Wintertipps

 

ein Hund im Schnee

Mit diesen 20 Tipps, kommst du mit deinem Hund gut durch den kalten Winter

Die Kalte Jahreszeit bringt nicht nur für uns Menschen so einige ungewohnte Umstände mit sich, auch unsere treuen Vierbeiner brauchen etwas mehr Pflege und Aufmerksamkeit.
Nun einige Dinge auf die du unbedingt achten solltest, um die schönen Seiten des Winters ungetrübt genießen zu können.

Viele Hundebesitzer glauben, dass ihren Hunden Kälte nichts anhaben kann, will sie ein Fell haben. Dies ist nicht unbedingt der Fall. Der Winter ist eine Zeit, in dem dein Hund ein wenig zusätzliche Hilfe benötigt.

Tipp 1 – Wie erkenne ich, dass mein Hund friert.

Wenn es deinem Mops kalt ist zittert er und zieht manchmal die Rute ein. Manchmal geht er auch langsamer und klamm.

Tipp 2 – Wie lange darf ich mit meinem Hund im Winter spazieren gehen.

Im Winter können Möpse bei kälteren Temperaturen ca. 30 Minuten problemlos Spazieren gehen. Empfindliche Hunde fangen ab dieser Zeit zu frieren an.

Tipp 3 – Vorsicht vor Erfrierungen beim Hund

Wenn es sehr kalt ist, zieht der Körper des Hundes Blut von den Extremitäten in die Mitte des Körpers um warm zu bleiben. Ohren, Pfoten oder auch der Schwanz kann so kalt werden, dass sich Eiskristalle im Gewebe bilden und es beschädigen. Das Problem bei Erfrierungen ist, dass Sie nicht sofort zu sehen ist.

Achte auf die Symptome

• Blasse oder graue Haut
• Die betroffene Stelle kann hart und kalt sein
• Stark erfrorene Haut kann schwarz werden und sich abschälen.

Erwärmt sich der von einer Erfrierung betroffene Bereich, kann dies extrem schmerzhaft sein.

Tipp 4 – Vorsicht vor Unterkühlung

Ein zweites Risiko im Winter kann eine Unterkühlung sein. Dies kann passieren, wenn ein Hund zu lange in der Kälte ist, bei kalten Temperaturen nass wird oder bereits gesundheitlich angeschlagen ist.

Symptome von Unterkühlung beim Hund

• In leichten Fällen zittert der Hund
• Ohren und Füsse des Hundes fühlen sich kalt an
• Wenn die Unterkühlung fortgeschritten ist kann der Hund Anzeichen von Depression, Lethargie und Schwäche zeigen
• Bei einer schweren Unterkühlung werden die Muskeln des Hundes steif, sein Herzschlag verlangsamt sich und er reagiert nicht mehr auf Reize

Eine schwere Unterkühlung ist lebensgefährlich. Der Hund sollte sofort ins warme gebracht werden.

Lass deinen Hund diese Tage besser nicht im Auto oder vor dem Discounter warten. Besonders kleinen und kurzhaarigen Hunden droht schnell eine Unterkühlung. Diese kann nicht nur Erfrierungen, sondern auch eine lebensbedrohliche Störung des Kreislaufsystems mit sich bringen!

Video: Pfotenpflege & Co für Hunde

https://youtu.be/dFdo1df9kBQ

Tipp 5 – Pfotenpflege vor dem Gassi gehen

Die vier Pfoten deines treuen Gefährten werden im Winter wohl am meisten beansprucht. Nicht nur das die Kälte die Haut austrocknet, auch das Streusalz kann böse Spuren hinterlassen. Somit ist das Wichtigste bei Kälte und Schnee die regelmäßige Pflege sowie der Schutz der Pfoten.

Am besten du pflegst die Hundepfoten bereits vor dem Spaziergang. Empfehlenswert sind natürliche Produkte, mit einem hohen Fettgehalt. Melkfett oder Pfotenbalsam mit Bienenwachs eignen sich für die Pfotenpflege des Hundes. Das schützt die Hundepfoten zu einem gewissen Grad vor Kälte und vor dem Austrocknen der Haut und somit vor Rissen und Verletzungen. Von Pflegemitteln die Alkohol, Parfum und künstliche Zusatzstoffe enthalten, solltest du absehen.

