Entwicklung eines Welpen

neugeborener Welpe

Die 7 Entwicklungsphasen vom Welpen zum Erwachsenen Hund

Inhaltsverzeichnis

Die Entwicklung von Körper und Intellekt eines Hundes

Welpen sind wie menschliche Babys.

Sie erben viele Merkmale von ihren Eltern und besitzen darüber hinaus ein ungeheures Lern— und Entwicklungspotenzial.

Ob sie diese Möglichkeiten nutzen können, hängt von ihren Erfahrungen und ihrer Umgebung ab.

Video: Die Wachstumsphasen des Welpen

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Das natürliche Erbe ist ebenso wichtig wie die Erziehung.

Welpe auf einer WieseDas Aussehen der Welpen wird zwar durch Mutter und Vater vorherbestimmt, aber ihr Verhalten kann man während der ersten Wochen positiv oder negativ beeinflussen.

Wenn sie auf die Welt kommen, verfügen kleine Hunde bereits im Ansatz über die für ihre Art typischen Fertigkeiten, z. B. ihre Schnelligkeit, die sich mit der Zeit weiterentwickeln.

Nicht angeboren ist ihnen jedoch die Fähigkeit, mit ihren Artgenossen oder dem Menschen zu kommunizieren.

Welpen müssen genau wie wir erst »sprechen lernen«.

Welpe schautDas erfordert Zeit und Übung mithilfe anderer Hunde und auch Menschen.

Wenn diese Fähigkeit nicht gefordert wird, können Hunde zwar springen und laufen, aber nicht mit ihresgleichen interagieren oder mit Menschen kommunizieren.

Seit undenklichen Zeiten gibt es eine enge Beziehung zwischen Mensch und Hund.

Mensch und HundDas liegt vor allem daran, dass diese Tiere soziale Lebewesen sind, die aus ihren Erfahrungen lernen.

Sie wissen, wie sie sich gegenüber Vertretern ihrer eigenen Art verhalten müssen, um Konflikte in Grenzen zu halten und im Team zu arbeiten was für die Vorfahren des domestizierten Hundes bei der Jagd auf Nahrung von entscheidender Bedeutung war.

Sie binden sich an denjenigen, mit dem sie leben, und hängen an ihm, so wie wir an ihnen.

Sie finden heraus, was uns veranlasst, sie zu belohnen, und genauso, was nicht.

Welpe ist nicht stubenreinDabei müssen Welpen auch erst lernen, wie man lernt.

Die Forschung hat gezeigt, dass Hunde, die viele Anregungen und Gelegenheiten zum Lernen haben, Probleme des alltäglichen Lebens besser lösen und sich neue Fertigkeiten leichter aneignen.

Eine anspruchsvolle und faszinierende Aufgabe

Welpe und MutterEinen Welpen großzuziehen und für ihn zu sorgen mag anstrengend, spannend, lustig und manchmal auch ärgerlich sein.

Am wichtigsten ist jedoch, dass man ausreichend Zeit und Energie für die entscheidende Phase im Hundeleben reserviert.

Für die ersten zwölf Wochen, in denen das Verhalten Ihres Welpen für immer festgelegt wird.

Hündin säugt ihre WelpenEinen Großteil dieser Zeit verbringt er natürlich noch mit der Mutterhündin, den Wurfgeschwistern und dem Züchter.

Doch auch Sie können viel dazu beitragen, Ihrem Hund den Weg in ein harmonisches, glückliches und gesundes Leben zu ebenen.

Einen Welpen von Geburt an zu begleiten ist eine faszinierende Reise.

Hündin säugt Welpen

Hündin säugt Welpen

Jede Entwicklungsphase baut auf der vorhergehenden auf und ist zugleich in sich abgeschlossen.

Kleine Hunde, die erst ein paar Tage alt sind, haben noch Überlebensreflexe, die im Laufe der Zeit nachlassen und dann verschwinden, wenn die Tiere die Fähigkeit zu unabhängigen Handeln entwickeln.

Die Baby Zeit ist unglaublich schnell vorüber.
Ganz gleich, in welchem Entwicklungsstadium ihr Welpe sich befindet – freuen Sie sich!

Geburt und Entwicklungsphasen eines Hundes

Geburt und vegetative Phase eines Welpen – 1 Woche

Geburt eines Hundes

Geburt eines Hundes

Welpen werden normalerweise mit dem Kopf zuerst geboren.

Da sie noch von der Allantois (den Eihäuten) bedeckt sind, müssen sie erst saubergeleckt werden, um frei atmen zu können.

Durch die stimulierende Bewegung der mütterlichen Zunge werden sie zudem getrocknet und gewärmt.

Die neugeborenen Welpen sind blind und taub und daher völlig auf die Fürsorge der Mutter angewiesen.
Aber sie besitzen einen ausgeprägten Kriechreflex.

Welpen können schon bis zu drei Meter weit kriechen, um die Zitzen der Mutter zu erreichen.

Welpe neugeborenEine bemerkenswerte Leistung für einen winzigen Welpen, der im Vergleich zu vielen anderen Säugetieren bei der Geburt noch nicht sehr weit entwickelt ist.

Mithilfe von Wärme- und Geruchsrezeptoren (die sich in den Welpennasen befinden) nehmen die kleinen Wesen in diesem Entwicklungsstadium — der vegetativen Phase – die Körperwärme der Mutterhündin wahr und machen ihre Zitzen ausfindig.

Wie wichtig diese Rezeptoren sind, zeigt sich auch daran, dass die Nase des neugeborenen Welpen einen unverhältnismäßig großen Teil seines Gesichtes einnimmt.

Welpen können ihre Körpertemperatur erst im Alter von sieben bis zehn Tagen regulieren.

