes bedarf sorgfältiger Pflege.
Das sich vom 5. bis 9. Monat bildende bleibende Gebiß hat 42 Zähne: je 6 Schneidezähne, je 2 Fangzähne.
Je 8 Prämolaren im Ober- und Unterkiefer werden ergänzt durch 2 Molaren oder hintere Backenzähne im Oberkiefer und 3 im Unterkiefer.
Bei den meisten Rassen wird ein korrektes Scherengebiß verlangt
Bei einigen kurzfängigen Rassen dagegen der Vorbiß, bei dem die Schneidezähne des Unterkiefers eindeutig vor denen des Oberkiefers stehen (Boxer, Bulldog).
Der Unter- oder Rückbiß zeigt ein Zurückstehen der Schneidezähne des Unterkiefers hinter der Rückseite der Schneidezähne des Oberkiefers.
Ober das umstrittene Problem der fehlenden Prämolare und deren Auswirkungen auf die Rassezucht soll an dieser Stelle den Vorschriften der Zuchtvereine nicht vorgegriffen werden.

Gebrauchszucht

Rassehundezucht in Richtung auf bestmögliche Verwendung als Jagd-, Schutz-, Polizei-, Lawinen-oder Rennhund

Geburt

1. Vorbereitung. Je nach Größe der Hündin eine Wurfkiste bereitstellen.
Mehrere Lagen Zeitungspapier hineinlegen, darüber eine Lage Sackleinwand fest anheften. D
ie Wurfkiste muß so groß sein, daß sich die Hündin darin umdrehen kann.
Ausgepolstertes Zusatzkistchen für die Aufnahme der Welpen herrichten.
Eventuell mit Heizkissen oder unter einer Höhensonne aufstellen.
Langhaarige Hündinnen am Bauch in Zitzennähe und der Scham kurz scheren.
Lose Haare mit Tuch entfernen, damit die Welpen sie beim ersten Saugen nicht verschlucken.
2. Wurfakt. Um den wahrscheinlichen Wurftag (zwi-schen dem 58. und 70. Tag) zeigt Unruhe das Herannahen an.
Die Preßwehen sind deutlich erkennbar.
Der Eintritt der Austreibungswehen zeigt sich durch ein Wölben der Schamgegend.
Die Hündin stützt sich gegen die Wände der Wurfkiste.
Dann tritt die Fruchtblase hervor.
Bei Schädellage rutscht der Fetus meist glatt ans Tageslicht.
Bei Steißlage (also a- normaler Lage) sollte die Fruchtblase vorsichtig mit steriler Gaze während der Wehen herausgezogen werden.
Nach der Geburt müßte die Hündin aus Urinstinkt mit den Zähnen die Blase zerreißen und die Nabelschnur zerbeißen.
Falls sie dabei zu nahe an den Bauchnabel kommt, sollte ihr der Welpe vorsichtig weggenommen werden. (Es ist schon vorgekommen, daß die Hündin den Nabel verletzt und schließlich das Junge gefressen hat).
Gefressen wird auch die Nachgeburt, auf deren Heraustreten zu achten ist.
Kräftiges Abschlecken befreit das Neugeborene von Blut und Fruchtwasser, massiert die Lunge und regt die Blutzirkulation an. Die Hündin tut es instinktiv.
Zwischen dem Eintreffen der einzelnen Welpen wird die Hündin — wenn auch widerstrebend — kurz ins Freie geführt und der Welpe zu seinen Geschwistern in die Welpenkiste gelegt.
Ist der Wurfakt zu Ende, gibt man der Hündin alle Jungen in die Wurfkiste (Leinenüberzug und Zeitungsunterlagen werden verbrannt), dann gönnt man der Mutter Ruhe und Stille, damit sie ihr Glück genießen kann.
Bei großen und schweren Rassen ist es sinnvoll, an beiden Seitenwänden und an der Rückwand in etwa 15 Zentimeter Höhe eine ebenso breite Leiste anzubringen.
Darunter können sich die Welpen nach der Sättigung verkriechen.
3. Menschliche Hilfe ist bei Erstgebärenden mitunter erforderlich.
Falls die Hündin die Fruchtblase nicht selbst auf reißen sollte, muß diese mit desinfizierten Händen, d. h. mit Daumen und Zeigefinger (beginnend an der Nasenspitze des Welpen) zerrissen und die Nabelschnur mit einer ebenfalls desinfizierten Schere etwa 3 cm von der Bauchwand des Welpen entfernt durchgeschnitten werden.
Man bindet vorher die Nabelschnur an dem Nabel mit Nähseide ab.
Grundsätzlich sollte ein Tierarzt vorher unterrichtet sein, damit er im Notfall zu schneller Hilfeleistung zur Stelle sein kann.

Gehör

Das menschliche Ohr nimmt den Bereich zwischen 16000 und 20000 Schwingungen pro Sekunde (Hertz) wahr.
Die oberste Hörgrenze des Hundes dagegen liegt zwischen 80000 und 100000 Schwingungen (festgestellt durch den russischen Wissenschaftler Pawlow).

Gehorsamkeitsübungen

Leinenführigkeit, laufen frei bei Fuß, setzen, ablegen, kommen, stehen, bleiben, bringen, springen, Laut geben

Gen

Erbeinheit innerhalb der Zelle; als Erbanlagefaktor die kleinste Einheit eines Chromosomen.
Die gesamten Gen-Komplexe bilden die Erbmasse

Generation

Geschlechterfolge (Groß- iltern, Eltern, Kinder).

Genetik

Erblehre. Genetisch = entvicklungsgeschichtlich.

Genotypus

Genotypus – Erbmasse oder Erbbild des Hundes. (Nicht zu verwechseln mit Phänotypus, dem äußeren Erscheinungsbild.)

Geruchssinn

Hauptsinn des Haustieres Hund ist zu erstaunlichen Leistungen fähig.

Gessäuge

Die 6—12 Milchdrüsen sind funktionell mit den Geschlechtsorganen verbunden.
Ungedeckte Hündinnen zeigen neuerdings oft Scheinträchtigkeit

Geselligkeit

Urtrieb des Hundes, der ihn befähigt, sich dem Menschen anzuschließen.

Gesicht

Vorderer Kopfteil mit Ober¬und Zwischenkieferbeinen, Nasen-, Joch-, Tränen-, Gaumen- und Fiügelbeinen, dem Pflugscharbein, den Nasenmuscheln, dem Zungenbein und Unterkiefer.
Der Hirnschädel umfaßt Gehirnkapsel und Gehörorgan

Gesichtsfeld

Der Bereich, den ein Hund überblicken kann, ohne den Kopf zu drehen.
Liegt je nach Schädelform und Lage der Augen zwischen 270° und 200°, beim Menschen etwa bei 100°

Gestromt

Gestromt – Dunklere Querstreifen auf hellerem Fell oder umgekehrt.

Gesundheit

Gesundheit – Durch sorgfältige Pflege, richtige Ernährung und ausreichende Bewegung ist der Hund weitgehend vor Krankheit geschützt. Gebiß-, Haut- und Haarpflege sollte regelmäßig erfolgen.
Ungünstige Veränderungen im Befinden des Tieres und offensichtliche Erkrankungen sollten stets vom Tierarzt behandelt werden

Getigert

Getigert – Unregelmäßige hellere oder dunklere Flecken auf andersfarbigem Haargrundton.

Glasauge

Helles durchsichtiges Auge mit pigmentloser Regenbogenhaut.

Glatthaar

ist nicht gleich Kurzhaar.
Es hat eine Länge von 3—4 cm und liegt dem Körper glatt an.

Glaukom

Grüner Star

Grannenhaar

Grannenhaar – Längere, harsche Haare oder Haarbüschel, die über die Unterwolle und das Deckhaar herausragen.

Grauer Star

Trübung der Augenlinse aus Altersgründen.

Grüner Star

Symptome: Vorgewölbtes, vergrößertes Auge mit weiter Pupille, durch die der Netzhautgrund grün durchleuchtet. Starker Tränenfluß, erhebliche Entzündung des gesamten Auges. Ursachen: Linsentrübung oder Netzhautverkümmerungen führen zur Weitstellung der Pupille, damit mehr Licht einfallen kann. Der Abfluß des Kammerwassers wird dadurch behindert, der Augeninnendruck steigt. Weitere Glaukom Ursachen: Verletzungen, Entzündungen, Tumoren.
Behandlung: Der Tierarzt kann kurzfristig mit Mitteln, die den Augendruck senken, und mit entwässernden Medikamenten helfen. Dauerhaft wirkt nur eine Operation. Bei unheilbarem Grünem Star (Glaukom) kann es nötig sein, den Augapfel zu entfernen, um den Hund von den Schmerzen des Überdrucks zu befreien.

Größe des Hundes

Man unterscheidet 4 Gruppen:

  • Kleinst- oder Zwerghunde bis zu einer maximalen Schulterhöhe von 24 cm.
  • Kleine Hunde bis zur Schulterhöhe von 41 cm.
  • Mittelgroße Hunde bis 62 cm Schulter¬höhe.
  • Große Hunde, alle über 62 cm Schulter¬höhe.
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Kynologische Fachbegriffe  – Buchstabe H

Haarformen

Kurzhaar, Glatthaar, Stockhaar, Stichel-, Draht-, Rauh-, Zott-, Kraus- und Langhaar.

Haarwechsel

In gemäßigtem Klima zweimal im Jahr; die Stärke hängt von Haltung, Pflege und Fütterung ab.
Während des Haarwechsels ist die Pflege, das Auskämmen und Ausbürsten, besonders wichtig.

Hängen

(siehe Deckakt).

Hängeohr

(siehe Behang).

Haftpflichtversicherung

sollte für den Hund unbedingt abgeschlossen werden, da Hundehalter für alle Schäden haftet.
Die normale Haftpflichtversicherung deckt keine Schäden, die durch den Hund verursacht werden.
In Paragraph 833 Satz 1 des BGB heißt es: „Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, der das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen.“
Der Besitzer eines Hundes haftet auch für Schäden, die mittelbar durch seinen Hund verursacht werden (zum Beispiel Autounfall).
Bester Schutz ist also der Abschluß einer Hundehaftpflicht-Versicherung.

Halsband

ein Brustgeschirr ist stets besser als ein Halsband. Durch Halsbänder (Zug an der Leine) erleiden viele Hunde Schäden an der Halswirbelsäule.

Hartballenkrankheit

Nach anfänglichem Unwohlsein und Fieber werden Ballen hart und rissig.
Hier kann nur der Tierarzt helfen.
Längere Behandlung ist meist nötig.

Hasenpfoten

Ovale und längliche Form der Hundepfoten (im Gegensatz zur geschlossenen Katzenpfote) wie zum Beispiel beim Barsoi oder beim Malteser.

Haushundrassen

Werden in ihrer Vielfalt nach unterschiedlichen Gesichtspunkten eingeteilt.
Es gibt etwa 400 Rassen auf der Welt

Haut

besteht aus der Oberhaut (Cutis) mit der Lederhaut (Epidermis und Corium) und der Unterhaut (Subcutis).
Letztere hat die Aufgabe, die Cutis an die darunter liegenden Organe anzuheften.
Die Haut schließt den Körper ab und schützt mit den Haaren gegen äußere Einflüsse.
Sie leitet Empfindungen weiter, regelt die Wärme, den Gaswechsel und die Talgversorgung.
Es ist wichtig, auf die Beschaffenheit der Haut zu achten und sie gut zu pflegen, zu reinigen, zu frottieren und zu massieren.

Hautfarbe

je nach der Beschaffenheit des Farbstoffes von rosig weiß bis blauweiß, grau und schwärzlich.
Pigmentierung ist oft erst im 3. Lebensjahr abgeschlossen.
Beschaffenheit und Menge des Blutes ist ausschlaggebend.
Nasenkuppe und Lidränder sind für manche Rassen in bestimmten Farbtönen vorgeschrieben.

Hecheln

Hecheln – erhöhte Atemtätigkeit mit hörbarem Ein-und Ausatmen; meistens bei heraushängender Zunge.
Der Hund hechelt zur Abkühlung (ein Hund kann nicht schwitzten), nach gesteigerter Bewegung und bei fieberhafter Erkrankung.

Hepatitis (Hepatitis contagiosa canis)

Hepatitis – Lebererkrankung, der heute durch die Dreifach-Schutzimpfung (siehe Impfung) vorgebeugt wird. #
Bei Erkrankung Tierarzt aufsuchenl

Heulen

Typisches Wolfserbe, bedingt durch Gefühle der Verlassenheit, Sehnsucht und der Hilflosigkeit.

Heterozygot

nicht reinrassig, verschleden- anlagig, mischerbig.

Hetzen

Verfolgen des Wildes auf Sicht.

Hinterbiß

Vorbiss

Vorbiss beim Hund

Hinterbiß – rückstehender Unterkiefer.
Wird volkstümlich falsch Überbiß genannt.
Der Unterkiefer ist zu kurz und unterbeißt den Oberkiefer.
Der Hinterbiß ist nicht erwünscht, kann aber bei langschädeligen Rassen wie Windhund, Dackel und Spaniel vorkommen.
Die Vorderseiten der unteren Schneidezähne stehen hinter den Rückflächen der oberen Schneidezähne.
Scherengebiß. Rückbiß.