Tipp 6 – Vaseline ist NICHT, für die Pfotenpflege des Hundes geeignet.

Vaseline kommt leider immer noch in vielen Pflegeprodukten vor, sollte aber für die Pflege der Hundepfoten nicht verwendet werden.
Vaseline ist ein Nebenprodukt der Erdölindustrie und schließt die Poren der Haut vollständig und bildet eine undurchlässige Schicht. Die Haut kann nicht mehr atmen, es stauen sich Fett, Talg und Schweiß und schlussendlich wird die Haut trocken, rot und gereizt.

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Tipp 7 – Hundefell an und zwischen den Ballen kürzen

Ist das Fell an und zwischen den Ballen zu lange, sollte es gekürzt werden. So bleibt ganzjährig weniger Dreck, Matsch oder eben auch Schnee darin hängen. Das erleichtert deinem Hund das Laufen und dir die Reinigung. Es ist dabei nicht nötig das Fell bis zum Ansatz abzuschneiden. Aber bitte sei vorsichtig! Nicht, dass du aus Versehen die Pfote selbst verletzt. Am besten du nutzt eine Schere mit einer abgerundeten Spitze.

Tipp 8 – Hundeschuhe schützen deinen Hund vor Verletzungen

Was sich bei Schlittenhunden bewährt hat, kann auch bei ausgedehnten Spaziergängen bei eisiger Kälte oder bei sehr empfindlichen Hunden genutzt werden. Bei Verletzungen an den Pfoten sind Hundeschuhe oder Booties sinnvoll, so dass die Hundepfoten unter anderem nicht mit dem Streusalz in Berührung kommen können. Manche Hunde benötigen für Ihre neuen Hundeschuhe etwas Eingewöhnungszeit. Wichtig ist es jedoch, dass die neuen Hundeschuhe gut passen.

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Video: Sicher durch den Winter

https://youtu.be/NfrzYvQgDzk

Tipp 9 – Ein Hundemantel, schützt deinen Hund vor Kälte

Einige Hunderassen haben ein dickes Fell, dass sie auch bei sehr kalten Temperaturen warm hält. Auch kranke oder alte Hunde sind über deine Unterstützung dankbar. Du solltest deinem Hund einen schicken Wintermantel oder schicken Winterpullover spendieren. Das sieht nicht nur toll aus, sondern schützt deinen Liebling.

Ein guter Wintermantel sollte vom Hals bis zur Schwanzwurzel reichen und auch den Bauch schützen.
Aber denke daran, dass auch ein eleganter Wintermantel keine Erfrierungen an den Ohren, Füßen oder dem Schwanz verhindern kann. Geh also auch mit Winterbekleidung bei eisigen Temperaturen nicht zu lange vor die Tür.

Selbstgestrickte Hundemäntel oder Hundepullover sind im Winter oder bei nassem Wetter nicht zu empfehlen, da Sie nicht wasserabweisend sind. Das kann zu schmerzhaften Blasenentzündungen oder einer Schwächung des Immunsystems führen.

Tipp 10 – Ein Leuchthalsband schützt deinen Hund

An einem Winterabend sollte dein Liebling unbedingt ein Leuchthalsband tragen. Nur so wird der abendliche Winterspaziergang zu einem sicheren Erlebnis. Ein Leuchthalsband bietet viel Sicherheit für wenig Geld.
Andere Hundehalter können deinen Hund rechtzeitig sehen und ihren freilaufenden Hund an die Leine nehmen. Dadurch können Verletzungen durch Beißereien schon im Vorfeld vermieden werden. Im Straßenverkehr sind Hunde bei Dunkelheit kaum zu erkennen. Durch ein Leuchthalsband, dass es schon für unter 10.-€ zu kaufen gibt, schützt du deinen Liebling. Wenn du bei Dunkelheit deinen Liebling ableinst, siehst du wo er sich gerade befindet.