2 Wochen alte WelpenSie kuscheln sich aneinander und schmiegen sich eng an die Mutter, um Wärme zu bekommen.

Manchmal ist auch eine zusätzliche Wärmequelle, z. B. ein Heizstrahler, notwendig.

ln dieser Phase sind die Welpen noch nicht in der Lage, selbstständig zu urinieren oder Kot auszuscheiden.

Diese Funktionen werden erst in Gang gesetzt, wenn die Mutterhündin sie durch Lecken anregt.
Meist frisst sie dann die Ausscheidungen auf, um das Wurflager sauber zu halten.

In der vegetativen Phase geht es vor allem um Schlafen und Fressen.
Ein Wurf verbringt ungefähr 30 Prozent der Zeit damit, an den Zitzen zu trinken, ansonsten wird geschlafen.

Erste Laute

14 Tage alter WelpeNeben Körper und Gehirn entwickeln sich in dieser Zeit auch Verhaltensformen, die der Hund sein Leben lang beibehält.

Viele Welpen können schon nach einem Tag verschiedene Laute von sich geben, so zum Beispiel fiepen, winseln, grunzen und sogar heulen.

Diese alarmieren die Mutter, Falls ein Welpe sich zu weit entfernt, Schmerzen hat, in Not ist oder von einem anderen Welpen oder dem Muttertier eingequetscht wird.

Die meisten Welpen können nach einer Woche auch jaulen.

In dieser Frühphase ist es dem Muttertier fast unmöglich, die Schreie der Welpen zu ignorieren.
Wenn man ihnen eine Tonbandaufnahme von Lauten ihrer Welpen, auch aus einiger Entfernung vorspielt, verlassen die meisten Mutterhündinnen sogar ihr Lager und suchen nach dem bedürftigen Sprössling

Entwicklung und Pflege

Die ersten Tage nach der Geburt sind sowohl für die Welpen als auch für ihre Mutter heikel.

weisser neugeborener WelpeDie Welpen müssen unbedingt warm, sauber und trocken gehalten werden und einen ersten Kontakt mit den Menschen und der Welt um sie herum aufnehmen können.

Obwohl sie in den ersten zwei bis drei Wochen noch blind und taub sind, haben die Winzlinge schon einen ausgeprägten Geruchssinn und fühlen auch etwas.

Man kann sie sehr behutsam für kurze Zeit in die Hand nehmen, dabei untersuchen, ihr Gewicht kontrollieren und sie zugleich daran gewöhnen, berührt zu werden.
Das Gehirn Ihres Welpen ist erst dabei, sich zu entwickeln.

Man hat herausgefunden, dass Hunde, die von klein auf leichtem Stress ausgesetzt waren, später besser damit umgehen können.

Nimmt man einen Welpen vorsichtig hoch, entfernt ihn aus der Nähe seiner Mutter und hält ihn in der Hand, so ist das eine Art leichter Stress für ihn.
Wenn Sie das regelmäßig tun, wird Ihr junger Hund »immun« gegen Stress.

Neugeborene Welpen sind völlig auf die Fürsorge ihrer Mutter angewiesen.

Neugeborener Welpe schläftDie Kleinen verlieren sehr schnell an Körperwärme und sterben, wenn man nicht ständig auf sie achtet.

Falls die Hündin nicht in der Lage ist, für ihren Nachwuchs zu sorgen und ihn zu säugen, ist ein anderes Tier als Pflegemutter die beste Alternative.

Welpen großzuziehen bedeutet nämlich erheblich mehr, als sie nur zu füttern und sauber zu halten.
Die Prägung ihres Verhaltens beginnt schon sehr früh, und von einem anderen Hund lernen die Welpen auf jeden Fall am besten.

Wenn sich keine Pflegemutter- Hündin findet, kann man die Welpen auch von Hand aufziehen.

Dies setzt fundiertes Wissen über ihre Bedürfnisse voraus und die Bereitschaft, sie alle zwei Stunden,Tag und Nacht, zu futtern.
Die meisten Welpen haben schon bei der Geburt die vorderen Wolfskrallen (Hubertusklauen, Afterklauen), manche auch an den Hinterläufen.

Wolfskrallen sind eine nur in Ansätzen vorhandene Entsprechung zum menschlichen Daumen.

Einige Tierärzte empfehlen zwar die Entfernung eines Paares oder beider Paare dieser zusätzlichen Zehen, doch die meisten Hunde leben damit völlig problemlos.
Wenn die Klaue an jedem Zeh immer gut geschnitten wird, bleibt sie kaum irgendwo hängen.

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Die Übergangsphase (2.- 4. Woche)

In diesem Stadium macht Ihr Hundebaby große Fortschritte in punkto Körper- und Verhaltensentwicklung.
In der dritten Lebenswoche findet ein wichtiger neurologischer Prozess statt.
Die Ohren öffnen sich, die Augen können nun Licht und bewegliche Objekte wahrnehmen.
Zwar sind diese Sinne vor der fünften Woche noch nicht voll funktionsfähig, aber die Welpen können bereits laute Geräusche wahrnehmen (und dadurch erschreckt werden) sowie ihre Geschwister, ihre Mutter und uns Menschen sehen.

Video: Jack Russell Terrier Welpen – 2 Wochen alt

Erste Schritte, erste Zähne

Drei Wochen alte Welpen können rückwärts und vorwärts krabbeln und versuchen schon zu laufen.
In dieser Phase verlassen sie das familiäre Lager, um zu urinieren und Kot auszuscheiden.
Von nun an sind sie bei der Beseitigung ihrer Körperausscheidungen nicht mehr auf die Mutter angewiesen.

Mit vier Wochen beginnen die Welpen zu zahnen.

4 Wochen alte Welpen

4 Wochen alte Welpen

Wie Menschen haben sie zwei Gebisse.

Nach etwa 18 Wochen werden die Milchzähne durch bleibende Zähnen ersetzt.