Hintergliedmaßen

bestehen aus dem Hüftgelenk, dem Oberschenkel, Kniegelenk, Unterschenkel, dem markanten Sprunggelenk, Hintermittelfuß, Zehengelenk und Pfote.

Hinterhand

Vom Pferd übernommener Begriff, bezeichnet den hinteren Teil des Hundes von den Hüftknochen bis zu den Hinterpfoten.

Hirtenhunde

Ursprünglich kräftige Begleiter des Hirten, die seine Herde zusammenhielten und beschützten.
Typische Vertreter: Komondor, Kuvasz, Schweizer Sennenhunde und andere.
Mittelgroße, wendige, intelligente Rassen, die heute auch als Schutz– und Gebrauchshunde gelten (Deutscher Schäferhund, Collie, Tervueren usw.).

Hitze

Hitze – Der erwachte Geschiechts- trieb der Hündin (Läufigkeit).
Tritt meist 2 mal im Jahr auf und dauert etwa 4 Wochen.
Für den Züchter wichtige Tage sind der 10.—13. Tag.
Befruchtung kann noch in der 4. Woche Vorkommen.
Hündin ist darum in Gewahrsam zu halten

Hochheben

Junge Hunde sind mit beiden Händen hochzuheben, wobei die eine Hand den Hund im Nacken faßt und die andere Bauch und Brust stützt.

Hochzucht

Begriff für die Zucht von Rassehunden.
Gegenteil: ziellose Zucht mit Hunden aller möglichen Schläge.

Hörzeichen

Pfiff, Ruf und Befehl (im Gegensatz zu Sichtzeichen).

Holzbock

Andere Bezeichnung für Zecke

Homozygot

Homozygot – reinrassig, reinerbig.

Hosen

Längere Behaarung an der Rückseite der Oberschenkel wie bei den Settern.

Hundebiß

ist sorgfältig zu behandeln und zu beobachten.
Unbedingt Tetanusspritze geben lassen!
Bei Tollwutverdacht Tierarzt aufsuchen und sofort schutzimpfen lassen.

Hundefloh

Er kann auch auf Menschen leben, so wie der Menschenfloh auf Hunden übergeht.
Der Unterschied ist nur mit Lupe festzustellen.
Der Hundefloh, zoologisch Ctenocephalides canis ist länger als der Menschenfloh, zoologisch Pulex irritans und kann nicht so gut springen.
Die Stiche jucken und können zu allergischen Reaktionen führen.
Kennzeichen: rote Flecken und Einstiche, daneben schwarze Punkte vom Flohkot.
Der Hund kratzt sich viel.
Der Floh lebt nur zur Nahrungsaufnahme auf dem Hund und zieht sich danach in Ritzen oder in den Hundekorb zurück.
Deshalb muß nicht nur der Hund, sondern auch sein Korb mit Flohspray oder Flohpuder (aus dem Zoofachhandel oder der Apotheke, Gebrauchsanweisung sorgfältig beachten) behandelt werden.
Es gibt auch ein Präparat, das an einer Stelle in die Haut eingerieben durch die Blutbahn die Flöhe wirkungsvoll bekämpft und ausrottet.
Ob das für deinen Hund gut ist wage ich zu bezweifeln.

Hundehaftpflicht

(siehe Haftpflichtversicherung).

Hundehütten

müssen so aufgestellt werden, daß der Eingang windgeschützt ist und die Sommersonne nicht zu stark aufheizen kann.
Eine halbseitige Schutzwand im Innern verhindert, daß Regen und Schnee eindringen.
Die Hütte muß so groß sein, daß der Hund sich darin bewegen und aufrichten kann.
Das Dach soll wetterfest und vorn etwas vorstehend sein.
Die Wände und der Boden aus mehreren isolierten Schichten sollen auseinanderzunehmen und für Ungezieferbekämpfung leicht zugänglich sein.

Hundekuchen

Um 1860 von J. Spratt zum ersten Mal in England angebotenes Spezialnahrungsmittel für Hunde.
Sein Gehilfe war Charles Cruft.
Heute bestehen Hundekuchen aus Getreide und Fleischmehl mit Mineralstoffen und Vitaminen.
Sie sind gut haltbar, leicht verdaulich und haben einen hohen Nährwert.

Hundesalon

Viele Rassezuchtvereine haben feste Vorschriften für die äußere Erscheinung und die Pflege des Haarkleides.
Durch Scheren und Rupfen, durch Schur und Trimmen erhalten zum Beispiel der Pudel, der Sealyham Terrier, der Bedlington und viele andere erst ihr rassetypisches Erscheinungsbild.
Der Hundefreund wird wohltun, seinen Hund dem Fachmann im Hundesalon zur Schönheitspflege anzuvertrauen.
Gerade diese Arbeiten sollten nicht vom Laien vorgenommen werden

Hundesport

ein Dackel macht Hundesport VorschaubildHundesport dient dem Ziel, die Leistungen der Hunde und deren Gebrauchswert und ihre Schönheit zu steigern.
Sammelbegriff für die intensive Beschäftigung mit dem Hund wie Zucht, systematische Erziehung und Abrichtung, Besuch von Ausstellungen, Teilnahme an Rennen, Prüfungen und anderen kynologischen Veranstaltungen. Wurde Mitte des vorigen Jahrhunderts in England erfunden.
Etwa 1870 begann man bei uns mit der Gründung von Verbänden und Vereinen.

Hundesteuer

Hundesteuer Der Hund ist das einzige Heim und Haustier, für das man Steuer zahlen muß.
Städte und Länder führten diese Abgabe im ersten Drittel des vorigen Jahrhunderts ein, um die vermehrte Haltung von Hunden zu unterbinden.
Hundebesitzer sind verpflichtet, die Anschaffung ihres Hundes (auch des Welpen) innerhalb von 2 Wochen bei ihrer kommunalen Behörde anzumelden.
Mit dem Steuerbescheid erhalten sie eine Hundemarke, die das Tier außerhalb von Wohnung und Grundstück tragen muß.
Die Hundesteuer wird auf Grund der örtlichen Steuerverordnung bemessen.
Die Hebesätze sind unterschiedlich.

Vergünstigungen für Gebrauchshunde, z. B. Blindenhunde, werden gewährt.

Hundeseuche

Hundeseuche frühere Bezeichnung für Hundestaupe.
Nicht zu verwechseln mit der Stuttgarter Hundeseuche

Hüftgelenksdysplasie

Vererbbare Verformung der Hüftgelenke bei größeren Hunden, abgekürzt HD genannt.
Infolge starker Abflachung bewegt sich die Gelenkkugel der Hinterläufe lose in der Pfanne des Beckens.
Die Folge: ein- oder beidseitiges Hinken.
Es fällt dem Hund schwer, aus dem Sitzen aufzustehen.
Die Symptome können durch geeignete Behandlung gemildert, der Deformationsprozeß aufgehalten werden.
Heilbar ist die Krankheit nicht.
Gefährdete Rassen: Deutscher Schäferhund, Bernhardiner, Sennenhunde, Neufundländer, Mastinos, Rottweiler, Bobtail, Boxer, Deutsche Doggen, Labrador Retriever, Leonberger.
Es sind entweder schwere Hunde oder solche mit abfallender Rückenlinie (Schäferhund und Boxer).
Deshalb bei diesen Rassen auf HD-Freiheit achten.

Hundezucht

Sie unterliegt keiner speziellen rechtlichen Regelung.
Ein Züchter braucht keine besondere Ausbildung nachweisen, muß sich aber, wenn er dem Verband für das Deutsche Hundewesen und einem seiner angeschlossenen Vereine angehört, den Richtlinien des Verbandes und den Zuchtbestimmungen der Vereine unterwerfen.

Hybride

Anderes Wort für —> Blendling oder Bastard.

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Kynologische Fachbegriffe  –  Buchstabe I

Impfung

Gegen die gefährlichen Viruskrankheiten gibt es hochwirksame Impfstoffe.
Breits der Welpe wird (1 bis 2 Wochen nach dem Abstillen) mit einer kombinierten Impfung gegen Staupe, Hepatitis und Leptospirose schutzgeimpft.
Ob nach der Umwelt des Junghundes eine spätere Nachimpfung (10. bis 12. Monat) notwendig erscheint, muß der behandelnde Arzt entscheiden.
Impfreaktionen kommen nur gelegentlich vor.
Gute Züchter geben nur noch entwurmte und schutzgeimpfte Welpen ab.

Imponiergehabe

Begriff aus der Verhaltensforschung.
Bezeichnet vor allem mimische Ausdrucksformen des Hundes, mit der er Rangordnungsprobleme ohne Kampf zu regeln versucht.
Durch Körperhaltung, Fellsträuben, Ohrenstellen und Schwanzversteifen will der Hund größer erscheinen.
Durch Zähnefletschen und Knurren bietet er auch uns Menschen ein Bild der Gefährlichkeit.
Wobei die Betonung auf Bild liegt. Das Fixieren und Anstarren des Gegners gehören ebenfalls zum Imponieren.
Die Weisheit »ein Hund greift nie an, wenn man ihm starr ins Auge sieht« ist deshalb sehr falsch und kann den Angriff eines vorher friedfertigen Hundes provozieren.

Individualpotenz

Die Durchschlagskraft einzelner Hunde, bestimmte Eigenschaften auf ihre Nachkommenschaft zu vererben, beruht auf der diese Merkmale reinerbig (homozygot) enthaltenden Erbmasse.

Insektenstiche

Sind meist ungefährlich mit Ausnahme von Stichen in die Mundhöhle, die Atemnot verursachen können.
Dann muß der Hund zum Tierarzt.
Zum Tierarzt bitte auch, wenn nach Insektenstichen Reaktionen wie Fieber oder Kreislaufstörungen auftreten.

Intelligenz

ist zum Teil rassebedingt und umfaßt Klugheit, Anpassungsfähigkeit und Gelehrigkeit.
Durch ein gutes Verhältnis vom Herrn zum Hund kann die Intelligenz gefördert werden.

Internationaler Champion für Schönheit oder Arbeit

Siegertitel, die nach mehreren Anwartschaften in verschiedenen Ländern und unter verschiedenen Richtern mit festgelegten Zeitvorschriften von der FCI verliehen werden. Die genauen Bestimmungen sind von den Rassezuchtvereinen erarbeitet (siehe CACIB und CACIT).

Internationales Zuchtrecht

wurde innerhalb der FCI von den in Monaco 1934 beteiligten Landesorganisationen in 29 Artikeln festgelegt. Es hat heute noch entscheidende Bedeutung.

Inzest

Paarung blutsverwandterTiere (lat. incestus = Unzucht).

Inzestzucht

Paarung von Geschwistern, Elternteilen und Kindern, Großelternteile und Enkeln ist nach einer sorgfältigen Erbstudie bei Hunden gestattet.
Kommt bei Wildtieren häufig ohne nachteilige Folgen vor.

Inzucht

Paarung von stammverwandten Tieren, deren Erbanlagen dadurch verbessert werden können.
Beste Methode, die für bestimmte Merkmale homozygoten Zuchtstämme zu schaffen.
Paarung nahe verwandter Tiere, durch die zwar keine neuen Erbfehler entstehen (es kommen ja keine anderen Anlagen von fremden Tieren hinzu), aber Fehler, die im Erbgut vorhanden sind, sichtbar werden können.
Richtige Inzucht ermöglicht dem Züchter, seine Zuchtlinien rasch und gründlich von Fehlern zu reinigen.
Falsche Inzucht häuft die Fehler.

lsabel

isabellfarbene Hunde. Zum Beispiel der gelblichgraue Mops.

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Kynologische Fachbegriffe  –  Buchstabe J

Jagdhunde

Jagdhund mit Fasan

Jagdhund mit Fasan

Jagdhunde – es gibt 150 Rassen, die in Lauf-, Hetz-, Stöber-, Vorsteh-, Apportier- und Herdenhunde eingeteilt sind.

Jagdtrieb

Von den Wölfen übernommene, bei den einzelnen Rassen verschieden stark ausgeprägte Veranlagung des Hundes, aber wohl immer in Resten vorhanden.
Deshalb musst du in Jagdrevieren den Hund grundsätzlich an die Leine nehmen.

Juckreiz

Empfindung, die von sensiblen Nervenenden ausgeht.
Mögliches Anzeichen für mangelnde Pflege, häufiges Baden mit falschen Waschmitteln, Flöhe und Läuse, Herbstgrasmilben (im Sommerund Herbst), Ohrmilben, Zecken; Allergien, Ekzeme (an den Innenflächen der Schenkel oder auf dem Rücken sofort erkennbar)oder Nierenentzündung.

Jodtinktur

die stark desinfizierende, 10-prozentige alkoholische Jodlösung sollte in keiner Hundeapotheke fehlen (siehe Apotheke).

Junghund

Bezeichnung für den Hund nach der Welpenzeit bis zum Alter von 18 Monaten.

