Barsoi

Barsoi

Barsoi

Der Barsoi gehört zu den nördlichsten Windhunderassen.
Er stammt von den alten russischen Windhunden ab, mit Zuschuß von Krim- und Bergwindhundblut.
Er wurde hauptsächlich für die Hetzjagd auf Wolf, Hase und Fuchs verwendet.
Nach dem ersten Weltkrieg und in Zusammenhang mit der russischen Revolution wurde die Rasse fast ausgerottet.
Die englische Zucht der Rasse wurde 1890 von der Herzogin von Newcastle begründet.
Eingesetzt wurden Hunde aus der berühmten Perchino Zucht, die dem Großfürsten Nicolai Nicolajewitsch in Russland gehörte.
Der Barsoi ist eine imponierende und linienschöne Rasse und ist heutzutage vor allem ein treuer und liebenswürdiger Begleithund.
In der ganzen Welt wird dieser Windhund geschätzt.

Video: Spaziergang mit Barsoi

Der große russische Windhund macht seinem Namen alle Ehre.

»Borzij« heißt schnell, und auf der geraden Bahn einer Rennbahn kann der Barsoi die sensationelle Geschwindigkeit von knapp 80 km/h erreichen.
Er wird seit dem 13. Jahrhundert gezüchtet und galt als der Jagdhund der russischen Aristokratie.

Er ist ein typischer Sichthund.

Sein Geruchssinn ist nicht so gut entwickelt.
Er spürt das Wild mit den Augen auf und kann es kilometerlang hetzen.
Seine Jagdleidenschaft ist so groß, daß er die Beute nicht nur stellt, sondern oft auch reißt.
Ihm wird nachgesagt, daß er es auf den weiten russischen Steppen selbst mit Wölfen aufgenommen hat.

Ende des letzten Jahrhunderts wurde der Barsoi in Deutschland bekannt und schnell zum Modehund der vornehmen Welt erkoren.

Was nicht zu verwundern ist, denn er ist ein ausgesprochen eleganter Hund.
Trotz seiner Größe, seine Schulterhöhe kann bis zu 76 cm betragen, scheint er eher zur Damen- als zur Männerwelt zu gehören.
Er ist schlank und feingliedrig, selbst sein langer, schmaler Kopf wirkt grazil.
Der ganze Körper, auch der Schwanz, ist stark behaart.
Das dichte, an der Brust besonders lange, seidige Fell darf gewellt oder gelockt sein.
Seine Grundfarbe ist uniweiß oder silbergrau oder mit gelben, roten, braunen oder schwarzen Platten.
Bemerkenswert ist seine Ohrenhaltung, er ist der einzige Hund, der sich mit angelegten Ohren freut.

Als beliebter Luxushund ist er in der Stadt völlig fehl am Platz.

Es wäre zu schade, ihm nur das Dasein eines angeleinten Begleithundes auf vornehmen Einkaufsstraßen zu bieten.
Dieser Hund braucht sehr viel Bewegung, und er liebt das Leben in freier Natur, wobei er kühlere Temperaturen bevorzugt. Er braucht einen verständnisvollen Herrn, denn trotz seiner imponierenden Größe ist er kein Draufgänger.
Sein Nervenkostüm ist eher zartbesaitet.
Er ist ein liebevoller und anhänglicher Hund, der viel Streicheleinheiten und Aufmerksamkeit nötig hat.
Er ist ruhig und nicht sehr bellfreudig.
So ist er nicht unbedingt als Wachhund geeignet.

Woher kommt der Barsoi

Russland

Wie alt wird der Barsoi

7 bis 10 Jahre

Wie groß wird der Barsoi

Rüden: 75 – 85 cm
Hündinnen: 68 – 78 cm

Wie schwer wird der Barsoi

Rüden: 34 – 47  kg
Hündinnen: 25 – 40 kg

FCI Gruppe 10

Standardnummer  193

Sektion 1: Langhaarige oder befederte Windhunde. Ohne Arbeitsprüfung.
Windhunde

Standard:

Der Gesamteindruck soll imponierend, der Hund leicht rechteckig mit schmaler und flacher Körperform sein.

Kopf:

Lang, schmal, trocken und mit schöner, ausgemeißclter Linie im Verhältnis zur Körpergröße.
Das Profil des Schädeldaches und des Fanges ist bogenförmig mit einem schwachem Stop und deutlich ausgeprägtem Hinterhauptstachel.
Der Nasenspiegel ist groß, nach vorne gezogen und schwarz.

Augen:

Groß, mandelförmig mit sanftem Ausdruck.

Ohren:

Hoch, weit hinten am Kopf angesetzt, klein, dünn und schmal, sogenannte Rosenohren.

Gebiß:

Scheren- oder Zangengebiß.

Hals:

Lang und muskulös mit flachen Seiten, leicht gewölbt.

Körper:

Der Rücken bildet einen leichten Bogen, dessen höchster Punkt dort liegen soll, wo der Brustkorb in die Lende übergeht.
Der Brustkorb ist lang, sehr tief und verhältnismäßig flach, der Bauch stark aufgezogen.
Die Kruppe soll lang, breit, muskulös und abfallend sein.

Gliedmaßen:

Die Vorderläufe sind lang, trocken und muskulös; Schulter/ Oberarm sind unbedeutend gewinkelt.
Die Hinterläufe sind lang mir sehr kräftiger Muskulatur und mäßiger Neigung in den Knie- und Sprunggelenken.
Der Hund soll hinten breiter stehen als vorne.

Pfoten:

Oval und schmal, gewölbte und gut geschlossene Zehen.

Rute:

Tief angesetzt, säbelförmig und so lang wie möglich.

Bewegung:

Federnd und raumgreifend, im Galopp mit kraftvollen Sprüngen.

Haarkleid:

Dünne Haut mit langem, weichem, welligem oder lockigem Haarkleid.
Kurzes Haarkleid nur auf dem Kopf, der Vorderseite der Vorder- und Hinterläufe.

Farbe:

Weiß, gold in allen Nuancen, gold mit Silberabzeichen oder dunklen Abzeichen, rot mit schwarzen Abzeichen, grau in verschiedenen Nuancen.
Bei dunklen Hunden ist eine schwarze Maske typisch.

Vereine

Deutscher Windhundzucht- und Rennverband e.V. (DWZRV)

DWZRV Geschäftsstelle
Rottenweg 10

31185 Söhlde

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