Sobald sie das erste Gebiss bekommen, nehmen die Welpen Gegenstände in den Mund und experimentieren damit herum.
Nahrung, irgendwelche Gegenstände, ja sogar ihresgleichen oder Mutters Rute können dabei in die Welpenschnauze geraten.

Das Spielen nimmt nun einen großen Teil des Tages ein.

Welpe spieltMit dem Durchbrechen der Zähne beginnt der Entwöhnungsprozess.

Die Mutter begrenzt nun Häufigkeit und Dauer der Laktation.

Welpen in der Ubergangsphase kann man ab und zu schon Milch in einer Schale anbieten.

Entdeckungsreisen

Welpe auf EntdeckungstourNach drei bis vier Wochen beginnen die Welpen, sich wie Hunde zu benehmen.

Im Rausch ihrer zunehmenden Bewegungsfähigkeit rennen und springen sie umher (in der Regel aufeinander!).

Inzwischen können sie bellen, mit dem Schwanz wedeln und einander im Spiel beißen.

Das alles verlangt Übung, und deshalb wird das Spiel nun immer wichtiger.
Obwohl sie nach wie vor viel schlafen, verbringen die Welpen ihre wachen Stunden damit, bei der Mutter zu saugen (wenn diese es zulässt), aus einer Schale zu fressen (sie fangen an, feste Nahrung zu sich zu nehmen) und zu spielen.

In der Natur würden die Welpen nun aus ihrem ursprünglichen Lager in eine neue Umgebung überwechseln.

Welpe in seinem LagerDies würde verhindern, dass sie von Raubtieren gefunden werden, solange sie noch schutzlos sind.

Zum anderen wirkt solch ein Umzug geistig wie körperlich anregend.

Einige Haushunde haben sich diesen Instinkt bewahrt und versuchen, ihre Welpen in der Wohnung an einen anderen Platz zu bringen.

Erwachsene Hunde sind eigentlich nicht besonders geschickt beim Hochnehmen der Welpen.

Sie packen sie nicht hinten am Nacken (wie z. B. Katzen), sondern mitten am Rücken, wobei sie allerdings darauf achten, ihre Zähne nicht allzu kräftig einzusetzen.
Manche Mütter ziehen die Welpen sogar am Hinterlauf, anstatt sie hochzuheben, und sorgen so für einen recht holprigen Transport.
Dieses Verhalten räumt mit dem Mythos auf, dass Hunde ihre Welpen bestrafen, indem sie sie am Genick schütteln.
Das Hin- und Herschleudern eines Tieres bedeutet nicht, dass der Hund es züchtigen will.
Er will es töten, für einen Welpen eine höchst unangemessene Strafe.

Muttertiere bringen ihren Sprösslingen vielmehr durch Entwöhnung Gehorsam bei oder dadurch, dass sie sie schlicht ignorieren.

Bei einem sozialen Tier ist das eine sehr wirksame Bestrafung.
Auch Sie können diese Erziehungsmaßnahme anwenden, ohne befürchten zu müssen, dass Ihr Welpe Schaden leidet.

Spielerisches Lernen

Welpen lernen, indem sie ihre Mutter beobachten und nachahmen.

Wenn diese unruhig oder aggressiv ist, könnten die Welpen sich das abschauen.
Ist sie dagegen ruhig, freundlich und entspannt, sind es wahrscheinlich auch ihre Welpen.
Daran sollten Sie denken, wenn Sie sich Ihren EI und aussuchen.
Achten Sie darauf, ob die Mutter einen entspannten Eindruck macht, wenn Besucher ihre Jungen betrachten, anfassen und hochnehmen.

Welpen lernen viel, indem sie miteinander spielen und ihren Lebensraum erkunden.

niedliche WelpenGestalte einen kleinen Abenteuerpark mit Spielzeugen, Objekten zum Klettern und Darüber stolpern und unterschiedlichen Oberflächen, damit sich die Welpen daran gewöhnen, auf verschiedenen Bodentypen zu laufen.

Sie rutschen auf glatten Oberflächen oft noch aus, fallen von der niedrigsten Erhebung und purzeln beim Spiel übereinander.
Durch diese Erfahrungen wird das Selbstvertrauen gestärkt.

Junge Hunde, die nicht auf diese normale, natürliche Art herumtollen durften, wachsen zu gehemmten, ängstlichen Tieren heran.

liegender WelpeEiner der wichtigsten Aspekte in dieser Zeit ist die Berührung.

Die Welpen brauchen den Kontakt zu Menschen und zwar vielen, wenn aus ihnen ausgeglichene und selbstbewusste Hunde werden sollen.

Bedauerlicherweise führen viele Welpen ein ausgesprochen behütetes Leben und haben deshalb später Angst vor fremden Menschen.

In der häuslichen Umgebung sind die meisten kleinen Hunde automatisch vielen Geräuschen ausgesetzt.

Das ist auch gut so, denn dadurch verlieren sie die Angst vor unerwarteten oder ungewöhnlichen Geräuschen.
Ihr Welpe sollte menschliche Stimmen (auch in Radio oder Fernsehen) gewohnt sein.
Das Rauschen von Staubsaugern, klappernde Küchengeräte usw. helfen ihm, sich an sein neues Heim zu gewöhnen.

Die Prägungsphase (4. – 8. Woche)

Für den Aufbau von Beziehungen ist dies die wichtigste Phase.
In einer Untersuchung wurden Chihuahua- Welpen und Kätzchen (beide im Alter von vier bis acht Wochen) gemeinsam aufgezogen.
Die Welpen fühlten sich in der Gesellschaft von Katzen wohl, und wenn sie mit anderen Hunden zusammengebracht wurden, schienen sie ihre Artgenossen nicht einmal zu erkennen.

Video: Golden Retriever Welpen 4 Wochen alt

Was bedeutet das für die Aufzucht von Hunden?

