Anämie beim Hund

Anämie beim Hund

Anämie (Blutarmut) beim Hund – Symptome, Ursachen und Behandlung

Sieben Methoden wie du die Anämie bei deinem Hund in den Griff bekommst

Hund mit Anämie

Betroffene Hunde schlafen viel

Dein Hund saust normalerweise wie ein Derwisch im Haus herum, doch in letzter Zeit ist er sogar zu träge, um sich zum Futternapf zu schleppen?

Das könnten Anzeichen dafür sein, dass dein Hund unter einer Anämie leidet.

Was ist Anämie?

Blut transportiert Sauerstoff

Blut transportiert Sauerstoff

Anämie ist ein Zustand, bei dem die roten Blutkörperchen nicht genug Sauerstoff transportieren, um den Hund mit Energie zu versorgen.

Anämie verdünnt das Blut des Hundes.

Mögliche Ursachen einer Anämie beim Hund

Es gibt zwei Arten von Anämie:

Eine Anämie wird oft ausgelöst durch innere oder äußere Blutungen.
Weitere Ursachen sind die vorzeitige Zerstörung gesunder roter Blutkörperchen (Hämolyse) und Hemmung ihrer Produktion im Knochenmark.

Weitere Ursachen einer Anämie sind Magen-Darm-Störungen wie Magengeschwüre, Stoffwechselstörungen wie Schilddrüsenunterfunktion, bestimmte Medikamente wie z.B. Paracetamol, Giftstoffe wie Warfarin u.a. oder Krebsarten wie Leukämie

Da die Anämie nur ein Anzeichen für ein tieferliegendes Problem ist, muß dein Hund unbedingt in tierärztliche Behandlung.

Was sind die Anzeichen für eine Blutarmut beim Hund?

Trotz schwerer Anämie sind die Symptome oft geringgradig

Deutlichere Symptome entstehen bei:

  • Stress
  • beim Unterschreiten eines kritischen Hkt-Bereichs von etwa 0,12–l/l
Lethargiescher Hund

Lethargie ist ein erstes Anzeichen.

Lethargie und Schwäche sind übliche erste Anzeichen.

Der Hund wirkt fast benommen.
In schweren Fällen hechelt er mehr als normal.
Das Zahnfleisch wird blass, der Puls beschleunigt.

Hund wird auf Herzgeräusche untersucht

Hund wird auf Herzgeräusche untersucht

Eine Anämie kann zu hörbaren Herzgeräuschen führen, die sich von den Geräuschen bei Herzkrankheiten unterscheiden.

Weitere mögliche Anzeichen für eine Anämie können sein:

  • Haut- und Krallenveränderungen
  • Verhaltensänderungen
  • gelegentlich Pica (Fressen von ungewöhnlichen Substanzen wie z. B. Erde, Kot)

Anämie durch Blutverlust

Die Hauptursachen der Anämie durch Blutverlust sind:

  • blutende Tumoren außerhalb des Gastrointestinaltrakts
  • Gebärmutterblutungen
  • starker Endoparasitenbefall (Hakenwürmer, Trichuris)
  • selten alleinige Ursachen sind Nieren-, Harnweg- oder Prostatablutungen.
  • häufige größere Blutentnahmen vor allem bei kleinen Rassen
  • Äußere Verletzungen (etwa durch eine Beißerei oder einen Unfall)

Diagnose

Äußere Blutungen infolge von Verletzungen sind einfach zu diagnostizieren.
Der Hund blutet.

Innere Blutungen können zu

  • Bluterbrechen
  • oder blutigem Durchfall führen.

Dabei kann der Kot durch älteres Blut auch pechschwarz sein.
Schwarzer Kot (Melaena) weist stark auf Blutungen im Magen oder Zwölffingerdarm hin.

Therapie

Zunächst muss der Blutverlust gestoppt werden, dann wird möglichst die Ursache beseitigt.

Bluttransfusion beim Hund

Bluttransfusion beim Hund

Bei Anämie durch schweren Blutverlust gibt man meist Bluttransfusionen oder Infusionen mit Blutersatz, weil oft kein kompatibles Hundeblut verfügbar ist.

Die Prognose ist gut, sobald die Ursache des Blutverlusts ausgeschaltet wird.

Anämie infolge von Parasitenbefall

Massiver Floh- oder Läusebefall beim Jungtier können zu einer Anämie führen.

Anämie infolge von Parasitenbefall lässt sich durch Prävention innerer und äußerer Parasiten vermeiden.

Vermeide jedoch unbedingt chemische Mittel gegen Parasiten.