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Kynologische Fachbegriffe – Buchstabe K

Kamm

Für langhaarige Rassen erforderlich. Spitzen dürfen nicht scharf sein, damit die Haut nicht verletzt wird.

Karakul-Schur

Karakul-Schur – Modeschur des Pudels, an Karakul-Schafe erinnernd, heute sehr verbreitet und anerkannt.

Karpfenrücken

Karpfenrücken – in der Mitte hochgezogener Rücken — ist fehlerhaft.

Katzenpfoten

runde, geschlossene, gewölbte Pfote; wird von den meisten Rassehundeklubs verlangt.

Kauen

Der Hund verschlingt nach Wolfsart alles in großen Happen. Das Futter muß deshalb in kleinen Brocken oder Würfeln zubereitet werden. Regelmäßige Fütterung mit Latz Hundekuchen oder Biskuits stärkt das Gebiß (siehe Futtermittel, Knochenfutter).

Kauf

Ein Hundekauf sollte schriftlich fixiert werden. Nach den gesetzlichen Vorschriften §§ 459-480 BGB haftet der Verkäufer für alle erheblichen und verborgenen
Mängel und die zugesicherten Eigenschaften. Nach § 463 kann Wandlung, Minderung oder sogar Schadenersatz wegen Nichterfüllung verlangt werden. Die Rassezuchtvereine haben Musterverträge zur Hand. Hinzuziehung eines Fachmannes, vielleicht eines Zuchtwartes, beim Kauf ist anzuraten. Am besten ist es, den Hund persönlich beim Züchter auszusuchen und abzuholen.

Der zukünftige Hundebesitzer sollte sich vor dem Kauf darüber klar werden, welche Rasse zu seiner Häuslichkeit paßt. Die äußeren Umstände (Etagenwohnung in der Stadt, Gartengrundstück, Bauernhof,‘ Jagdrevier) und die berufsbedingten Verhältnisse sind zu berücksichtigen. Auch ob Rüde oder Hündin zu bevorzugen ist, muß überlegt werden, insbesondere im Hinblick auf Hunde in der Nachbarschaft.

Das eigene Temperament ist zu bedenken, denn jede Hunderasse hat ganz bestimmte, unveränderliche Wesensmerkmale. Die Temperamente von Herr und Hund können entweder übereinstimmen (Beispiel: beide sind lebhaft und bewegungsfreudig) oder gegensätzlich sein (Beispiel: Herr ruhig, Hund lebhaft). Professor Lorenz unterscheidet deshalb zwischen dem Resonanz-Hund (gleiches Temperament) und dem Komplimentärhund (gegensätzliches Temperament).

Grundsätzlich muß bedacht werden, daß verschiedene Hunderassen für spezielle Aufgaben gezüchtet werden. So gehören der Hannoversche Schweißhund, der Deutsche Jagdterrier, Griffon und Pointer in die Hände eines Jägers. Mag ein Irish-oder ein English Setter auch noch so schön aussehen, man muß berücksichtigen, daß es sich hier um vielseitig verwendbare Vorstehhunde handelt, die viel Bewegung brauchen und eigentlich in einem Stadthaushalt nicht gehalten werden sollten. Wanderlustige, die ihren Hund gerne mitnehmen, werden an einem Dalmatiner, einer Dogge oder einem Terrier viel‘ Freude haben. Ihnen ist zu einem Pekingesen oder Papillon nicht zu raten, denn die Kleinhunde fühlen sich auf engem Raum und in liebevoller Frauenhand am wohlsten. Die größeren Schutzhunde hingegen bedürfen einer tatkräftigen Hand. Sie müssen arbeiten und laufend geführt werden.

Kennel

(siehe Zwinger).

Kennzeichen

der Rassehunde sind in den amtlichen Standards jeder Rasse genau festgelegt, d.h. von dem Ursprungsland aufgestellt, von der FCI genehmigt und damit von den Vereinen der innerhalb der
FCI zusammengeschlossenen Länder anerkannt.

Kettenhund

Kettenhunde sollte es eigentlich im 20. Jahrhundert nicht, mehr geben. Den Bemühungen der Hunde- und Tierschutzvereine ist es zu verdanken, daß mehr und mehr auf Zwingerhaitung umgestellt wird. Wenn der Zwinger genügend groß ist (etwa 3×4 m für mittlere Rassen), eine wetterfeste Hütte mit ständig gewechselter Unterlage enthält und täglich gereinigt wird, dann kann ein Hund gesund bleiben, wenn er zusätzlich täglich einmal eine volle Stunde lang Auslauf hat. Haltung eines Hundes an der Kette ist ais Tierquälerei zu bezeichnen. Empfohlen wird neuerdings die Kettenhaltung an einem Laufseil, bei dem also die Kette an diesem Seil entlang gleitet und der Hund eine ziemlich große Bewegungsmöglichkeit hat (über den ganzen Hofplatz hinweg). Trotzdem muß der Hund auch dann einmal am Tag frei herumlaufen und herumschnüffeln können.

Kippohr

Stehohr, dessen obere Spitze nach vorn umkippt (Collie).

Klasseneinteilung

Klasseneinteilung – Bei Ausstellungen hat es sich in nunmehr hundert Jahre alter Tradition bewährt, das vorgestellte Hundematerial in verschiedenen Klassen zu erfassen und zu prämiieren. Die wichtigsten Klassen sind: Jugendklasse, offene Klasse, Gebrauchsklasse, Siegerklasse. Der Aussteller prüfe vor der Anmeldung genau, in welche Klasse er seinen Hund eintragen darf und kann.

Knochen

bilden das Gerüst des Hundes. Das Hundeskelett hat 256 Knochen, von denen 56 unpaarig sind. Welpen und Junghunden sind bei der Aufzucht ausreichende Kalkgaben, wie sie in Latz Eukynon oder Hundekuchen enthalten sincf, zuzufüttern.

Knochen füttern

1. Keine Röhren- oder Geflügelknochen füttern.

2. Für den Junghund wertvoll und unschädlich sind größere Kalbsknochen.

3. Alte Hunde bekommen von Knochen als Futterbeigabe erschwerten Stuhlgang.

Knochenbrühe

darf auf keinen Fall gewürzt sein.

Knopfohr

Nach vorn fallendes, kleines V-förmiges Ohr, dessen Spitze so fest anliegen soll, als ob es mit einem Druckknopf befestigt sei (Foxterrier).

Körbe

Aus Vollweiden geflochtene Lagerstätten für Hunde. Sie sollten so aufgestellt werden, daß der Hund ungestört am Familienleben teilhat und keine Zugluft bekommt.

Kohle (med. Tierkohle)

darf als gärungswidriges Mittel in keiner Hunde-Hausapotheke fehlen. Pulverisierte Tierkohle absorbiert Fäulnisgase und ist Desinfektionsmittel bei Gärungen, Gasansammlungen und Durchfall.

Kondition

kynologischer Fachausdruck. Bezeichnet die körperliche Verfassung bzw. den Fütte-rungs-, Pflege- und Leistungszustand zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Konstitution

ist mehr grundlegender, allgemeiner Art und umfaßt die Körperbeschaffenheit in Bezug auf Widerstandskraft gegen äußere Einflüsse, die auf die Leistungsfähigkeit hinweisen.
(Ein Hund hat beispielsweise eine mittelmäßige Konstitution, befindet sich aber gerade in bester Kondition!)

Kopf

Schädel des Hundes

Körpergröße

Körpergröße wird für die Rassen — zusammen mit dem Gewicht — von den Clubs im Standard mit einer Unter- und Obergrenze oder auch mit einem Mittelmaß angegeben und vorgeschrieben.
Zu stark variierende Hunde werden weniger gut bewertet und sogar von der Zucht ausgeschlossen.
Gemessen wird die Höhe mit Spezialmeßgeräten bei normalem Stand auf Bretterboden zwischen der Sohle, der Vorderpfote und dem Widerrist (Rand des Schulterblattknorpels).
Der Brustumfang wird durch ein Bandmaß unmittelbar hinter dem Schulterblatt an der umfangreichsten Stelle des Brustkorbes ermittelt.
Die Rumpflänge wird mit einer Querlatte vom Buggelenk (nicht Brustbeinspitze) bis zum Ende des Sitzbeinhöckers gemessen.
Mit dem angelegten Bandmaß erfaßt der Körmeister die Kopflänge von der Nasenspitze an über den Nasenrücken und die Stirn zwischen den Ohren bis zum Hinterhauptbeinhöcker

Körung

Körung – bei einzelnen Rassezuchtvereinen zur Auswahl von besonders geeigneten Zuchthunden, zur Förderung der Leistungs- und Schönheitszucht mit großer Gründlichkeit durchgeführt

Kotfressen

atavistische (s.d.) ererbte Gewohnheit. Häufigste Ursache ist eine Störung des ph-Wertes im Magensaft oder Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen.

Krämpfe

können viele Ursachen haben, die vom Laien nicht ohne weiteres zu beurteilen sind.
Tierarzt auf suchen.

Krallenpflege

Krallenpflege ist erforderlich.
Zu lange Nägel sind zu kürzen.
Einwachsen der Krallen ist gefährlich.
Einfetten und Feuchthalten verhindert, daß sie brüchig werden.

Krankheiten

Krankheiten  – Verändert sich der Hund plötzlich im Wesen und Verhalten, besteht Verdacht auf Krankheit.
Zunächst Temperatur messen.
ein Welpe beim Tierarzt VorschaubildWird erhöhte Temperatur festgestellt und bleiben die Veränderungen in Wesen und Verhalten, Tierarzt aufsuchen.
Man achte auf folgende Verdachtsmomente: triefende und glanzlose Augen, ständiger Durst, Erbrechen, mattes Fell, Geschwülste, stellenweise Haarverlust, Heißhunger, langandauerndes Husten, Kopfschütteln, Ohrenkratzen, Verkriechen, Würgen und vieles andere.
Die richtige Diagnose kann nur der Tierarzt stellen.
Man beobachte aber den Hund genau und schildere dem Arzt alle Veränderungen.
Siehe auch unter: Augenkatarrh, Blasenerkältung, Durchfall, Ekzeme, Gebärmutterentzündung, Hartballenkrankheit, Krämpfe, Lähmungen, Leptospirose, Nierenerkrankungen, Ohrenzwang, Staupe, Schnupfen, Tollwut, Vergiftungen, Verstopfung, Würmer, Wunden.

Kreuzung

Paarung von verschiedenen Hunderassen, um neue Rassen zu bilden, bestehende Rassen umzuformen, zu veredeln und Gebrauchs- oder Schönheitshunde zu erzeugen

Kruppe

Kruppe – Hinterteil des Hunderückens vom letzten Lendenwirbel bis zum Rutenansatz; gebildet vom Kreuzbein, den beiden Beckenbeinen und den bedeckenden Muskeln.
Die Kruppe ist gerade (horizontal) oder, je nach Rasse, mehr oder weniger abfallend.

Kryptorchismus

Kryptorchismus –  Spezialausdruck für das Zurückbleiben eines oder beider Hoden in der Bauchhöhle oder im Leistenkanal (siehe auch Anorchismus und Monorchismus).

Kupieren

Kupieren – das Kupieren der Ohren und Ruten wurde zu Recht verboten.

Kurzhaar

Kurzes, dichtes Fell ohne Unterwolle.

Kynologie

Kynologie –   Lehre (griechisch: Logos) vom Hund (griechisch: Kynos). Die erste kynologische Wochen-schrift erschien in Deutsch¬land (Leipzig) am 1.4.1876.

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Kynologische Fachbegriffe  – Buchstabe L

Lähmungen

Lähmungen können verschiedene Ursachen haben.
Immer droht Gefahr.
In jedem Fall den Tierarzt fragen.

Läufe

Beine des Hundes.

Läufigkeit

Läufigkeit – Hitze der Hündin, erwachter Geschlechtstrieb

Läuse

Läuse gedeihen bei schlecht er-nährten und gepflegten Tieren.
Durch den Juckreiz schuppt die Haut, das Haar fällt aus, und bei Verschlimmerung kann es zu einem Läuseekzem mit grindartigen Stellen auf der Haut kommen.

Langhaar

in mäßiger Länge (Setter) oder welliger, dichter Form (Neufundländer) oder dicht abstehend (Wolfsspitz).

Langköpfe

finden wir im Gegensatz zu den Rundköpfen bei Windhunden im Extrem und bei vielen mittelgroßen Hunden (Schäferhund).

Laut

Sprache des Hundes; aus innerer Erregung oder auf Befehl (Gib Laut!) ausgestoßen.
Bei einzelnen Jagd- und Wachhunderassen geschätzt.
Man unterscheidet Sichtlaut, wenn ein Hund einem Stück Wild bellend (mit lautem Hals) folgt, solange er es sieht.
Gibt der Hund dann noch Laut, wenn das Tier seinen Augen entschwunden ist, spricht man von Spurlaut.
Eine besondere Art des Lautgebens bei Jagdhunden ist das sog. Totverbellen; der Hund verbellt ein totes oder verletztes Stück Wild, das er im Gelände gefunden hat.
Totverbellen kann angeboren oder anerzogen sein.