Welpen müssen mit vielen verschiedenen Menschen zu tun haben, um eine soziale Bindung zu ihnen aufzubauen.
Außerdem müssen sie mit anderen Hunden spielen.

Entwöhnung

Welpe im SandDie Prägungsphase ist eine Zeit der rasanten körperlichen Entwicklung.

Die Welpen wachsen rasch, ihr Aussehen wird robuster und kräftiger.

Gesichtsausdruck und Haltung der Ohren verändern sich, und die Welpen nutzen sie zur Kommunikation mit den Wurfgeschwistern und der Mutterhündin.

In der vierten bis fünften Lebenswoche beginnt die Mutter mit der Entwöhnung.

Der Zeitpunkt hängt auch von der Rasse und der Größe des Wurfes ab.
Die Ernährung der Welpen erschöpft die Muttertiere, und viele machen nun schon einen erholungsbedürftigen Eindruck

Die Entwöhnung soll die Welpen dazu bringen, sich ihr Futter selbst zu suchen.

Ein erster Schritt ist das Auflecken flüssiger Nahrung aus einer Schale, eine ziemliche Schlabberei, bis die kleinen Hunde den Dreh heraus haben.
Wenig später nehmen sie auch feste Nahrung aus einer Schüssel.
Sie versuchen wirklich, sie zu fressen auch wenn es anfangs so aussieht, als spielten sie nur damit herum!

Der Entwöhnungprozess betrifft nicht nur die Ernährung.

Die Welpen lernen, dass die Milch der Mutter nicht jederzeit zur Verfügung steht.
Das ist ihre erste Lektion in Sachen Frustration und Selbstkontrolle.
Untersuchungen haben gezeigt, dass Welpen, die von ihrer Mutter und den Wurfgeschwistern fortgenommen wurden, bevor sie diese Erfahrung gemacht hatten, zu »schwierigen« Haustieren heran wachsen.

Unbegrenzte Lernfähigkeit

Man nimmt an, dass ein fünf Wochen alter Welpe bereits über die Hirnwellen eines ausgewachsenen Tieres verfügt.
Das bedeutet, seine Lernfähigkeit ist unbegrenzt, auch wenn seine Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit noch nicht voll entwickelt sind.
Er versteht also, wenn man ihn zum Fressen ruft, interagiert mit seinen Wurfgeschwistern und lernt von der Mutter.
In dieser Zeit saugt Ihr Welpe wie ein kleiner Schwamm alle Informationen auf, die ihm begegnen.

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Je mehr er jetzt lernt, desto besser!

Sein Gehirn arbeitet auch im Schlaf.
Etwa ab der fünften Lebenswoche können Sie beobachten, dass Ihr kleiner Hausgenosse träumt.
Was er träumt, wird allerdings für immer ein Geheimnis bleiben!
Die Welpen üben nun Verhaltensweisen, die sie als ausgewachsene Hunde brauchen.
Mit vier bis fünf Wochen knurren sie, jagen bewegliche Objekte, schütteln Gegenstände, als wollten sie sie »töten«, und treiben wilde Spiele.
Dabei lernen sie auch, ihre Bissstärke zu kontrollieren.

Welpen beiderlei Geschlechts zeigen in diesem Alter ein Aufreitverhalten, das weniger sexuell bedingt ist.
Eher handelt es sich um eine spielerisch eingenommene soziale Körperhaltung.

Der Züchter

Die meisten Welpen bleiben in den ersten sieben oder acht Wochen bei ihrer Mutter.
In dieser Zeit wird ihr Verhalten oft ausschließlich durch den Züchter geprägt.

Dabei sollten sich gerade jetzt möglichst viele Leute mit ihnen beschäftigen, damit sie sich an den Geruch und die Berührung durch Menschen gewöhnen.

Einige Züchter haben Angst vor der Ansteckungsgefahr durch Berührungen.
Doch im Vergleich zu den Problemen, die durch mangelnde Sozialisierung entstehen können, ist dieses Risiko minimal.
Wenn man die einfachsten hygienischen Grundlagen beachtet (vor und nach Berührung der Welpen Hände waschen), besteht keine Gefahr für die kleinen Hunde und sie können soziale Fähigkeiten entwickeln.

Welpen sollten soviel wie möglich erleben.

Unterschiedliche Bodentypen unter den Pfoten spüren, verschiedene Dinge sehen und soziale Erfahrungen sammeln.
Ein Wurf mit vier bis acht Wochen alten Welpen kann allerdings ein unglaubliches Durcheinander anrichten.
Deshalb ist es verständlich, dass mancher Züchter sie vorwiegend in einem Wurfzwinger oder Verschlag hält.
Andererseits sollten Welpen in diesem Alter aber sehr viel Platz haben und den Bereich des Wurflagers verlassen können, um sich zu lösen.

Ein Welpe, der seinem natürlichen Sauberkeitsinstinkt nicht folgen konnte, wird später nur mit vielen Problemen stubenrein.

Idealerweise sind Welpen in diesem Alter allen möglichen Umweltreizen ausgesetzt.
Eine kurze Fahrt im Auto z. B. kann dazugehören, auch die Begegnung mit geimpften, ausgewachsenen zutraulichen Hunden ist von großem Vorteil.
Das Wichtigste aber ist, sich einmal am Tag eine Weile mit jedem einzelnen Welpen zu beschäftigen, damit er sich an die Gesellschaft von Menschen gewöhnt und nicht nur auf seine Wurfgeschwister und die Mutter angewiesen ist.
Dies alles bereitet ihn auf sein neues Zuhause vor.

Essenszeit

Bei der gleichzeitigen Fütterung mehrerer Welpen entsteht ein herrlicher Kuddelmuddel.
Der Züchter muss aber unbedingt darauf achten, dass jeder Welpe seinen Anteil bekommt.
Individuelle Futternäpfe sind besser als ein großer Teller.
Sonst kommt es leicht zum Konkurrenzkampf zwischen den Welpen, und das führt später manchmal zu Futterneid verhalten.