Chemische Mittel sind Gift für den Hund

Chemische Mittel sind Gift für den Hund

Die Chemischen Mittel sind Gift für deinen Hund und können zu schweren Krankheiten führen.

Nutze deshalb nur natürliche Antiparasitika, wenn du deinen Hund liebst.

Zum Beispiel funktionieren natürliche Zeckenschutzmittel z.B. Kokosöl hervorragend und die Wirksamkeit ist wissenschaftlich erwiesen.

Bakterien

Bakterien im Hundeblut

Bakterien im Hundeblut

Einige Bakterien setzen Giftstoffe frei, die rote Blutkörperchen töten, was in schweren Fällen zur hämolytischen Anämie führt.

Durch Zecken übertragene Parasiten wie Babesia zerstören ebenfalls rote Blutkörperchen.

Auch angeborene Gendefekte können beim Welpen die Erkrankung auslösen.

Die häufigste Ursache ist jedoch ein irrtümlicher Angriff des Immunsystems auf die eigenen roten Blutkörperchen (immunvermittelte hämolytische Anämie).

Leider wird die Ursache hier von selten erkannt.

Alle Rassen sind betroffen, besonders:

In den 1990er Jahren entdeckten Forscher der Universität von Pennsylvania einen statistischen Zusammenhang zwischen der Krankheit und Impfungen.
Die Krankkheit tritt innerhalb vier Wochen nach Impfung häufiger auf als zu erwarten wäre.
Britische Forscher konnten diesen Zusammenhang aber nicht bestätigen.

Es gibt zwei Hauptarten:

Pyruvatkinasemangel

Der Pyruvatkinasemangel (PK), genauer Pyruvatkinase-Mangel der Erythrozyten oder Hämolytische Anämie durch Mangel der erythrozytären Pyruvatkinase ist eine seltene angeborene Störung der Glykolyse mit dem Hauptmerkmal einer hämolytischen Anämie.

Sie tritt bei einigen West Highland White Terriern, Basenjis und Beagles auf

Phosphofruktokinasemangel

Phosphofruktokinasemangel ist eine seltene Form der Glykogenspeicherkrankheit

Sie tritt meistens bei Amerikanischen Cockerspaniel und Englische Springerspaniel auf.

Diagnose

Die hämolytische Anämie ist schwerer zu diagnostizieren als Anämie durch Blutverlust.

Blutuntersuchung beim Hund

Blutuntersuchung beim Hund

Plötzliche hämolytische Anämie führt zur raschen Ansammlung von Abbauprodukten der roten Blutkörperchen (wie Bilirubin) im Blut, was Ikterus (gelbliche Färbung von Zahnfleisch und Bindehaut) hervorrufen kann.

Der Urin des Tiers wird eventuell, dunkelbraun.
Bei der Untersuchung zeigt sich eine manchmal eine stark vergrößerte Milz.
Leber und Lymphknoten sind ebenfalls vergrößert und es können Herzgeräusche vorliegen.

Mikroskopische Blutuntersuchung

Mikroskopische Blutuntersuchung

Im Blutbild sind die roten Blutkörperchen nicht ausreichend vorhanden.

Die mikroskopische Untersuchung zeigt, wie der Körper mit der Störung umgeht.

Untersuchung Blutbild Hund

Untersuchung Blutbild Hund

Weitere Bluttests weisen nach, ob die Krankheit immunvermittelt ist.

Dies ist eine sehr wichtige therapierelevante Information für den Tierarzt.

Therapie

Zunächst muss die Zerstörung der roten Blutkörperchen durch das Immunsystem verlangsamt werden.
Dies geschieht durch hoch dosierte Kortikosteroide und andere Immunsuppressiva.

Eine Bluttransfusion vor der Medikation kann die Krankheit sogar verschlimmern und ist daher umstritten.
Dabei wird meist Blutersatz anstatt Hundeblut aus Spenden gegeben.

Die Entfernung der Milz kann sinnvoll sein, wenn feststeht, dass sich das Zentrum der blutzellenschädigenden Aktivität darstellt.

Die Prognose der immunvermittelten hämolytischen Anämie ist schlecht.

Selbst bei rascher Diagnose, Therapie und scheinbarer Besserung sind Rückfälle sehr häufig, meist innerhalb von acht Wochen. Bis zu 50% der erkrankten Hunde erleiden Rückfälle, zum Teil mit tödlichem Ausgang.

Vorbeugung

Da die Ursachen der Erkrankung nicht völlig geklärt sind, gibt es derzeit keine wirksame Vorbeugung gegen diese Art der Anämie.