Lawinenhund

Lawinenhund – Bekannt und berühmt ist der St.-Bernhards-Hund „Barry“, der in den Jahren 1800 bis 1812 vierzig Menschen das Leben gerettet hat. (Im natur-historischen Museum von Bern steht er ausgestopft in der Eingangshalle — ein Wahr-
Zeichen des treuen und nützlichen Begleiters des Menschen.)

Lederenden

entstehen durch Haarausfall an den äußeren Enden der Behänge (Hängeohren).
Einreibungen helfen.

Lefzen

Lefzen – sind die Lippen des Hundes. Man bezeichnet sie als „trocken“, wenn sie geschlossen anliegen, und „überfallend“, wenn die oberen über die unteren fallen.

Leinenführig

sollte der Junghund schon im 4. Lebensmonat werden, wobei er stets an der linken Seite des Herrn zu gehen und mit dem Kopf in Höhe des Knies zu bleiben hat

Leistungszeichen

Leistungszeichen – Nach bestandenen Gebrauchsprüfungen erworbene Nachweise (z.B. jagdliche. Vielseitigkeitsprüfung).
Die Bewertungen werden in die Ahnentafeln übernommen und berechtigen mitunter zur Aufnahme in die rasseeigenen Gebrauchsstammbücher.

Leptospirose

Leptospirose – Auch unter „Stuttgarter Hundeseuche bekannt.
Ihr wird durch die 3 fach Impfung vorgebeugt.
Im Erkrankungsfall zum Tierarzt gehen.

Linienzucht

Linienzucht – Paarung von Hunden aus einer Herkunftslinie, weil bei Ausscheidung des fremden Blutes die Durchschlagskraft erhöht wird.

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Kynologische Fachbegriffe  – Buchstabe M

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Magen

Verdauungssystem Hund

Grafik Hundemagen

Magen – Verdauungsorgan des Hundes

Mantel

bei zwei- oder mehrfarbenen Hunden die dunklere Rückenfärbung.
Ist diese kleiner, wird vom Sattel gesprochen.
Platten sind größere, voneinander getrennte Flecken, die bei Auflösung zu inselähnlichen Gebilden „Schecken“ heißen.

Maske

scharf abgegrenztes helleres oder dunkleres Farbfeld im Gesicht des Hundes (Mops).

Maulkorb

für bissige Hunde und für alle in Tollwutsperrbezirke ausgeführte Hunde notwendiger Beißkorb, der auch verschiedentlich bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel verlangt wird. Er muß gut sitzen, darf nicht reiben oder drücken und muß beißsicher sein. Bei Operationen wird ein Ledermaulkorb verwendet, der enger anliegt.

Medizin

Pulver wird in Flüssigkeit aufgelöst und mit Kinderlöffel in

Messen

(siehe Körpergröße).

Meute

1. Mindestens zwei Koppel mit je zwei Hunden (früher mindestens sieben Hunde).
2. Jagdhunde, die gemeinsam brackieren, das bedeutet Wild jagen.

Modeschur

(siehe Karakul-Schur).

Modifikation

umweltbedingte, nicht erbliche Variation.

Molossoider Hundetyp

Molossoider Hundetyp – massiver, stumpffängiger Rassetypus (Bordeaux-Dogge, Mastiff, Dt. Dogge, Engl. Bulldog usw.).

Monorchid

Rüde, der nur einen Hoden besitzt (Monorchismus).

Mundfäule

Mundfäule kommt beim Hund oft vor, weil Hundehalter nicht auf die notwendige Zahnpflege achten.

Mutation

neuauftretende Veränderungen der Erbfaktoren, die vererblich sind (züchterisch wurde diese z. B. bei Auftreten der Dackelbeine genutzt).

Mutterlinie

Mutterlinie – Systematische Züchtung aus einer bewährten Mutterhündin in geraden Generationsfolgen mit weiblichen Tieren.

Mutzschwanz

angeborene Stummelrute (Rottweiler).

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Kynologische Fachbegriffe  – Buchstabe N

Nachgeburt

Bei der Geburt werden neben dem Nabelstrang die Eihäuteund der Mutterkuchen ausgestoßen und meistens von der Mutterhündin aufgefressen

Nase

1. Form und Farbe der Nasenkuppe ist in den Standards der Rasseclubs vorgeschrieben.
2. Geruchssinn ist der Hauptsinn des Hundes. Er erlebt seine Umwelt mit der Nase.
Das unglaublich feine Differenzierungsvermögen ist experimentell genau ermittelt.

Nervosität

kommt leider auch beim Haushund vor.
Sobald Wesensschwäche vorliegt, sollte das Tier nicht zur Zucht verwendet werden.

Nickhaut

Nickhaut das dritte Augenlid — eine vertikale Falte der Lidbindehaut am inneren Augenwinkel mit dem Blinkknorpel.
Verdickung des dritten Augenlids und Entzündungen führen zu ständigem Tränenfluß (ist operativ zu beseitigen).

Nierenerkrankungen

werden durch falsche Fütterung und falsche Haltung verursacht.
Bei der Fütterung sind Gewürze oder salzreiche Kost die Hauptursachen.
Es ist darauf zu achten, daß der Hund zweimal am Tag ausgeführt wird, und zwar so lange, bis er sich gelöst hat. Nierenerkrankungen zeigen sich durch anormales Verhalten beim Urinieren und in Farbe und Beschaffenheit des Harns.
Tierarzt aufsuchen.

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Kynologische Fachbegriffe  – Buchstabe O

Ohnmacht

Bei Schwächeanfall Hund an frische Luft und Schatten bringen.
Kopf und Schläfen mit kaltem Wasser besprengen, Rumpf abreiben, Äther oder Hoffmannstropfen einatmen lassen.

Ohrenentzündung

ein Hund mit Ohrenentzündung beim Tierarzt

ein Hund mit Ohrenentzündung beim Tierarzt

Ohrenentzündung – Entzündung der äußeren Gehörgänge, kommt häufig vor und kann lange anhalten, wenn sie nicht beachtet wird.
Merkmale: Hund hält Kopf schief, schüttelt den Kopf, und versucht mit der Pfote in der Ohrmuschel zu kratzen

Ohrenformen

Behang, Kipp-, Klapp-, Knopf-, Rosen-, Schmetter¬lings-, Steh- und Tulpenohr.

Ohrenpflege

OhrenpflegeOhren reinigen beim Hund ist notwendig. Besonders bei langohrigen und langhaarigen Rassen.
Hervorstehende Härchen nicht entfernen, da guter Schutz.
Zu empfehlen ist, medizinische Oie einzuträufeln und die Ohrmuschel leicht zu massieren. Bei größeren Rassen werden die Ohren mit einem ölgetränkten Tuch gereinigt, das um den kleinen Finger gewickelt ist

Ortssinn

Erstaunliches und bisher nicht restlos erforschtes Vermögen des Hundes, über weite Entfernungen wieder heimzufinden.

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Kynologische Fachbegriffe  – Buchstabe P

Parasiten

Parasitenein Hund kratzt sich Vorschaubild sind tierische Schmarotzer in den verschiedensten Formen.

Außenschmarotzer:

  • Flöhe
  • Zecken
  • Räude-Milben
  • Haarlinge

Innenschmarotzer:

  • alle Bandwurmarten
  • die Coccidienarten
  • Spulwürmer
  • Trichinen

Parforce Dressur

Überholte Dressurart mit Anwendung von Zwangsmitteln (Stachelhalsband, Hunger, Schläge).

Parforcehunde

Sammelbegriff für die Rassen der lautjagenden Laufhunde, von denen es etwa 50 gibt.

Parforcejagd

Die Parforcejagd  ist eine nur noch in wenigen Ländern gepflegte Reitjagd mit Meuten auf flüchtiges Wild, wie Fuchs, Rothirsch usw.

Paßgang

Paßgang – Der beispielsweise dem Neufundländer eigene Gang. Die Vorder- und Hinterläufe einer Seite werden zusammen gleichzeitig vorwärts bewegt.
Die Bewegung verläuft etwa so: der linke Vorderlauf setzt mit dem Pfotenbalien auf; noch während dieser Aktion folgt der linke Hinterlauf. Da¬nach folgt eine scheinbare Pause. Nun geht der rechte Vorderlauf nach vorne und . mit ihm der rechte Hinterlauf (Beispiel Kamel).

Pfützenwasser

sollte der Hund nicht trinken.

Phänotyp

Phänotyp ist das äußeres Erscheinungsbild des Hundes.

Plaketten

werden in mehr oder weniger geschmackvollen Ausführungen den Hundeführern zur Erinnerung an hundesportliche Veranstaltungen oder als Ehrenpreis für verdiente Leistungen oder abgelegte Prüfungen ausgehändigt.

Polizeihunde

die vielseitigen für die Polizei, aber auch Wehr-, Grenz-, Zoll- und sonstigen Hilfsdienste ausgewählten Gebrauchshunderassen: wie
Airedale Terrier, Boxer, Dt. Schäferhund, Dobermann, Hovawart, Riesenschnauzer und Rottweiler.

In anderen Ländern ist die Zahl dieser anerkannten Rassen wesentlich umfangreicher. Seit der Jahrhundertwende bildet die Polizei Hunde aus. Diese Arbeit steht im Dienste der Ertüchtigung, Erziehung und Abführung der Hunde. Mit staatlicher, privater und sportlicher Unterstützung der Clubs wurden wissenschaftliche Untersuchungen auf breiter Basis durchgeführt, die wesentliche Erkenntnisse über das Wesen, die Instinkte, Triebe und Leistungsmöglichkeiten der Hunde erbrachten. In staatlichen Diensthundeschulen werden Tausende von Hunden jährlich zu tüchtigen, unbestechlichen Gefährten erzogen. Ein durch-dachtes, immer neu ausgefeiltes Prüfungssystem schließt die Laufbahn der Prüflinge ab. Die Aufgaben der Polizeihunde sind ungemein vielfältig.

Posthornrute

stark in Form des alten Postillionhornes, über den Rücken erhobene und gekrümmte Rute. Nicht gleich der gekrümmten, über eine Seite des Rückens gelegten Ringelrute der Spitze, Laiki’s usw.

Preis

Auszeichnung für Hunde, die an Ausstellungen, Prüfungen und Rennen erfolgreich teilgenommen haben. Es gibt u. a. Staats-, Zuchtgruppen-, Ehren-und Klassengeldpreise, Wanderpreise,ferner Diplome, Medaillen, Plaketten in Gold, Silber und Bronze.

Preisrichter

Schönheits- und Gebrauchsrichter, die auf Grund jahrelanger Erfahrungen zunächst von den zuständigen Spitzengremien zu Richteranwärtern ernannt und nach Ablegung der erforderlichen Anwartschaften, Abgabe der Richterberichte, Schulung usw. zum Richter ernannt werden. Es handelt sich hier um Ehrenämter, die den Ernannten hohe Pflichten auferlegen.

Profil

Seitenansicht eines Hundes, die bei den sogenannten Standardaufnahmen der Fotografen den Hund zur Geltung bringt. Der Hund soll den Kopf hoch halten, die Rute ruhig und die Gliedmaßen so steilen, daß jeweils die der Fotolinse zugewendeten Läufe auch die dahinter stehenden einwandfrei erkennen lassen.

Promenadenmischung

wird volkstümlich der Blendling bezeichnet

Prüfling

Hund, der einer Prüfung unterzogen wird.

Prüfung

Von hundesportlichen Organisationen eingerichtete, vorher ausgeschriebene und nach einer Prüfungsordnung ausgerichtete Veranstaltung mit dem Zweck, bestimmte Leistungen (oft in Verbindung mit der Form) zu ermitteln, zu prüfen und die erfolgreichen Hunde zu bewerten.

Prüfungsleiter

eine mit der verantwortlichen Durchführung der Prüfung beauftragte Persönlichkeit.

Prüfungsordnung

Zusammenfassung der Zulassungs- und Durchführungsbestimmungen. Es gibt eine fast unübersehbare Fülle von Gebrauchsprüfungen, die für junge, ältere und erfahrenere Hunde eingerichtet und auf festgelegte Fächer ausgerichtet sind. Der Wortlaut der Bestimmungen richtet sich nach den gefaßten Beschlüssen über die Durchführung. Er wird in gewissen Abständen überprüft und nach den gewonnenen Erfahrungen abgeändert oder ergänzt.
Jede Prüfung ist in einzelne Fächer eingeteilt. Für die Leistungen werden Zensuren gegeben. Einsprüche gegen ein Richterurteil sind meistens nur während der Veranstaltung möglich, danach in der Regel ausgeschlossen.

Pürsch

auch Pirsch genannt, ist das vorsichtige Vorwärtsgehen oder Anschleichen des Jägers im Jagdrevier. Der Hund folgt angeleint lautlos hinterher.

Puls

Der Herz- oder Aderschlag wird beim Hund am besten an der Oberschenkelader gemessen. Die Zahl der Pulsschläge schwankt je nach Ruhe, Aufregung oder Bewegung bei kleineren Tieren zwischen 80—120 in der Minute und bei größeren Hunden zwischen 60—80 Schlägen.