Die Sozialisierungsphase (8. -12. Woche)

Der Welpe lernt den sozialen Umgang mit Menschen, Hunden und anderen Tieren

Neugier und Temperament

8 Wochen alter Welpe

8 Wochen alter Welpe

Mit sechs bis sieben Wochen sind Welpen meist vollständig entwöhnt und werden immer lebhafter und selbstständiger.

Ihre Gliedmaßen sind stämmig und setzen allmählich Muskeln an.

Die kleinen Hunde haben einen gesunden Appetit, und aus ihren Augen blitzt schalkhafte Neugier.
Stärke und Ausdauer müssen sich allerdings noch entwickeln.

Video: Beagle-Welpen 8 Wochen alt

In der Sozialisierungsphase können die zarten Gelenke zu stark belastet werden.

Deshalb sollten Welpen von weniger als neun Wochen nicht zuviel Auslauf haben.
Man sollte sie auch nicht zu oft Treppen hinaufklettern oder immer wieder auf den Hinterbeinen stehen lassen.

Welpen dieser Altersgruppe zeigen oft schon ein Sexual verhalten.

Einige Rüden suchen sich irgendwelche Gegenstände zum »Aufreiten« oder probieren es bei ihren oft peinlich berührten Haltern.
Am besten lenkt man den Welpen ab, indem man ihm etwas zum Kauen oder zum Spielen gibt.

Nur knabbern, nicht beißen!

Welpen im Alter von acht bis zwölf Wochen interessieren sich für alles. Wenn man nicht aufpasst, kann sie ihr Forscherdrang in Schwierigkeiten bringen.
Auch ihr Kaubedürfnis ist ein Risiko, wenn man es nicht auf geeignete Kauspielzeuge lenkt.
Mit ihren nadelspitzen scharfen Zähnen untersuchen sie Gegenstände und andere Lebewesen uns selbst eingeschlossen!

Dieses Beißverhalten ist völlig normal und sollte als wertvoller Teil der Erziehung betrachtet werden.

Der Welpe lernt nach und nach, wie fest er bei Lebewesen zubeißen darf, und entwickelt schließlich die soziale Beißhemmung.
Dieser wichtige Prozess beginnt in den spielerischen Balgereien mit den Wurfgeschwistern.
Danach können viele Welpen bis zum Abschluss der Impfungen mit zwölf bis 14 Wochen keine weiteren Erfahrungen mit anderen Hunden sammeln.
Dieser Nachteil sollte soweit wie möglich ausgeglichen werden.
Dabei können eine frühe Impfung und ein guter Welpenkurs helfen.

Das neue Zuhause

Wenn ein Welpe normalerweise zwischen der achten und zwölften Lebenswoche in sein neues Zuhause kommt, sind von nun an Frauchen und/oder Herrchen für seine weitere Sozialisierung und Entwicklung verantwortlich.

Im neuen Heim gibt es manchmal schon einen anderen Hund, was für die Verhaltensentwicklung der Welpen Vor- und Nachteile hat.

Welpe und alter HundDurch den älteren Hund fühlt sich Ihr Welpe zunächst sicherer und wohler, aber man weiß auch, dass viele Hunde, die sich Artgenossen gegenüber aggressiv verhalten, als »Zweithund« neben einem älteren Tier aufgewachsen sind.

Ein friedlicher älterer Hund reagiert bei einem Welpen oft mit Engelsgeduld auf wilde Spiele und Zergereien.

Er muss dem ausufernden Treiben des Neuankömmlings mit hundetypischen Strafen begegnen und darf nicht zulassen, dass der jüngere ihn dominiert.
Sonst meint der Welpe, dass sein Verhalten akzeptabel sei.
Wenn er sich dann »draußen« ähnlich tyrannisch aufführt, wird er vermutlich scharf gemaßregelt, was zur Angst vor fremden Hunden und später vielleicht auch aggressivem Verhalten führen kann.

Man kann es nicht oft genug betonen.

Acht bis zwölf’Wochen alte Hunde sollten in die Welt hinausgehen und möglichst vielen verschiedenen Menschen, Hunden und anderen Tieren begegnen.

Es dauert zu lange, wenn man bis zum Abschluss der Impfungen wartet.
Unternehmen Sie also zwischen der achten und zwölften Woche mit Ihrem Welpen soviel wie möglich.

Jugendphase (12. -18. Woche)

Jede Hunderasse ist anders

junger Hund

junger Hund

In dieser Zeit beginnt die »Jugend« der Welpen.

Wie weit Körper und Verhalten jetzt entwickelt sind, hängt von der Rasse und vom Einzeltier ab.

Kleinere Terrier z.B. entwickeln sich rasch und zeigen schon mit vier Monaten das Verhalten und die Körpermerkmale des ausgewachsenen Tieres.
Neufundländer dagegen sehen im gleichen Alter oft wie unreife Welpen aus und verhalten sich auch so.

Video: 16 Wochen alter Hund

Angeborene Angstinstinkte

Die meisten Welpen durch leben mit 12 bis 18 Wochen eine Phase der Furcht.

schwarz weisser WelpeBis dahin haben sie kaum Angst vor ihrer Umgebung, anderen Hunden oder Menschen, vor allem, wenn sie bis dahin gut sozialisiert wurden.

Doch nun furchten sich viele Welpen plötzlich vor Gegenständen oder Ereignissen, die sie am Tag zuvor noch völlig unbeeindruckt gelassen hatten!

Dieses Phänomen erklärt sich aus der Abstammung des Hundes.

In einem wilden Rudel bleibt ein Wurf Welpen mit ein oder zwei ausgewachsenen Tieren, die sie beschützen und beaufsichtigen, in der Nähe des Lagers, wenn der Rest des Rudels auf der Jagd ist.
Plötzlich gebärden sich die Welpen viel lebhafter.
Sie sind sehr selbstsicher und machen sich bei Spielen und Erkundungen eventuell sogar auf und davon.

