Austrocknung

Hund trinkt Wasser

Austrocknung (Dehydration) beim Hund – Wege den Hund mit Wasser zu versorgen

Man sieht es zwar nicht, doch im Innern Ihres Hundes befinden sich Unmengen von Wasser, das gebraucht wird, um Ionen, Proteine und Nährstoffe durch den Körper zu befördern.
Der Flüssigkeitshaushalt des Körpers muß unter allen Umständen aufrechterhalten werden.
Deshalb ist eine Austrocknung ein Verlust von Körperflüssigkeit durch Erbrechen, Durchfall, Überhitzung oder zu wenig Trinkwasser sehr gefährlich.
Die Anzeichen dafür sind ein trockenes Maul, eingesunkene Augen, eine Verringerung der Elastizität in der Haut und vollkommene Erschöpfung.
Dieser Zustand muß unbedingt vom Tierarzt behandelt werden.

Wieviel Wasser benötigt ein Hund am Tag

Der Wasserbedarf eine Hundes hängt von der Fütterung und der Außentemperatur ab.
Hunde die Trockenfutter erhalten, müssen mehr trinken als Hunde die Nassfutter gefüttert bekommen.
Im Sommer müssen Hunde mehr trinken als im Winter

Ein gesunder Hund sollte etwa 50 ml Trinkwasser pro kg Körpergewicht trinken.
Das bedeutet ein 10 kg schwerer Hund, benötigt mindesten 1/2 Liter Wasser pro Tag

Die folgenden Tipps sollen helfen, eine Austrocknung von vornherein zu verhindern.

Für Wasser sorgen

Hund trinkt

ein Hund braucht immer Wasser

Hunde schwitzen kaum, sie haben nur einige wenige Schweißdrüsen zwischen den Zehen.
Doch sie verlieren viel Flüssigkeit über die ausgeatmete Luft.
Sorge dafür, daß Deinem Hund immer genug Wasser zur Verfügung steht.
Am besten stelle zwei oder mehr Wassernäpfe an verschiedenen Orten auf.

Nicht zuviel auf einmal

Wenn Dein Hund längere Zeit nichts zu trinken hatte und dann gleich eine große Schale Wasser austrinkt, kann es sein, daß er das Wasser sofort wieder erbricht und dabei noch mehr Flüssigkeit verliert.
Lasse deinen durstigen Hund nur eine kleine Menge trinken und nimm ihm dann das Wasser für einige Minuten weg.

Wasser auf Reisen

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Sorge dafür, daß Dein Hund Wasser hat, auch während Sie selbst nicht zuhause sind.
Auch auf Reisen darfst Du das Wasser nicht vergessen.
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Wann muß der Hund zum Tierarzt?

Zeichnung ausgetrockneter Hund

Die Hautfalte muss sich sofort wieder glätten

Durstige Hunde brauchen meistens nicht mehr als etwas Ruhe und so viel Wasser, wie sie möchten.
Wenn der Hund aber schon ausgetrocknet ist, können einige seiner Körperfunktionen versagen.
Um festzustellen, ob Dein Hund ausgetrocknet ist, ziehe eine Hautfalte an seinem Rücken hoch.
Wenn diese sich nach dem Loslassen sofort wieder glättet, ist alles in Ordnung.
Bleibt sie aber bestehen, ist der Hund ausgetrocknet und muß sofort zum Tierarzt.
Elektrolyte verabreichen.
Wenn Dein Hund austrocknet, verliert er gleichzeitig wichtige Elektrolyte, also Minerale wie Natrium und Kalium, die elektrische Impulse durch den Körper befördern.
Normales Trinkwasser ersetzt die meisten dieser Elektrolyte, doch ein ausgetrocknetes Tier erholt sich schneller, wenn Du ihm ein Elektrolytgetränk geben, wie es überall im Handel ist.

Versuche es mit Gatorade

Wenn Dein Hund nicht trinken will, kannst Du versuchen, ihn mit einem elektrolytreichen Sportgetränk wie Gatorade zu locken.
Vielleicht mag er den süßen Fruchtgeschmack.
Ekommt auf einen Versuch an.

Eiswürfel

Ein Hund, der lange Zeit kein Wasser hatte, wird unter Umständen Mühe haben, Wasser bei sich zu behalten.
In diesem Fall ist ein Eiswürfel eine hilfreiche Alternative.
Während er an dem Eis leckt, gelangt langsam wieder Flüssigkeit in seinen Körper.

Ins Maul schauen

Manchmal hören Hunde auf zu trinken, weil ihnen ein Fremdkörper im Maul steckt.
Schauen Deinem Hund ins Maul.
Wenn Du dort etwas findest, das Du nicht selbst entfernen kannst, bring den Hund zum Tierarzt.

Störungen im Wasserhaushalt

Die Wasserverluste können hoch sein bei

  • Appetitlosigkeit
  • Fieber
  • langanhaltendem Durchfall
  • bei chronischem Erbrechen
  • Niereninsuffizienz mit Natriumverlust
  • Diabetes.

Durch die starke Verminderung der Flüssigkeit kommt es zu einer Austrocknung des Körpers (Exsikkose).
Die Hautelastizität läßt nach, und der Blutdruck sinkt ab; es entsteht eine Kreislaufschwäche (Neigung zum Kollaps).
Als typisches Zeichen gilt, daß hochgezogene Hautfalten längere Zeit brauchen, bis sie wieder verstreichen (zur Prüfung des Hautturgors)
Bei Überschreitung einer gewissen Grenze der Wasserverarmung können die harnpflichtigen Stoffe nicht mehr ausgeschieden werden, so daß schließlich der Tod infolge einer Harnvergiftung eintritt
Bei bestimmten Erkrankungen kommt es zu einer Vermehrung der Körperflüssigkeit.
Eine solche krankhafte Ansammlung wird als Ödem (Wassersucht) bezeichnet.
Sie tritt in schweren Fällen als Bauchwassersucht und Lungenwassersucht auf.
Zu den Hauptursachen zählen Krankheiten des Herzens, der Lunge und der Niere.
Ein Ödem stellen auch die Anschwellungen

Hinweise:

  • Für die Aufrechterhaltung des Wasserhaushaltes sind ausreichende Mengen sauberen, temperierten Wassers (nicht unter 10°C) notwendig.
  • Hunde müssen ganztägig Zugang zum Wasser haben.
  • Bei Ernährung mit Trockenfutter und Softfutter (halbtrocken) besteht durch den geringen Wassergehalt ein hoher Bedarf an Trinkwasser. Bei der Verwendung solcher Futtermittel muß auf jeden Fall die entsprechend stark erhöhte Wassermenge zur Verfügung gestellt werden.Diese notwendige Flüssigkeitsmenge wird leider meist nicht ganz aufgenommen; hierin liegt eines der Probleme der Trockenfutter (Nierenbelastung).
  • Bei nachlassendem Hautturgor unbedingt sofort Tierarzt!

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