Punktsystem

Bei der Formbewertung nach der * Standardvorschrift werden bei einer Arbeitsprüfung die vorgestellten Hunde oft in der Gestalt, Behaarung, Farbe usw. nach Punkten gerichtet, die zusammen höchstens 100 Punkte ergeben können. Einzelne Körperteile, Haar und Farbe erhalten eine entsprechende Höchstzahl. Die Rassezuchtvereine geben jenen Teilen, die für Zucht und Aussehen besonders wichtig sind, erhöhte Punktzahlen.
Bei den Prüfungen gibt es für die einzelnen Fächer Fach-wert- und Leistungsziffern, die miteinander multipliziert werden und zusammengerechnet die festgelegten Gesamthöchstzahlen erreichen können. Sie bilden die Grundlage
für die zu erteilenden Preise (siehe auch unter Fehler, Rassefehler und Zucht).

Pupille

das runde Sehloch im Auge des Hundes, das von der Regenbogenhaut umgeben ist.

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Kynologische Fachbegriffe  – Buchstabe Q

Quarantäne

Quarantäne – Zahlreiche Länder — nicht Deutschland, Österreich, Schweiz und unsere westlichen Nachbarstaaten haben für eingeführte Hunde mehrmonatige Überwachung in Quarantänestationen (auf Kosten der Besitzer) angeordnet, um die Einschleppung ansteckender Krankheiten und Seuchen zu verhindern.

Querlage

Lage der Feten im Mutterleib, die den Geburtsgang erschwert oder gar stoppt.

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Kynologische Fachbegriffe  – Buchstabe R

Rachitis

Rachitis – Die Ursache der Mineralisationsstörung beruht entweder auf einem Mangel an Vitamin D oder auf einem Phosphormangel.
Das neugebildete Knochengewebe wird nicht mineralisiert.
Sie äußert sich in verändertem Knochenbau mit verdickten Gelenken, gebogenen Läufen, mißgestaltetem Gebiß und kann durch rohes Fleisch, rohe Milch, Eier und durch Beigaben von Kalk oder Lebertran behoben werden.
Aufenthalt in frischer Luft und Sonnenbestrahlung, insbesondere Höhensonne und Ultraviolettstrahlen, sowie vollwertiges und ausgewogenes Futter wirken vorbeugend.

Ramsnase

Der Nasenrücken zeigt zur Nasenkuppe hin eine leichte Wölbung nach oben.

Rasse

Gruppe von Einzeltieren innerhalb einer Art mit gemeinsamen, vererblichen Eigenschaften.
Hunderasse: Gruppe von Hunden, die sich durch den gemeinsamen Besitz bestimmter Eigenschaften und durch einheitliche äußere Erscheinung von ihren Artgenossen unterscheiden und diese Eigenschaften im allgemeinen auch auf ihre Nachkommen vererben.
Rassenausdruck körperlicher und wesensmäßiger, für eine Rasse typischer Ausdruck: Rassetyp.

Rassehund

zuchtbuchmäßig gezüchteter und in einem anerkannten Stammbuch eingetragener Hund.

Rassefehler

neben anatomischen, auch äußerliche Fehler, die für einzelne Rassen unerwünscht sind (Farbe der Augen, des Pigments, der Behaarung; Art der Behaarung, der Rutenhaltung usw.).

Rassenkunde

Lehre von der Herkunft, der Entwicklung, dem Aufbau und Wesen der Hunderassen.

Rassezuchtvereine

bestehen in Deutschland seit rund 100 Jahren und haben sich die Aufgabe gestellt, die Züchter und Freunde der Rasse zu sammeln, um gemeinsam die Zucht „ihrer“ Rasse zu fördern, sie zu ertüchtigen und vor einem Niedergang zu bewahren.
Aufgabe der Rasseclubs, die im Ursprungsland den Standard ihrer Rasse aufgestellt haben, ist es, über diese zu wachen und dafür zu wirken, daß die darin gegebenen Richtlinien auf der ganzen Welt beachtet werden.
Eine enge Fühlungnahme über die Grenzen der Länder der Welt hinweg wird diese Aufgabe fördern.

Rattenschwanz

zu dünne, zu lange und zu schwach behaarte Rute, die als fehlerhaft anzusehen ist.

Rattler

altertümliche Bezeichnung für die raubzeugscharfen Pinscher und Schnauzer (weil sie Ratten scharf verfolgen).
Raubtiere die Ordnung der Säugetiere (Carnivora).
Im engeren Sinn gehört der Canis familiaris, der Haushund, dazu.

Räude

Räude ist eine ansteckende Hauterkrankung.
Hund wird von Milben (Acarus foliculorum bzw. Sparcoptes scabiei) durch Übertragung von Hund zu Hund oder sonstige Zwischenträger befallen, wobei die Incubationszeit zwischen 2 bis 6 Wochen liegt.
Incubation=medizinischer Ausdruck für die Zeit, die zwischen erfolgter Ansteckung und auftretender Erkrankung liegt. Bekämpfung: durch Vorbeugung, d. h. Reinhaltung des Hundes, des Zwingers und der Lagerstätte.
Untersuchung auftretender Hautausschläge durch einen Tierarzt und Absperrung erkrankter Tiere, Desinfektion der von diesen benutzten Gegenstände (Hals-band, Leine, Futternapf usw.).
Behandlung: unter tierärztlicher Aufsicht durch Bäder, Einreibungen und kräftige Ernährung.

Rauflust

des Hundes kann neurotischer Natur sein, durch Oberschärfe bedingt oder durch falsche Aneiferung des Herrn gesteigert worden sein.
Energische Umerziehung des Raufboldes kann helfen.

Rauhhaar

Rauhhaar ist eine wünschenswerte Behaarungsart für Gebraudishunde, da wasserabstoßend und wärmehaltend.
Es gibt ein harsches, wie beim Griffon, ein drahtiges mit weniger Unterwolle, wie beim Dt. Drahthaar (Vorstehhund) und ein solches mit weicherer Unterwolle und einem weniger harten Deckhaar.

Reinzucht

Zielbewußte Rassehundezucht; meistens als Inzucht im weiteren Sinne.
Revier
1. Lebensraum des Hundes, das der Rüde durch ständiges Markieren kennzeichnet.
2. Revier des Jägers (Eigen-jagd oder Pachtrevier).

Richten

Beurteilen des Äußeren, des Wesens und der Leistungen der Rassehunde durch die dafür berufenen und anerkannten Richter

Richterliste

Namentliche Aufzählung der Zuchtgruppenrichter auf Ausstellungen : Allround- (für mehrere Rassen), der Spezial-(für eine Rasse), der Gruppen-(für eine Rassengruppe, z.B. Jagdhunde) und Sonder-Richter
für Formbeurteilung (Schönheits-Richter) oder Spezialrichter für das Gebrauchshundewesen.

Richterring

abgegrenzter Platz auf Ausstellungen, der nur vom Richter, dessen Schreibkraft, den Ordnern und den aufgerufenen Hundebesitzern mit deren gemeldeten Hunden betreten werden darf.
Die Hunde werden nach einer bestimmten Reihenfolge in den Ring gerufen, vorgeführt und bewertet.

Richterurteil

Es werden auf kynologischen Veranstaltungen für Formwerte die Noten Vorzüglich (V), Sehr gut (SG), Gut, Genügend und Ungenügend vergeben.
Das Urteil ist unanfechtbar.
Nur bei formalen Unrichtigkeiten kann unmittelbar nach Abschluß der Richtertätigkeit Einspruch bei der Ausstellungsleitung erhoben werden.

Riechfähigkeit

des Hundes ist dank der enormen Größe der Riechfläche der Hundenase außer-ordentlich intensiv.

Riechschleimhaut

Die Riechschleimhaut des Menschen hat eine Ausdehnung von rund 5 cm2, die des Hundes dagegen 160 cm2.
Dicke der Schleimhaut zwischen Nasen- und Siebbeinmuschel beim Menschen 0,006 cm und beim Jagdhund 0,1 cm.
Hundenase kann (nach Neuhaus) noch Mengen von 0,002 g Rindfleischpreß-Saft oder 0,005 g Hündinnenurin wahrnehmen.
Hund ist ferner in der Lage, kleinste Zeitunterschiede im Verlauf einer Duftspur festzustellen.

Riemen

lederne Hundeleine, als Fang- und Schweißriemen für den Jäger, als Führleine für den Gebrauchshundemann.

Riemenarbeit

Fährtenarbeit auf der Verbrecherspur oder der Wildfährte am langen Riemen, im Gegensatz zur Freisuche ohne Riemen.

Ringelrute

die Spitz- und Laikaartigen Hunde tragen ihre Rute aufgeringelt über den Rücken, bzw. auf eine Seite gelegt.

Risthöhe

die Widerristhöhe, also die Entfernung vom Ballengrund bis zum höchsten Punkt des oberen Randes des Schulterblattes.
Röhrenknochen dürfen grundsätzlich nicht verfüttert werden, weil sie zer-splittern und leicht Verlet-zungen verursachen können

Rosenohr

Rosenohr – Hundeohr (English Bulldog), dessen oberer Rand rückwärts und vornüber gebogen ist und dessen Rückseite so stark nach innen gefaltet ist, daß das Ohrläppchen oder das Innere der Ohrmuschel teilweise sichtbar ist.

Ruby

englische Bezeichnung für den weinroten Schlag der Toy Spaniels und der Cavalier King Charles Spaniels.

Rückbiß

 

Unterbiss

Rückbiss beim Hund

Rückbiß – Zurückstehender Unterkiefer. Die Vorderflächen der unteren Schneidezähne des Unterkiefers sind hinter den Rückseiten der oberen Schneidezähne

Rücken

obere Linie des Rumpfes, bestehend 1. aus dem Widerrist, 2. der mehr oder weniger markanten Rückendelle im Rist, 3. dem eigentlichen Rücken, 4. der anschließenden Lenden- und Nierengegend und 5. der Kruppe bis zum Rutenansatz.
Formen: lang, gerade, gewölbt, eingesenkt, stramm, straff, weich usw.
Fehler (nach den Standard-vorschriften unterschiedlich): unter anderem zu langer oder zu kurzer Rücken, Senkrücken oder ein stark gewölbter (Katzen-) oder hochgezogener (Karpfen-) Rücken.

Rückenhaar

wird zwischen Nacken und Rücken in der Widerristgegend bei Erregungszuständen oft wie eine Bürste gesträubt.

Rückenhöhe

Widerristhöhe zwischen Boden und höchstem Punkt des Widerristes.

Rückkreuzung

Bezeichnung für die Kreuzung eines Bastards, Blendlings oder Mischlings mit dem reinen Elternteil.

Rückschlag

Im Keimplasma sind Anlagen früherer Eigenschaften, die viele Generationen zurück-liegen können, erhalten.
Sie können unverhofft wieder auftreten.

Rüde

männlicher Hund. Bezeichnung wurde im Mittelalter als Sammelbegriff für große, starke Hunde gleich welchen Geschlechts angewendet, z. B. Saurüde, Hatzrüde.
Erst in neuerer Zeit nicht nur für den Haushund, sondern auch für Wolf und Fuchs gewählt.

Rüdenwahl

Dem reinrassigen Rüden kommt in der Zucht eine wesentlich höhere Bedeutung zu, weil sein Aktionsradius umfangreicher als bei einem weiblichen Tier ist.
Während eine Mutterhündin nur einer begrenzten Welpenzahl das Leben geben kann, besteht theoretisch die Möglichkeit, daß der Rüde Hunderte von Nachkommen zeugen könnte.
Darum wird von den Klubleitungen und deren Richtern stets ein besonders scharfer Maßstab in der Beurteilung der Zuchtrüden anzulegen sein.
Der Züchter darf bei der Wahl nicht nur allein auf die äußere Erscheinung des Vaterhundes oder dessen Leistung achten, sondern muß sich zu überzeugen versuchen, ob er die gewünschten Eigenschaften auch seinen Kindern weitergibt.
Zuchtausschließende Fehler sind unter anderem alle Hodenfehler.
Zu warnen ist vor Deckhunden mit Gebiß- und Wesensfehlern.

Rüdenlinie

in gerader und ununterbrochener Folge auf die väterliche Abstammung aufgebaute Zuchtlinie.

Rumpf

bestehend aus Brust, Rücken, Bauch und Beckenpartie. We-sentliche Unterschiede bei den verschiedenen Rassen.

Rute

Schwanz des Hundes; nach der Form Haken-, Knopf-, Korkzieher-, Posthorn-, Rin-gel-, Säbel-, Sichel- und Stum-melrute oder Mutzschwanz.
Nach der Behaarung Aalrute, Bürsten-, Fahnen- und Otterrute; Rattenschwanz.
Nach einzelnen Rassevorschriften kön¬nen die 20 bis 23 Schwanz-wirbel kupiert werden. Rutenhaltung (siehe auch Gebärden) wird von einigen Clubs vorgeschrieben.