Dann schützt sie die plötzliche Angst vor neuartigen Reizen oder Erfahrungen.

Vor einem Hund oder Tier, dem sie nie zuvor begegnet sind, laufen sie eher davon, als sich ihm zu nähern.
Diese Phase ist zwar völlig normal, aber sie kann Ihnen als frischgebackenen Welpeneltern große Sorgen bereiten, und sie erfordert eine entsprechende Reaktion, damit sich die Angst nicht festsetzt.
Wenn also Ihr Welpe vor irgendeinem fremden oder auch vertrauten Menschen, Hund, Gegenstand oder Umstand Angst hat, dann versuchen Sie, dieses Verhalten so weit wie möglich zu ignorieren.
Sie möchten Ihren Welpen vielleicht lieber streicheln und beruhigend auf ihn einreden, aber gerade das sollten Sie keinesfalls tun.
Der kleine Hund denkt womöglich, das er für seine Ängstlichkeit gelobt wird!

Warten Sie besser ab.

Wenn der Welpe merkt, dass niemand seine Furcht wahrnimmt, wird er wieder selbstsicherer.
Jetzt sollten Sie ihn loben und für mutiges Verhalten belohnen.

Der Zahnwechsel markiert das Ende der Welpenzeit.

Mit etwa 18 Wochen verliert Ihr Welpe die Milchzähne, und die bleibenden Zähne brechen durch.

Das Zahnen kann ähnlich wie beim Menschen Probleme verursachen z. B. wundes Zahnfleisch, Reizbarkeit und das Bedürfnis, den Mund durch Kauen zu beruhigen.
Kauspielzeuge können im Kühlschrank kalt gehalten werden.

Trennungsprobleme

JunghundEtwa ab der vierten Woche lernen Welpen, soziale Bindungen aufzubauen.

Nach ein oder zwei Wochen in Ihrer Familie hat der Welpe dann wahrscheinlich eine enge Bindung an Sie entwickelt.

Aus diesem Grund halten wir uns ja Hunde ihre Treue bewirkt, dass auch wir uns an sie binden.
Manchmal entwickeln Welpen jedoch eine übergroße Abhängigkeit von einem oder mehreren Mitgliedern des Haushaltes, was Probleme zur Folge haben kann z. B. die Trennungsangst eines Hundes, der nicht damit fertig wird, dass seine Bezugsperson nicht da ist.

Hunde mit Trennungsproblemen heulen, jaulen oder bellen, wenn man sie allein lässt.

Manchmal verlieren sie die Kontrolle über ihren Darm oder richten Zerstörungen an, indem sie Gegenstände,Türrahmen oder Möbel ankauen, zerkratzen oderzerfetzen.
Um solchen Problemen vorzubeugen, sollten Sie Ihrem Welpen beibringen, sich ruhig zu verhalten, wenn Sie ihn für kurze Zeit allein lassen.

Nur so kann er Unabhängigkeit entwickeln.

In dieser Phase sind die Welpen noch formbar und ganz darauf aus, uns zu-frieden zu stellen.
Deshalb muss der größte Teil ihrer Grundabrichtung vor der 18. Woche erfolgen.

Die Teenager Phase (5.-9. Monat)

Rasantes Wachstum

Je nach Rasse kann ein Welpe nach sieben Monaten 15- bis 40-mal soviel wiegen wie bei seiner Geburt.

Eine gewaltige Gewichtszunahme für eine so kurze Zeit.

Sein Futterbedarf war bisher vermutlich ähnlich groß wie seine Wachstumsgeschwindigkeit.
Von nun an pendelt sich die Nahrungsaufnahme ein, und der Welpe braucht nicht mehr so oft Futter.
Die vier oder fünf täglichen Mahlzeiten reduzieren sich nach sechs Monaten auf zwei.

Das andere Geschlecht wird attraktiv

Bei Weibchen wie bei Rüden ist dies die Zeit der deutlichen sexuellen Entwicklung.
Viele männliche Hunde fangen nun an, beim Urinieren ihr Bein zu heben.
Dieses Verhalten ist allerdings abhängig von der Rasse, der Reife des einzelnen Tieres und der Gelegenheit, einen älteren Rüden zu imitieren.
Manche Hündinnen versuchen, die Rüden nachzuahmen und urinieren in einer merkwürdigen Kombination aus Hockstellung und Bein anwinkeln.

Hündinnen werden in dieser Phase zum ersten Mal läufig (das ist die Zeit, in der die Hündin fortpflanzungsfähig ist und trächtig werden kann, wenn sie gedeckt wird)

Einige schon mit sieben, andere erst nach 14 Monaten.
Haushunde sind im Allgemeinen zweimal im Jahr läufig.
Für fast jede Hündin hat die erste Läufigkeit etwas Verwirrendes.
In den vorangehenden Tagen hat sie hormonbedingte Stimmungsschwankungen und wird manchmal von anderen Hunden belästigt, wenn sie beginnt, attraktiver zu riechen.
Es gibt verschiedene Anzeichen dafür, dass Ihre Hündin läufig wird.
Sie könnte sich z. B. häufiger putzen, und Sie stellen vielleicht fest, daß ihre Vulva leicht angeschwollen ist.
Viele Hündinnen urinieren häufiger, bevor sie läufig werden, und zwar in winzigen Mengen und über ein ausgedehntes Gebiet verteilt.

Der Tanz der Hormone

Wir haben es nun sozusagen mit jungen Teenagern zu tun.
Fünf bis neun Monate alte Hunde wirken oft besonders unbeholfen, schlaksig und tolpatschig.
Manche versuchen, sich wie ihre ausgewachsenen Artgenossen zu verhalten, bewegen sich aber noch sehr welpenhaft.
Viele Hunde-Teenager können einen ganz schön zur Verzweiflung bringen!

