Boxer

Deutscher Boxer

Trotz seines grimmigen Gesichtsausdrucks ist der Boxer einer der liebenswertesten Hunde, die man sich denken kann.

Der Boxer ist eine deutsche Rasse, und zwar eine relativ junge.
1896 bildete sich der erste Boxerclub, der die neue Rasse aus der englischen Bulldogge züchtete.
Da diese auf den sagenhaften Brabanter Bullenbeißer zurückgeht, der wiederum mit den antiken Packerhunden verwandt ist, kann man eine direkte Linie ziehen von unserem heutigen Boxer zu den altrömischen Kampfhunden.
Von diesen hat er sein Draufgängertum geerbt.

Video: Boxer: Informationen zur Rasse

Wenn es darauf ankommt, stellt er sich unerschrocken zum Kampf und verteidigt seinen Herrn bis zur Selbstaufgabe.

Sein Kampfesmut hat den gelehrigen Hund zu einem beliebten Schutz- und Diensthund werden lassen.
Boxer sind kurzhaarige, gelbe, gelbbraune oder sandfarbene, mit linienhaften dunklen Zeichnungen versehene Hunde mit stämmigem, muskulösem Körper.

Wie sein Ahnherr, die englische Bulldogge, hat er eine breite, stumpfe Schnauze.

Der Kopf ist massig, die V-förmige Oberlefze hängt weit über den vorbeißenden Unterkiefer.
Tiefe Falten durchfurchen Stirn und Nase und lassen den Boxer grimmig, traurig-ernst oder treuherzig erscheinen.
Doch die angsteinflößende Maske täuscht.

Der Boxer ist ein ausgesprochen gutmütiger, liebenswürdiger, phantasievoller Hund von überschäumendem Temperament.

Kein Hund kann seiner Freude so herrlich Ausdruck geben wie er.
Zunächst wackelt der Schwanz, dann wackelt das Hinterteil, bis durch die Vibration der ganze Hund geschüttelt wird.
Oft reicht ein nettes Wort, um beim Boxer Freudentänze auszulösen.
So gewöhnt man sich als Besitzer eines so leidenschaftlichen Hundes schnell an, nur in ruhigem Ton mit ihm zu verkehren, um nicht gleich Begeisterungsstürme über sich ergehen zu lassen.

Der Boxer ist ein liebevoller, verschmuster Kinderhund, der bis ins hohe Alter verspielt und zu lustigen Streichen aufgelegt ist.

So harmlos und liebevoll er zu seinen Familienmitgliedern ist, so kann er sich doch Fremden gegenüber, die ihm gefährlich erscheinen, mißtrauisch und abwehrbereit geben.

So braucht er von klein auf eine konsequente, verständnisvolle Erziehung.

Begegnet er anderen Hunden, so ist er meist freundlich, in Raufereien läßt er sich selten verwickeln.
Boxer werden leider nicht sehr alt.
Sie haben eine Disposition zu Krebserkrankungen und Wirbelsäulenversteifung.
Der Boxer ist ein durch und durch empfehlenswerter Hund, pflegeleicht und wegen seiner Anspruchslosigkeit selbst in Stadtwohnungen zu halten.
Er braucht aber viel Bewegung.

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