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Kynologische Fachbegriffe  – Buchstabe S

Säbelrute

unkupierte, säbelförmig ge-bogene, in Verlängerung der Rückenlinie angesetzte und je nach dem Erregungszustand oder Bewegungsgrad mehr oder weniger hoch getragene Rute (Beagle, Foxhound etc.).

Säugen

Milch geben durch Mutter-hündin.
In der Säugeperiode (Lactationsperiode) — die bei einzelnen Hündinnen bis zu einem Vierteljahr anhalten kann — ist die gute, zweckmäßige Ernährung sehr wesentlich.

Sanitätshunde

Sanitätshunde – Große, starke Hunde wurden schon im Krieg 1870/71 zum Absuchen des Kampfgeländes nach verborgen liegenden Soldaten versuchsweise eingesetzt.
Aber erst nach der Erzüchtung des Dt. Schäferhundes gelang es mit Hilfe ausgeklügelter Abrichtungsmethoden (planvolle Suche und Verweisen mit Bringsei) ausgezeichnete Finder zu erziehen.
Bekannt ist beispielsweise der Boxer Mathias geworden, dem im 1. Weltkrieg das Eiserne Kreuz verliehen wurde, weil er einer Unzahl von Soldaten durch seine hervorragende Sucharbeit das Leben gerettet hat.
Im Jahr 1895 wurde im Schloßgarten zu Neuwied die erste Sanitätshundeprüfung abgehalten.

Sattel

mittelgroßer, dunklerer Farbfleck auf dem Rücken; im Gegensatz zu dem größeren Mantel (siehe Mantel).

Sattelnase

nach unten gebogener Nasenrücken.

Schärfe

Man unterscheidet zwischen Mann- und Raubzeugschärfe.
Die Schärfe ist eine wichtige Wesensanlage des Gebrauchshundes, die triebhaft verankerte oder durch Erziehung verstärkte Bereitwilligkeit des Hundes, auf unvermutete Reize und offensichtlichen Angriff feindlich zu reagieren.
Nach Menzel hat die Schärfe nichts mit dem Mut zu tun.

Scham

Geschlechtsteil der Hündin.

Schecken

bei zwei- oder mehrfarbigem Haarkleid kleinere, inselartig abgegrenzte, andersartige Farbflecken.

Scheide

häutiger Schlauch, der am Gebärmutterhals beginnt und in der Scham der Hündin nach außen mündet.

Scheinträchtigkeit

Scheinträchtigkeit – eine jetzt mehr und mehr auftretende falsche Schwangerschaft, die bei nicht zur Paarung zugelassenen Hündinnen etwa zwei Monate nach der Brunst zur Schwellung der Zitzen und zur Sekretion einwandfreier Milch führen kann, so daß diese Hündinnen auch als Amme verwendet werden können.
Oft benehmen sich diese Tiere wie wirklich tragende Hündinnen.
Sie bauen ein Nest, fallen durch ihre Unruhe auf und verweigern die Nahrungsaufnahme.
Bei kühlenden Umschlägen und gesteigerter Bewegung flauen die Erscheinungen wieder ab.

Scheitel

höchste Erhebung des Schädeldaches.

Scheren

Scheren  des Hundes ist bei Erkrankung des Haarkleides oder der Haut zweckmäßig, sonst im allgemeinen zu verwerfen.
Die modischen Schurarten verlangen allerdings das Scheren an einzelnen Körperteilen.

Scherengebiß

Scherengebiss Hund

Ein Scherengebiss ist am häufigsten beim Hund

Ein Scherengebiß ist die bei den meisten Hunderassen erwünschte Form des Hundegebisses, bei dem die Kronen der oberen Schneidezähne ein wenig über die des Unterkiefers hinausgreifen.
Die Lippenflächen der unteren Schneidezähne berühren die Zungenflächen der oberen, und es ergibt sich vergleichsweise das Bild einer Schere.

Scheu

ist ein nerven- und wesensschwacher Hund.
Das äußert sich unter anderem in Hand¬oder Schußscheue, in verängstigtem Verhalten und ist eine unerwünschte Charaktereigenschaft.
Lichtscheue vorübergehender Natur kann auf Erkrankung hindeuten.

Schilddrüsenvergrößerung

Eine Schilddrüsenvergrößerung wird bei Hunden des öfteren beobachtet.
Sie kann vererbt, angeboren oder durch Umweltbedingungen (Wasser- und Bodenverhältnisse) oder auch durch falsche Haltung (beispielsweise Dauerdruck durch zu enge Halsbänder) verursacht sein.
Bei Störung des Allgemeinbefindens muß Tierarzt aufgesucht werden.

Schlaf

Schlafbedürfnis des Hundes ist im allgemeinen groß.
Schlafstellung wie bei seinen Ahnen, dem Wolf. Im Traumschlaf – noch nicht erforscht — gibt Hund oft durch Laute und Bewegungsreaktionen kund, daß irgendwelche Traumgebilde ihn im Schlaf erregen.

Schlag

Schlag – kynologischer Fachausdruck für eine Gruppe, Familie oder Zucht einzelner Hunde, die sich innerhalb ihrer Rasse durch gemeinsame Merkmale — wie Größe, Schwere, Farbe, Haarbeschaffenheit und so weiter, also äußerer —, aber auch wesensmäßiger Natur hervorheben: Die Dachshundfamilie zerfällt nicht nur in 9 verschiedene nach Haarart und Haarfarbe, sondern auch nach Größen aufgeteilte Schläge und innerhalb dieser noch in weitere differenzierte Unterschläge.
Die Deutschen Doggen und die King Charles Spaniels werden nach Farbschlägen unterteilt und zum Teil jede zuchtmäßige Vermischung derselben abgelehnt.

Schleppe

Schleppe nennt der Kynologe eine von Hand künstlich gelegte Übungsfährte.
Sie wird mit Hilfe eines, an einer Schnur gezogenen Stück Wildes (Feder-oder Haarwild) oder einer gespritzten oder getupften Schweißfährte hergestellt.
Der Hund hat damit die Möglichkeit, unter Anleitung und Kontrolle eines Führers seinen Suchwillen, die Spursicherheit und Fährtentreue usw. zu beweisen.
Bei der Reitjagd zieht der die Schleppe legende Vorreiter an einer langen Leine einen durchlässigen Korb aus Draht hinter sich her und läßt die darin befindlichen Duftstoffe auf den Boden einwirken.
Der Picör trifft so die Vorbereitungen für eine Schleppjagd, bei der die Meute vor dem Feld der Reiter die Schleppe anfällt und diese ausarbeitet.

Schlittenfahren

Hunde mit starkem Wurmbefall rutschen oft mit vorgezogenen Hinterläufen auf der Analgegend und geben so dem Afterjucken nach. Ferner bei Entzündung oder starker Füllung der Analdrüsen sollen diese durch den ausgeübten Druck entleert werden.

Schlund

zwischen Nasen- und Mundhöhle bildet der Schlund den Anfang der Speiseröhre.

Schlundlähmung

ist nicht nur eine typische Erscheinung der Tollwut, sondern kann auch eine selbständige Krankheitsform sein.

Schmerzempfindung

des Hundes ist unterschiedlich und richtet sich nach der einzelnen Körpergegend.
Manche Tiere sind ausgesprochen wehleidig, während hart veranlagte unempfindlicher zu sein scheinen.

Schmetterlingsnase

gefleckte Nasenkuppe.

Schnallen

Lösen des Hundes von der Leine.

Schnippe

schmaler, weißer Strich zwischen den Augen bis zur Stirn.
Blesse ist breiter und länger. (Zum Beispiel Dt. Bracke.)

Schnupfen

gelegentlich auftretende Erkältungserscheinung.
Gibt sich meist nach einigen Tagen von selbst.
Bei Nasenkatarrh schwerer Art Tierarzt aufsuchen.

Schnüren

parallel und schnurgerade hintereinander gesetzte Pfotenabdrücke, besonders im Schnee deutlich sichtbar.

Schnurrbart

den rauhaarigen Hunden eigener, stärkerer Haarwuchs an Kinnpartie (beispielsweise Schnauzer), der durch fachkundiges Trimmen und Scheren des Kopfes (Airedale Terrier) noch hervorgehoben wird.

Schnurrhaare

borstenförmige, lange Tasthaare des Hundes am Fang und Gesichtsteil.

Schoßhunde

abzulehnende Bezeichnung kleiner Hunde aus der ersten Zeit der kynologischen Arbeit.
Kleinsthunde können lebhafter und gesünder sein als manche größere Rasse.

Schußfestigkeit

Schußfestigkeit sollte von jedem gesunden und nervenfesten Hund verlangt werden können.
Er muß also möglichst unempfindlich gegenüber Knallen und Schüssen sein.
Langsames Gewöhnen an laute Geräusche ist beim Jagdhund erforderlich.
Zunächst in größerer Entfernung und später in der Nähe Knallerbsen werfen oder schießen.
Schußhitzig ist ein Hund, der nach einem abgefeuerten Schuß wild davon stürmt (fehlerhaftes Verhalten von Jagdhunden).

Schutzhund

Ein Schutzhund ist im weiteren Sinn ein Hund, der durch sein Verhalten und Vorgehen seinen Herrn beschützen kann.
Neben den Polizeihunden sind es viele größere und mittelgroße Hunderassen.

Schutzhundprüfungen

Schutzhundeprüfungen können von geeigneten, aus-gebildeten Hunden nach den geltenden Prüfungsbestimmungen abgelegt werden.
Eine systematische Erziehung auf den Übungsplätzen mit Scheintätern ist anzuraten.

Schutzhundrassen

(siehe Polizeihunde).

Schutzimpfungen

Schutzimpfungen gegen die wichtigsten Viruskrankheiten Staupe, Hepatitis und Leptospirose, die in einer Kombination gegeben werden, haben die besten Ergebnisse in der Hundezucht und -haltung gezeitigt.
Es kann mit Recht behauptet werden, daß mit den modernen Medikamenten diese Geißeln der Hundezucht beseitigt sind.

Schutztrieb

ist die vererbbare Veranlagung, auf jeden Angriff — nicht nur gegen sich selbst, sondern auch gegen den Meutegenossen Mensch oder Hund — mit einem Gegenangriff zu reagieren.

Schwanenhals

an den Schwan erinnernder zu langer dünner und gebogener Hundehals.
Ein sogenannter Hirschhals zeigt dagegen eine starke Wölbung im unteren Drittel des Halses und bedingt eine zu hohe Kopfhaltung.

Schwangerschaft

Stadium zwischen Befruchtung und Geburt mit mittlerer Dauer von 63 (von 59 bis 69) Tagen.

Schwanz

wird beim Hund als Rute bezeichnet.
Sie stellt das Gefühlsbarometer dar und kann unterschiedliche Formen haben (siehe Rute und Gebärden).

Schwanzspitze

besser Rutenspitze, wird oft bei Rassen mit langen, kurzbehaarten Ruten durch das lebhafte Anschlägen an harte Gegenstände verletzt.
Deswegen wurden schon im Mittelalter den Jagdhunden die Ruten kupiert.
Geschwürbildung ist gerade an der Rutenspitze insofern schwierig zu behandeln, weil der Hund die heftig juckende Stelle, die zudem noch gut zu erreichen ist, benagt und durch Belecken den Heilungsprozeß hemmt.
Hier hilft nur nach der antiseptischen Behandlung die Anlegung eines festen Verbandes.

Schweineschnauze

unerwünschte Fangform, bei der Unterkiefer wesentlich kürzer ist als der Oberkiefer.

Schweißarbeit

Schweißarbeit nach der waidmännischen Bezeichnung Schweiß = Wildblut.
Der Hund wird am langen Riemen auf einer natürlichen oder künstlichen Schweißfährte angesetzt und muß dieser folgen (ausarbeiten), bis er an das Ziel (das ausgelegte Stüde Wild) gelangt ist.
Gute Schweißhunde können nach entsprechender Einarbeitung diese Fährten noch nach einer 48- stündigen Stehdauer ausrbeiten (Sachsenwald-Prüfung).
Im Durchschnitt wird jedoch bei den Prüfungen ein mindestens dreistündiger Zwischenraum zwischen dem Legen der Schleppe und dem Ansetzen des Hundes verlangt.
In der Jagdpraxis wird vielfach nach den gegebenen Verhältnissen der Schweißhund vor einem Dickicht, in dem das angeschweißte Wild liegen könnte, von Riemen und Halsung gelöst, worauf er das Wild stellt und verbellt, damit der nachgeeilte Schütze den Fangschuß geben kann.

Schweißriemen

langer Lederriemen und Halsband, die für diese schwierige Arbeit aus der Praxis heraus speziell gearbeitet sind.

Seele

(des Hundes). Die altgriechischen Philosophen haben zunächst dem Tier eine Seele abgesprochen, dann glaubten Plutarch (40-120 n.Chr.) und Aristoteles (geb. 384 n.Chr.) an eine empfindende Tierseele.
Der spanische Arzt Gomes Pereipe und der französische Philosoph Descartes (16.Jahrh.) bezeichneten die Tiere als reine Maschinen.
In unseren Tagen spricht Werner Fischei von der Seele des Hundes: „In der Ganzheit der Seele eines Hundes läßt sich eine Grundschicht (der Triebe und rohen Grundaffekte) und ein Oberbau unterscheiden.
Dabei umfaßt dieser die höheren Wahrnehmungsvorgänge, die Regungen zur Feintönung der Grundaffekte und den Verstand.“

Seelenleben

des Hundes wird gerade in den letzten Jahren systematisch untersucht. J
ede Vermenschlichung oder die Beurteilung nach menschlichen Maßstäben ist falsch.