Vor allem Rüden werden von ihren Hormonen bestimmt.

Das Testosteron übernimmt die Herrschaft, und das Tier verhält sich vor allem anderen Hunden gegenüber übertrieben sexuell, rivalisierend oder sogar aggressiv.
Wenn die Hormone allzu sehr verrückt spielen, sollte man daran denken, den Hund vielleicht kastrieren zu lassen.

Noch einmal: gehorchen lernen

Manche jungen Hunde zeigen ein eher defensives Verhalten und haben Angst vor ausgewachsenen Hunden.
Dann ist eine zweite Sozialisierungsphase erforderlich.
Unglücklicherweise ist in dieser Zeit oft jede Erziehung scheinbar vergessen.
Es kann sehr langwierig und schwierig sein, im Park,Wald oder Hof einen ausgelassenen, heranwachsenden Hund dazu zu bringen, zu einem zurückzukommen.
Die Abrichtung erfordert in diesem Alter mehr Zeit und Anstrengung als bei einem Welpen.
Bleiben Sie ruhig und freundlich, auch wenn viel geübt und wiederholt werden muss.
Die meisten Schwierigkeiten gibt es erfahrungsgemäß beim Zurückrufen, Hochspringen und Zerren an der Leine, doch mit Geduld können sie alle bewältigt werden.

Zeit des Erwachsenwerdens (9. -12. Monat)

Statur, Kraft und Fell

Alaskan Malamute

Alaskan Malamute

Nach einem Jahr wiegt ein Hund bis zu 60-mal soviel wie bei seiner Geburt!

Er ist nun ausgewachsen und hat sein endgültiges Gewicht.

Je nach Rasse vergrößert sich vor allem bei Rüden später noch der Brustumfang, und der Kopf wird breiter.

Die Hunde haben jetzt ihre volle Körperkraft erreicht.

Die Ausbildung ihrer Muskeln wird von der Dauer und Art des Trainings bestimmt.
Im Alter von sieben oder acht Monaten wächst den Welpen ihr Erwachsenenfell, das normalerweise länger und fester ist als das flauschige Welpenfell und sich je nach Rasse und Felltyp zuerst als »Sattel« auf dem Rücken zeigt.

Insgesamt braucht das Erwachsenenfell bis zu einem Jahr, um sich herauszubilden, was sich auch auf die Färbung des Hundes auswirkt.

Das bleibende Gebiss ist vollständig und fest im Kiefer verankert.
Noch immer ist Kauen eine Notwendigkeit.
Unabhängig vom Alter kauen fast alle Hunde weiterhin gern auf einem Knochen oder einem Spielzeug herum.

Entspannt und ausgeglichen

Die Wirkung der Hormone lässt nach (vor allem bei kastrierten entspannt und ausgeglichen)
Nach der aufregenden Teenagerzeit werden die meisten Hunde allmählich ruhiger.
Die Wirkung der Hormone lässt nach (vor allem bei kastrierten Hunden), und die fortlaufende Abrichtung zeigt Ergebnisse.
Nach einem Jahr haben Sie nun einen ausgeglicheneren Hausgenossen, der eine Beziehung zur Familie aufgebaut und die tägliche Routine verstanden hat.

Es ist kein Zufall, dass viele Hunde im Tierheim gerade dieser Altersklasse angehören.

Wenn sie nicht abgerichtet und in den ersten Wochen ausreichend sozialisiert wurden, sind manche Tiere zwar mit einem Jahr im Vollbesitz ihrer Kräfte, wissen jedoch nicht, wie sie sich ihren Artgenossen oder Menschen gegenüber zu benehmen haben.
Intelligente und ausgelassene Hunde brauchen eine gute Führung, damit sie keine in der Regel destruktiven eigenen »Umgangsformen« entwickeln.

Der Charakter Ihres Hundes ist nun vollständig ausgebildet.

Obwohl der Hund nach wie vor von Erfahrungen und Ereignissen beeinflusst wird und sein Leben lang weiter lernt, sind seine Persönlichkeit und Grundhaltung festgelegt.
Das in der Welpenzeit entwickelte Verhalten hält sich oft hartnäckig.
Viele Leute sind enttäuscht, wenn ihr ausgewachsener Hund bestimmte unerwünschte Verhaltensweisen nicht ablegt.

Wie schon erwähnt, ist eine erneute Abrichtung möglich, aber wesentlich schwieriger als in der Welpenzeit.

Auch wir lernen ja mit fünf Jahren eine Fremdsprache leichter als mit fünfzig.
Genauso brauchen Hunde nach ihrem ersten Lebensjahr mehr Zeit und Geduld bei einer Abrichtung oder Resozialisierung.

Es gibt noch viel zu lernen!

In einem Hundeleben gehört die Phase nach der Welpenzeit in vieler Hinsicht zu den schönsten.
Die Beziehung zu Ihrem Hund ist gefestigt, Sie verstehen seine Bedürfnisse, Stimmungen und Äußerungen und er ist noch jung, enthusiastisch und lernbegierig.
Die Abrichtung sollte nun vertieft werden entweder in einer Übungsgruppe, oder, indem Sie Ihrem Hund daheim selbst Übungen oder Kunststücke beibringen.

Ein attraktiver Sport für Hund und Halter ist Agility.

Dabei muss der Hund verschiedene Hindernisse überwinden, z. B. durch einen Reifen und über Hürden springen, durch einen Tunnel laufen oder sich um Pfähle herumschlängeln.
Während sich der Hund so schnell wie möglich durch einen ganzen Parcours mit solchen Hindernissen arbeitet, wird er von seinem Besitzer angefeuert und aufgemuntert.
Agility ist für Hunde gedacht, die älter als ein Jahr sind, denn dazu gehört auch Hürdenspringen, was für die weichen Knochen und Muskeln eines Welpen schädlich sein kann.
Eine weitere Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Gehorsamstraining.
Die Hunde bewegen sich ohne Leine und kommen mit vielen anderen Hunden und Leuten in Kontakt.