Bei besonders gefährdeten Rassen wie Cocker Spaniel empfiehlt es sich, bei der Routineuntersuchung den bisherigen Impferfolg, die örtliche Häufigkeit der Erkrankung und das Risiko dieser Anämieform und anderer immunvermittelter Krankheiten zu besprechen.

Übermäßiger Abbau der roten Blutkörperchen (Erythrozyten)

Rote Blutkörperchen

Rote Blutkörperchen

Rote Blutkörperchen haben beim Hund eine durchschnittliche Lebenszeit von 100 – 120 Tagen.

Ist die Lebenszeit der Erythrozyten verkürzt, bezeichnet man dies als Hämolyse.

Mögliche Ursachen sind:

  • Tumore
  • Befall mit Blutparasiten wie Anaplasmen, Babesien, Ehrlichien
  • Autoimmunerkrankungen
  • Toxine und Chemikalien (z.B. Rattengift)

Sieben Methoden wie du die Anämie bei deinem Hund in den Griff bekommst

Eisenpräparate

Bei einer Anämie fehlt es deinem Hund an Eisen.
Daher kann es Sinn machen, deinem Hund vorübergehend Eisen im Form eines Nahrungsergänzungsmittels zu zuführen.

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Fütterungstips bei Blutarmut

Um sich möglichst schnell von ihrer Anämie zu erholen, braucht dein Hund Hundefutter, das viel Eisen und Vitamin B enthalten.

Zum Beispiel gekochte Leber.
Gewöhnlich sollten etwa 60 Gramm Leber täglich ein bis zwei Wochen lang für einen kleinen Hund und das Doppelte für einen großen.

Nur hochwertige Hundefutter füttern

Hund mit gesundem Futter

Hochwertiges Futter ist wichtig

Eisenmangel im Futter führt gewöhnlich nur bei sehr jungen Tieren zur Anämie.

Doch um auch bei einem ausgewachsenen Hund auf Nummer Sicher zu gehen und damit dein Hund gesund bleibt, solltest du nur hochwertiges Hundefutter füttern.

Vermeide auf jeden Fall No- Name-Produkte aus dem Supermarkt, denn sie sind in der Regel von absolut minderer Qualität.

Außerdem solltest du es vermeiden Trockenfutter als Alleinfuttermittel zu verwenden.
Trockenfutter sollte generell nur zeitweise in Ausnahmefällen gefüttert werden.

Vitamine

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Dasselbe gilt für Vitamine, die bei manchen Formen von Anämie hilfreich sein können.
Vitaminpräparate, die neben Vitamin B auch Eisen enthalten sollten als Nahrungsergänzungsmittel gegeben werden.
Zerdrücke die Tabletten oder, wenn es Kapseln sind, öffnen Sie sie und mischen Sie das Pulver unter das Futter.

Ich kann dieses Multivitaminpräperat empfehlen.

Parasiten bekämpfen

Schon Welpen können von Flöhen attackiert werden oder sind schon bei der Geburt mit Hakenwürmern infiziert, die beide Blut saugen und eine Anämie verursachen.

Bei starkem Befall kann der Hund bis zu einem Drittel seines Blutes an die Schmarotzer verlieren.
Ihre Bekämpfung ist also von größter Wichtigkeit.
Manche Parasiten wie etwa Flöhe sind leicht zu bekämpfen, bei anderen muß der Tierarzt geeignete Maßnahmen ergreifen.

Medikamente als Ursache der Anämie

Medikamente

Medikamente als Ursache

Manche Medikamente können Blutungen im Verdauungstrakt auslösen, und andere bringen das Immunsystem dazu, gesunde Blutzellen anzugreifen, was natürlich die Sauerstoff-Transportfähigkeit des Blutes verringert.

Wenn dein Hund also einen trägen und lustlosen Eindruck macht, während er mit irgendwelchen Medikamenten behandelt wird, frage deinen Tierarzt, ob ein Zusammenhang denkbar ist.

Sorge für Ruhe

In der Bewegung erhöht sich der Sauerstoffbedarf des Körpers, der bei anämischen Hunden ohnehin nicht gedeckt wird.
Aus diesem Grund solltest du deinen Hund nicht zum Spielen anregen, solange er krank ist.

Wann muß der Hund zum Tierarzt?

Die Symptome mancher Formen der Anämie lassen sich mit Hausmitteln bekämpfen, doch der Auslöser der Krankheit muß vom Tierarzt behandelt werden.

Vermutest du das dein Hund an einer Anämie leidest solltest du auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen

Vorab kannst du dich auch telefonisch mit dem Online Tierarzt in Verbindung setzen. Das ist preisgünstig und erspart deinem Hund und dir Stress durch einen Tierarztbesuch.

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