Sehen

Gesichtssinn steht dem überragenden Geruchssinn nach.
Im Gegensatz zum menschlichen Auge fehlt dem Hundeauge die Möglichkeit des plastischen Sehens und wohl auch die Schärfe. Dafür ermöglicht das durch die seitlichere Steilung gegebene größere Gesichtsfeld eine bessere Erfassung von Bewegungen.
B. Schmid hat als höchste Sehweite bei beweglichen Zielen eine Entfernung von 810 Metern ermittelt.
Aus der täglichen Erfahrung dürfte das Mittel bei 300 Metern liegen.

Seidenhaar

besitzt z. B. der Malteser.
Es ist lang, weich, glänzend und im Griff seidig.

Senkrücken

fehlerhafter, eingesenkter Rücken, der u. a. bei Mutterhündinnen vorkommt, die in zu jugendlichem Alter im Verlauf ihres Lebens zahlreiche Würfe ausgetragen haben.

Sensibilität

Empfindsamkeit und gesteigerte Empfindungsfähigkeit.

Sichelrute

vom Rutenansatz an sichelförmig gebogene Rute.

Sichtzeichen

Wichtiges Mittel bei der Erziehung des Hundes.
Beispielsweise Hand hochheben bedeutet „Halt“, Arm langsam senken heißt „Platz nehmen“.

Siegerprüfung

Prüfung für bereits hochbewertete Hunde.

Sitzen

(siehe Erziehung).

Sohlenballen

polsterartige, haarlose untere Pfotenpartie, in deren Mitte der herzförmige Sohlenballen liegt, und der mit den vier Zehenballen (nach vom angeordnet) zum Auftreten der Pfote dient.
Der an der Vorderpfote etwas höher gelegene, rundliche Carpalballen kommt nicht mehr zum Auftreten.
Verletzungen der Ballen müssen unverzüglich ausgeheilt werden.
Lederne Schuhe sind in Fachgeschäften erhältlich.

Sommerhaar

Während das Winterfell vor allem ein Wärmeschutz ist, dient das sich vom Frühjahr ab bildende Sommerhaar zur Wärmeregulierung und zum Schutz vor Sonnenstrahlen.
Farbe, Dichtigkeit und die Struktur können sich dabei verändern.

Sonnenstich

Hund mit Sonnenstich VorschaubildSonnenstich – Erkrankung des Gehirns und des verlängerten Rückenmarks, die durch die starke, lange Sonnenbestrahlung und Störungen in der Wärmeregulierung im Körper hervorgerufen werden kann.
Besonders gefährdet sind geschorene, lang- oder rauhhaarige Rassen.
Unterbringung in dunklem, kühlen Raum oder Schatten mit kalten Ganzwaschungen und Frottieren bringen Besserung.
Tierarzt Ist hinzuzuziehen.

Spaltnase

gespaltene Doppelnasenkuppe.

Spaziergänge

können mit dem Hund nicht zahlreich genug unternommen werden.
Bei zu langen Ausflügen sind jedoch ausreichende Ruhepausen einzulegen

Spieltrieb

Der Spieltrieb ist dem Junghund eigen und erlischt bei ausgewachsenen Hunden selbst im hohen Alter nicht.
Der Besitzer sollte ihn soviel wie möglich pflegen und auch welche Holzstücke – weder Steine noch verschluckbare Gummibälle – zur Verfügung stellen.

Sporen

falsche Bezeichnung für Afterkrallen

Springen

Gewandtheitsübung für Gebrauchshunde, die zu Sprüngen und Überklettern von meterhohen Planken führen.
Es zählt zu den Leistungsanforderungen der Schutz- und Polizeihunde.

Sprungbein

Fersenbein, größter Knochen der Fußwurzel.

Sprungbuch

sollte von jedem Deckrüdenbesitzer für die Eintragung der durchgeführten Deckakte mit Datum und den Personalien der Hündin geführt werden.

Sprunggelenk

Gelenkkomplex von 7 Knochen, dem als Verbindungs¬gelenk von Unterschenkel und Hintermittelfuß eine wichtige Funktion obliegt. Auf eine korrekte Stellung legen alle Rassezuchtvereine den allergrößten Wert.
Ein zu stark säbelbeinig gewinkeltes Sprunggelenk hindert die gewünschte kraftvolle Vorwärtsbewegung im gleichen Umfang wie ein zu steiles, zu wenig gewinkeltes Sprunggelenk.
Bei manchen Rassen, z. B. Chow Chow, wird im Standard auf ein steiles Sprunggelenk Wert gelegt.

Spulwürmer

(siehe Parasiten).

Spur

von Menschen hinterlassene sicht- und unsichtbare Fußabdrücke.
Der Jäger spricht von Spur nur bei Wildarten mit behaarten Sohlen und bezeichnet die Abdrücke von Schalen tragenden Wildarten als Fährte.
Bodenverletzung und Eigengeruch hinterlassen jenen Duft, dem der suchende Hund folgen muß.
Spurwille, Spursicherheit und -treue befähigen den ausgebildeten Hund zu außerordentlichen Leistungen (siehe auch unter Schweißarbeit).

Stachelhalsband

Ein Stachelhalsband wird leider immer noch von manchen Abrichtern verwendet.
Es handelt sich hier um Leder-oder Metallhalsbänder, an deren Innenseite mehr oder weniger spitze Stacheln angebracht sind, die bei starkem Ziehen des Hundes in die Halshaut gebohrt werden und den Hund zum Verhalten und Langsamgehen zwingen sollen (siehe Halsband).

Stamm

Der Tierstamm des Hundes zählt nach Haeckel zur ß. Klasse des XI. Stammes der Säugetiere.

Stammbaum

Ein Stammbaum ist nicht mit der Ahnentafel (Verzeichnis der direkten Vorfahren) zu verwechseln.
Der Stammbaum ist das Verzeichnis aller von einem Zuchttier oder Elternpaar abstammenden Nachkommen. Er ist je nach den Generationsfolgen mehr oder weniger verzweigt und umfangreich.

Standard

Standard – Als rassereine Hunde gelten nur die nach dem Standard der Rasse gezüchteten und in das zuständige Zuchtbuch eingetragenen Hunde.
Der Standard stellt die von dem verantwortlichen Club aufgestellte und von der FCI (siehe dort) genehmigte Beschreibung des Idealtypus der Rasse in allen bzw. den wich¬tigsten Teilen des Körpers, des Äußeren und vereinzelt auch des Wesens dar. Fehlerangaben deuten an, was an den Vertretern der Rasse unerwünscht ist und abgelehnt wird.

Staupe

Staupe–  schwere, in drei Stadien auftretende Viruserkrankung, der seit Jahrhunderten Tausende von jungen und alten Hunden zum Opfer fielen.
Es ist der Wissenschaft im letzten Jahrzehnt endlich gelungen, durch wirkungsvolle Schutzimpfungen dem Hund die erforderlichen Abwehrkräfte zu vermitteln.
Krankheits-Merkmale: Hunde sind apathisch, appetitlos und haben Fieber.
Dann treten Pusteln am Bauch auf.
Es kommt zu eitrigem Augenausfluß, zu Lungen- und Rippenfellentzündung.
In der nervösen Form schwere Krampfanfälle.
Bei geringstem Verdacht in jedem Falle Tierarzt rufen.

Staupegebiß

mangelhaftes Gebiß, das bei der Staupe-Erkrankung des Junghundes in den Monaten des Zahnwechsels durch schwere Störungen und Ent-wicklungshemmungen, Kalk- und Vitaminmangel entstand.
Für Zucht und Zuchtwahl heute bedeutungslos.

Stehlen

Stehlen unerwünschte Untugend des Hundes .

Stehohr

stets straff aufgerichtetes, nicht knickendes oder in der Spitze umgebogenes Ohr (siehe Tulpenohr).

Steril

  1.  keimfrei
  2. unfruchtbar.

Steuerermäßigung

Für anerkannte Rassehundezüchter mit mindestens zwei Zuchthündinnen und eingetragenem Zwingernamen gewähren manche Gemeinden Ermäßigung der Hundesteuer.
Ferner für Wachhunde, Blindenführhunde und andere (siehe Hundesteuer).

Steuerpfiicht

besteht bis auf wenige Ausnahmen für jeden Hundehalter, der seinen neu erworbenen Hund ohne besondere Aufforderung nach den örtlichen Bestimmungen unverzüglich anmelden muß, auch wenn es sich um einen zugelaufenen Hund handelt.

Stillzeit

ist bei der Hündin meistens nach 8 Wochen abgeschlossen.
Von der 3. Lebenswoche der Welpen an soll zugefüttert werden.
Während der Stillperiode ist die Hündin besonders gut zu füttern (siehe Fütterung).

Stockhaar

Stockhaar diese wohl ursprünglichste Behaarung des Hundes setzt sich aus kurzer, weicher Unterwolle und kürzeren oder etwas längeren, schwach gewellten oder schwach gekrümmten Grannenhaaren zusammen.
Die Grannen der kurzstockhaarigen können 3 bis 4 cm, die der langstockhaarigen Hunde 5-8 cm lang sein.

Stop

internationale Bezeichnung für den Stirnabsatz zwischen dem Nasenbein und dem Stirnabsatz.
Beim Pointer und Setter sehr markant, ebenfalls bei den molossoiden Rassetypen (siehe Fang).

Strafe

Genau wie das Lob und der Belohnungshappen gehört die Strafe zur Erziehung des Hundes.
Sie darf nur in unmittelbarem Zusammenhang mit der Missetat erfolgen.

Straßenverkehr

Jeder Hund muß verkehrssicher erzogen sein und ist bei Stadtverkehr an der Leine zu führen.
Für Schäden haftet der Hundehalter (siehe Haftpflichtversicherung).

Striegel

Ein Striegel gehört zur Haut- und Fellpflege ebenso wie Hundekamm und Hundebürste

Strupphaar

gemischtes Stock- und Wirrhaar (Affenpinscher).

Stubenreinheit

Stubenreinheit – Schon der Welpe muß frühzeitig zur Stubenreinheit erzogen werden.
Durch Hinausführen ins Freie, möglichst zu Stellen, die er oder andere Hunde schon benutzt haben.
Nach jeder Mahlzeit sollte der Hund unverzüglich ausgeführt werden.
Ein großer Fehler ist es, den Hund bei einem Versehen in der Wohnung mit der Schnauze in den eigenen Unrat zu stoßen, damit verdirbt man die hochempfindliche Hundenase und nimmt dem Welpen den natürlichen Abscheu vor dem eigenen Schmutz.
Selbstverständlich ist der Hund vor dem Schlafengehen noch einmal lange und gründlich auszuführen.

Stummelrute

oder Mutzschwanz sind mei¬stens angeboren (Rottweiler) oder kurz kupiert.

Stuttgarter Hundeseuche

(siehe Leptospirose).

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Kynologische Fachbegriffe  – Buchstabe T

Tan

englische Farbbezeichnung für Gelbbraun. Zum Beispiel beim Foxterrier und Toy Spaniel.

Temperatur

zwischen 37,5 bis 39 Grad ist beim Hund als normal zu bezeichnen. Fieber beginnt erst bei 39,2 Grad (siehe Fieber).

Telegonle

die irrige Meinung, daß ein Rassehund, der von einem Hund anderer Rasse oder einem Blendling gedeckt wurde, in der Zukunft keine rassereinen Nachkommen, mehr bringen kann.

Tierarzt

Tierarzt – approbierter Absolvent einer tierärztlichen Hochschule oder der veterinärmedizinischen Fakultät einer Universität; freiberuflich oder im öffentlichen Dienst tätig. Tierärzte sind die Helfer des Hundehalters bei Erkrankung ihrer 4 beinigen Gefährten. Bereits vor dem Kauf, auf jeden Fall danach, sollte der Hund vom Tierarzt untersucht werden.

Tierschutzgesetz

Im Tierschutzgesetz wird auch der Hund unter anderem vor Mißbrauch und Quälerei geschützt.

Tierschutzverein

Neben vielfältigen anderen Aufgaben leistet er für Hundefreunde durch die Errichtung und Erhaltung von Tierasylen unersetzliche Dienste. Er vermittelt auch zugelaufene Hunde an zuverlässige Personen.