Kunststücke einüben

Falls Sie Ihrem Hund bisher noch keine Kunststücke beigebracht haben, sollten Sie jetzt damit anfangen.
Für die meisten Hunde dieses Alters ist die mentale Anregung genau so wichtig wie die körperliche.
Die Kunststücke reichen vom simplen Pfotegeben auf Kommando bis hin zu so schwierigen Dingen wie die Waschmaschine füllen und ausleeren.
Hunde, die mit behinderten Menschen leben, lernen solche Arbeiten durch konstruktive und spielerische Methoden.

Warum also sollte Ihr Hund das nicht lernen können?

Ob er die Zeitung bringen, die Hausschuhe holen oder die Fernbedienung für den Fernseher suchen soll.
Grundlage dafür ist immer ein wirksamer Apportierbefehl, den viele einjährige Hunde bereits kennen.
Auch wenn Sie mit Ihrem Hund weder an Wettbewerben teilnehmen noch ihm die Erledigung bestimmter Aufgaben beibringen glauben Sie nicht, seine Sozialisierung sei abgeschlossen.
Jedes Tier, dem soziale Erfahrungen vorenthalten werden, verliert nach und nach seine Fähigkeit zu sozialer Interaktion mit seinesgleichen und mit den Menschen.
In den 14 oder 15 Jahren seines Lebens wird Ihr Hund möglicherweise unter verschiedenen Bedingungen (und eventuell auch mit verschiedenen Menschen) leben.
Vielleicht werden Kinder geboren, manchmal kommen auch neue Haustiere dazu.
Oder die gewohnte Sicherheit in Gestalt eines geliebten Halters oder eines vertrauten Territoriums geht verloren.

Bereiten Sie Ihren Hund auf solche Veränderungen vor, indem Sie dafür sorgen, dass er ein erfülltes Leben hat.

Als Gegenleistung wird er Ihnen Sicherheit,Treue und eine Kontinuität bieten, wie es sie in anderen Bereichen unseres Lebens kaum noch gibt.

Was ist ein Hund?

In der modernen Gesellschaft erfüllen Hunde viele Funktionen.

BlindenhundSie können einfach Begleiter sein oder als Polizeihund oder Blindenhund arbeiten.

Sie können auch als Helfer für Behinderte abgerichtet werden und dafür komplizierte Aufgaben wie das Füllen der Waschmaschine oder das Ein- und Ausschalten des Lichtes erlernen.

Andere Hunde sind sogar darauf abgerichtet, ihre Halter vor einem drohenden epileptischen Anfall zu warnen, so dass der Betroffene genug Zeit hat, vor Beginn des Anfalls einen sicheren Ort zu erreichen.
In vielen Ländern suchen Hunde nach Menschen, die in den Bergen oder nach Katastrophen vermisst werden.

Für Millionen von Hunden ist jedoch die bei weitem wichtigste Rolle die eines guten Haustieres.

Seit tausenden von Jahren begleitet der Hund den Menschen, geht mit ihm auf die Jagd, hütet seinen Besitz und ist sein treuer Kamerad.
In unserer schnelllebigen Zeit ist die Freundschaft eines Hundes, der in der Regel eine starke, lebenslange Bindung zu seinem Herrchen aufbaut, wichtiger als je zuvor.

Trotz dieser engen Bindung an den Menschen bleibt ein Hund ein Hund.

WolfWir dürfen nie vergessen, dass Hunde Raubtiere sind, die vom Wolf abstammen.

Tiere, die für die Jagd geschaffen sind und töten, um zu überleben.

Ihre Zähne zeugen von diesem Erbe.
Beinahe alle Rassen verfügen bis heute über große Eckzähne und erreichen beim Laufen beeindruckende Geschwindigkeiten.

Andere Merkmale wie die Ohrform oder die Länge des Fells haben sich vollständig gewandelt.
Die meisten Hunde versuchen nach wie vor, sich an ein Opfer heranzupirschen, zu jagen, zu beißen und zu »töten« — wenngleich auch nur im Spiel.

Welpen sind von Geburt an auf das Leben in der Wildnis und nicht in unseren Wohnungen vorbereitet.

Dass sie trotzdem zu Familienmitgliedern werden können, ist ein wunderbares Beispiel für ihre Anpassungsfähigkeit.
Sie sind wilde Tiere mit Instinkten und Trieben, die aber als domestiziertes Wesen eine enge Beziehung zum Menschen aufbauen.

Welpen bleiben nicht lange Welpen!

Vor allem im Vergleich zum Menschen wachsen und entwickeln sie sich unglaublich schnell.
Sobald Welpen mit etwa 18 bis 20 Wochen ihre Milchzähne verlieren, sind sie keine richtigen Welpen mehr.

Doch auch nach dieser Phase müssen Hunde noch viel wachsen und reifen.

Viele Rassen (vor allem die größeren) sind frühestens mit drei Jahren voll ausgewachsen, und ihre mentale Entwicklung mag sogar noch länger dauern.
Das Verhalten der meisten Hunde wird nach dem dritten oder vierten Lebensjahr ruhiger und besonnener, allerdings scheinen einzelne Vertreter nie richtig erwachsen zu werden.

Vielleicht ist dies aber gerade das Faszinierende an ihnen, denn wenn wir Spaß am welpenhaften Verhalten unseres Hundes haben, bewahren wir auch einige unserer kindlichen Züge!

Sozialisierung des Welpen

Welpe mit KükenWie man einen Welpen richtig sozialisiert

  • mit Menschen
  • mit anderen Tieren
  • Resozialisierung nach der sensiblen Phase

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