Tollwut

bereits im Altertum bekannt. Auch heute ist es der Wissen¬schaft noch nicht gelungen, dieser Seuche Herr zu werden. Übertragung erfolgt durch Speichel, Biß usw. Inkubationszeit zwischen 20 bis 60 Tagen. Ablauf in verschiedenen Stadien: zunächst Scheu und Melancholie, später Erregungs- und Zerstörungszustände, Zerbeißen von allen möglichen Gegenständen, Herumirren in rasender Wut, Verweigerung der Nahrungsaufnahme, Lähmungserscheinungen, Depressionen. Tollwut endet stets mit dem Tod. Übertragung durch alle Säugetiere und Vögel; heute vor allem durch frei lebendes Wild, Ratten und Mäuse. Jeder Tollwutanfall ist anzeigepflichtig. Schutzimpfung hat bei Mensch und Hund Erfolg.

Tragtasche

hat sich für kleine Hunderassen bewährt. Erhältlich in Hundebedarfsgeschäften.

Tragzeit

(siehe Geburt).

Transport

Am bequemsten mit den industriell hergestellten, leichten, doch’handfesten Kisten, die von außen gut abschließbar sind und deren vergitterte Türöffnung ausreichende Luftversorgung garantiert. Hunde dürfen im Auto nie im hinteren Kofferraum mitgeführt werden, weil ausströmende Gase Vergiftungen oder dauernde Schädigung des Geruchsorgans verursachen können. Vorsicht auch mit Hunden am offenen Wagenfenster; das Hundeauge ist gegen Fahrtwind sehr empfindlich.

Traumleben

Die zu beobachtenden Bewegungen und Laute, die ein Hund im Schlaf zeigt, deuten wohl auf Träume hin. Es ist jedoch nicht restlos geklärt, ob der Hund „freie Vorstellungen zu bilden vermag“ (Baege).

Triebleben

des Hundes außerordentlich ausgeprägt. Sein Leben wird von den Trieben mancherlei Art geleitet: Selbst- und Art-erhaltungstrieb, Ernährungstrieb, Jagd-, Stöber-, Spur-, Beute- und Bringtrieb. Er¬gänzt werden diese durch den Bewegungs-, Flucht- und Verteidigungstrieb. Für die Arterhaltung sind der Fortpflanzungs-, der Pflege- und der Muttertrieb wichtig. Aus dem Wach- und Hütetrieb er-gibt sich der Schutztrieb. Bei der Erziehung Triebe und Triebhandlungen ausnützen.

Trimmen

Trimmen – rupfen des Felles rauhhaariger Rassen mit Spezialgeräten:

Wodurch bei einigen lediglich das abgestorbene Haar (Unterwolle und Deckhaar) entfernt wird. Bei anderen Rassen wird das von den Vereinen vorgeschriebene äußere Bild (Sealyham Terrier) durch haarkünstlerische Arbeiten hergestellt und der Mode entsprechend (Pudel) gerupft und geputzt. Dies ist der eigentliche Sinn des englischen Wortes: to trim.

Trimmvorschriften

werden von den Rassezuchtklubs erlassen und sind dort zu erfragen.

Trocken

ist ein Hund mit eng anliegender Haut, ohne Fett- oder überflüssige Fleischablagerungen, unter der die Muskeln, Bänder und Knochen plastisch hervortreten (Grey¬hound).

Tulpenohr

Aufrecht getragenes Ohr mit abgerundeter Spitze; so wie es der Deutsche Schäferhund zeigen soll.

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Kynologische Fachbegriffe  – Buchstabe U

Überbaut

ist ein Hund, dessen obere Kruppenlinie über dem höchsten Punkt des Widerristes liegt.

Überbiß

Überbiß – falsche Bezeichnung für das Vorstehen des Unterkiefers, bei dem die Rückflächen der Schneidezähne vor den Vorderseiten der oberen Schneidezähne stehen. Richtig: Vorbiß .

Überschwängerung

(Superfecundatio) einer bereits gedeckten Hündin ist so lange möglich, als noch Eier entwickelt werden. Darum ist eine Hündin nach dem Deckakt bis zum Abklingen der Brunst ständig unter Aufsicht und in Gewahrsam zu nehmen.

Ungeziefer

(siehe Parasiten).

Unterbiß

Unterbiß falsche Bezeichnung für Hinterbiß oder Rückbiß

Unterwolle

Unterwolle die unter den äußeren härteren Deck- und Granenhaaren liegenden, weichen, wärmenden, anschmiegsamen Haare, die im Winterfell noch dichter sind.

Urinmarken

Der Rüde muß aus innerem Drang heraus alle markanten Punkte seines Wohnbereiches — leider verschiedentlich auch im Zimmer — in gewissen Abständen durch Urinieren kennzeichnen. Die später diese Stelle wahrnehmen¬
den Rüden lassen ebenfalls ihre „Visitenkarte“ dort. Durch Bestreuen der Markstellen mit stark riechenden chemi¬schen Mitteln kann vorüber¬gehend eine Verwitterung eintreten.

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Kynologische Fachbegriffe  – Buchstabe V

Verdauung

Verdauungssystem – Nach der Zerkleinerung und Einspeicherung gelangt das Futter in magen. Die Magensäfte verwandeln das Futter in einen Speisebrei. Mit Hilfe der Galle und Bauchspeicheldrüse wer-den die Verdauungsstoffe nach dem Durchlauf durch den Zwölffingerdarm im Dickdarm aufgesaugt und durch die Lymphdrüsen in die Blutbahn geführt. Als Durchgangszeiten sind bei einer Zusammensetzung von V2 Reis und V2 Rindfleisch 20 Stunden bis 4 Tage nach der Fütterung ermittelt (morgens). Bei der Abendfütterung des gleichen Futters beginnt die Entleerung bereits nach 14 Stunden und endet nach 2 Tagen. Demnach geht die Verdauung bei körperlicher Ruhe schneller vor sich. Flüssigkeit sollte zur Anregung der Verdauung vor der Mahlzeit oder drei Stunden nach dieser gegeben werden. Bei durchschnittlicher Flüssigkeitsaufnahme muß mindestens zweimalmal am Tag die Harnblase entleert werden.

Vererbung

eine erfolgversprechende systematische Rassezucht ist nur möglich, wenn sich der Züchter eingehend mit den Vererbungsgesetzen vertraut gemacht hat. Dabei muß er die Vererbungsmerkmale der Elterntiere kennen und das Zuchtziel der Rasse beachten. Eingehendes Studium der zahlreichen Literatur und Beratung mit Zuchtexperten ist erforderlich.

Vergiftungen

verlaufen in den meisten Fällen tödlich. Als erste Hilfe Leinsamenschleim geben. Er saugt auf. Bei Lähmungserscheinungen können Bohnenkaffee oder Russischer Tee zunächst helfen. Warmes Wasser oder ölige bzw. fettige Mittel sind unter allen Umständen zu meiden. In jedem Fall ist sofort der Tierarzt aufzusuchen!

Verhütung unerwünschter Schwangerschaft

Unerwünschter Nachwuchs kann einige Tage nach dem Deckakt vom Tierarzt durch Spritzen verhindert werden. Zwischen dem l.und 10.Tag, nachdem die Hündin mit einem Rüden zusammenkam, erhält sie eine Spritze. Danach kommt es erneut zur Hitze. Jetzt muß der Besitzer der Hündin besonders wachsam sein. Ein zweites Mal während einer Hitzeperiode kann der Tierarzt nicht helfen.
Beim Tierarzt und im Fachhandel sind Mittel erhältlich, die Hündinnen während der Hitzezeit vor Belästigungen und dadurch indirekt vor unerwünschter Schwangerschaft schützen sollen.

Verschlucken

von Fremdkörpern (Knochen, Knochensplitter, Hölzer, Strohhalme, Nägel u. a.) kann schwere innere Verletzungen verursachen. Da auch Erstickungsgefahr besteht, sofort Tierarzt aufsuchen.

Verstopfung

(siehe Abführmittel). Bei Neigung zu regelmäßiger Verstopfung empfiehlt sich fettige Nahrung.

Veterinär

(siehe Tierarzt).

Vorbiß

Vorbiß – Vorstehender Unterkiefer. Schneidezähne des Unterkiefers stehen vor der Vorderkante der oberen Schneidezähne. Bei manchen Rassen vorgeschrieben (Mops).

Vorderhand

die Vordergliedmaßen von der Schulter bis zum Pfotenballen.

Vorführen

das korrekte Führen des Hundes an kurzer Leine an der linken Seite des Herrn vor einem Richter.

Vorstehhund

die große Gruppe von Jagdhunden, denen das Stillstehen vor gefundenem Wild in freier Wildbahn angeboren oder anerzogen ist. Dazu zählen: Deutsch Draht-, Kurz-, Lang- und Stichelhaar, Griffon, Münsterländer, Pointer, Retriever, Setter und Weimaraner.

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Kynologische Fachbegriffe  – Buchstabe W

Waldarbeit

Schweißarbeit, Ablegen, Verlorensuche, Apportieren und zum Teil Stöbern und Buschieren sind einzelne Sparten der vielseitigen Arbeit des Waldgebrauchshundes.

Wamme

lockere Halshaut beim Bloodhound oder anderer Rassen.

Wasserarbeit

des Jagdhundes ist auf das Suchen und Bringen geschossenen oder verletzten Wildes begrenzt.
Große Gebrauchshunde — in erster Linie Neufundländer — sollen auch Menschen aus Meeresfluten retten.

Welpe

Welpe der junge Hund bis zum Einsetzen der zweiten Zahnung, die etwa mit dem zweiten Monat beginnt.

Wesen

Grundveranlagung, Wesen, Charakter der Rasse.
Jeder Hund besitzt eigene Merkmale, die durch Aufzucht, Haltung, Erziehung, gute und böse Erfahrungen geprägt
werden.
Umwelt und Alter wandeln diese Eigenarten.
So gibt sich ein Junghund anders als der ältere Hund.
Die Hündin ist oft weicher und anhänglicher als der Rüde.

Widerrist

der höchste Punkt der Rückenlinie beziehungsweise des Schulterblatts.
Wolfskralle
fälschliche Bezeichnung für Afterkralle

Würmer

(siehe Bandwürmer, Darmparasiten, Parasiten).

Wurf

Gesamtzahl der Welpen, die von der Hündin bei einem Wurfakt zur Welt gebracht werden.
Bei der Rassehundezucht muß jeder Wurf angemeldet und ins Zuchtbuch der jeweiligen Rasse eingetragen werden.

Wurfkette

ist ein Erziehungshilfsmittel

Wurfkiste

(siehe Geburt).

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Kynologische Fachbegriffe  – Buchstabe Z

Zahnen

Zahnen – etwa vom 4. bis 5. Monat an wechselt der Junghund das Milchgebiß und braucht Vitamin- und kalkreiche Ernährung.
Ganz besonders in den ersten Monaten seines Lebens ist er anfällig gegen Witterungseinflüsse und Krankheiten.
Dann besitzt er sein bleibendes Gebiß.

Zahnpflege

Zahnpflege ist eine unbedingte Notwendigkeit.
Nicht nur Futterreste und Zahnsteinansätze müssen stets entfernt werden.
Es ist auch darauf zu achten, daß dem Hund das Futter nicht zu heiß verabreicht wird und er sich beim Spielen mit Steinen nicht die Zähne beschädigt

Zecke

Zecke – Sie schnellt sich auf den Hundekörper, bohrt sich ein und saugt solange Blut, bis ihr Hinterleib ungefähr die Größe einer Erbse erreicht hat.
Dann läßt sie sich fallen.

Züchter

Nach dem internationalen Zuchtrecht ist diejenige Person als Züchter anzusehen, die am Tage des
Deckaktes Eigentümerin der Zuchthündin ist.

Zucht

baut auf den Gesetzen der Vererbung auf, wird durch die Erfahrung des Züchters wesentlich unterstützt und muß auch etwas vom Glück begünstigt sein.
Sie ist die zielbewußte Paarung ausgesuchter Elterntiere zu dem Zweck, deren Vorzüge in der Nachzucht zu erhalten, zusteigern und deren Mängel oder unerwünschte Eigenschaften nach Möglichkeit zu verdrängen.
Zuchtbuch

Zuchtgruppenwettstreit

besondere Bewertung auf Ausstellungen, bei der mindestens drei von einem Züchter selbst gezogene Hunde vorgeführt werden. Diese Hunde brauchen jedoch nicht mehr im Besitz des Züchters zu sein.

Zuchtrecht

Die FCI (Federation Cynolo- gique Internationale) hat im Jahre 1935 in Monaco die Richtlinien für ein internationales Zuchtrecht aufgestellt, die in großen Zügen auch heute noch gültig sind.

Zuchtwahl

Jeder Züchter von Rassehunden sollte die Wahl der Zuchttiere erst nach eingehenden Überlegungen und Beratungen vornehmen.

Zuchtwart

eine vom Rassezuchtverein beauftragte Persönlichkeit,die jeden Wurf zu besichtigen und vor der Eintragung ins Zuchtbuch abzunehmen hat.

Zwinger

1. Geräumiger, abgezäunter Freiauslauf mit Hundehütte.
2. Von dem zuständigen Rassezuchtverein anerkannte Zuchtstätte eines Züchters.
Für die Zuchtprodukte muß ein Zwingername beantragt und geschützt werden.
Zu empfehlen ist, den Zwingernamen international schützen zu lassen.
Im Ausland wird der Zwinger auch Kennel genannt.

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