Die Vorteile eines Leuchthalsbandes im Überblick

• Andere Hundebesitzer sehen deinen Hund und können Ihren Hund anleinen
• Autofahrer sehen deinen Hund und können rechtzeitig bremsen
• Du siehst bei Dunkelheit wo sich dein Hund gerade befindet
• Jäger können deinen Hund nicht mit Wild verwechseln

 

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Tipp 11 – Eine Taschenlampe schützt nicht nur deinen Hund

Leider gibt es immer noch Hundehalter die nachts ohne Leuchthalsband mit ihrem Hund spazieren gehen. Ich nehme daher immer eine Taschenlampe mit, wenn ich im Dunkeln mit meinem Hund spazieren gehe. So habe ich die Möglichkeit den Weg vor mir auszuleuchten. Eine Taschenlampe für unter 20.-€ ist hierfür schon absolut ausreichend. So sehe ich auch im Dunkeln rechtzeitig wer da auf mich zukommt.

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Tipp 12 – Darf mein Hund Schnee fressen

Viele Hunde, besonders die, die noch keinen Schnee kennen, werden gerne übermütig und fressen zu viel davon. Dies kann bis zu einer Schneegastritis führen. Das bedeutet im gegebenen Fall den Hund zum Weitergehen auffordern oder ihn im Zweifelsfall anzuleinen. Du solltest auch keine Schneebälle werfen, wenn der Hund das Spiel nutzt um Schnee zu fressen.

Tipp 13 – Sei vorsichtig bei zugefrorenen Seen

Im Winter solltest du gefrorene Gewässer meiden. Gerade wenn sie mit Schnee bedeckt sind, ist die Gefahr nur schwer abschätzbar und für deinen Hund nicht erkennbar. Es haben schon einige Hundebesitzer bei Rettungsversuchen ihres Lieblings selbst das Leben gelassen!

Tipp 14 – Frostschutzmittel ist schon in kleinen Mengen tödlich

In der kalten Jahreszeit wird immer wieder Frostschutzmittel benötigt. Sei es für die Scheibenwischanlage oder für den Kühler. Was wenige wissen, Frostschutzmittel ist für Hunde sehr gefährlich. Frostschutzmittel enthält Ethylenglykol, eine süsslich schmeckende Flüssigkeit die schon bei Aufnahme kleiner Mengen über Kreislauf und Nierenversagen zum Tod führen kann. Gefährlich ist das Verschütten, zum Beispiel auf dem Garagenboden. Hunde lecken das Frostschutzmittel wegen seines süsslichen Geschmackes auf. Nur wenige Mililiter können tödlich sein.

Tip 15 – Reinigung und Pflege der Hundepfoten, nach dem Spaziergang

So lange Streusalz auf den Straßen und Wegen liegt, solltest du dieses nach dem Spaziergang unbedingt entfernen.
Sonst wird die Haut an den Pfoten porös und es können sich Entzündungen bilden. Manche Hunde juckt das Salz auf der Haut und sie lecken es ab. Das führt allerdings nicht selten zu Durchfall und Erbrechen.
Meistens reicht es schon mit einem Lappen und lauwarmen Wasser die Pfoten abzuwischen und danach mit einem Pflegeprodukt für Hundepfoten einzucremen. In hartnäckigen Fällen kannst du die Pfoten auch kurz in einer Schüssel mit lauwarmen Wasser abspülen, abtrocknen, eincremen fertig. Bei Rollsplitt auf den Straßen oder Schneeklumpen im Fell, ruhig auch mal in den Zwischenräumen der Zehen schauen, ob sich da etwas verklemmt hat.

Tipp 16 – Ringelblumensalbe schützt bei kleineren Verletzungen

Bei kleineren Verletzungen und Rissen an der Hundepfote ist Ringelblumensalbe zu empfehlen. Die hilft nicht nur dem Menschen sondern auch dem Hund und kann auch für kleines Geld in der Apotheke angemischt werden. Hirschtalg pflegt ebenfalls natürlich. Es riecht angenehm, zieht rasch ein und kann auch bedenkenlos mal abgeleckt werden.

Tipp 17 – Leckerli + 1 für deinen Liebling

In der kalten Jahreszeit ist es nicht verkehrt seinem Liebling auch mal ein Leckerli mehr zukommen zu lassen. Wenn die „natürliche Jacke“ etwas dicker ist, so friert er auch nicht so schnell. Im Frühjahr sollte dann allerdings mit mehr Bewegung auch wieder abgespeckt werden. Mit kleingeschnittene Äpfeln oder Möhren im Hundefutter kannst du außerdem den erhöhten Vitaminbedarf im Winter entgegenkommen.

Tipp 18 – Bürste deinen Hund regelmäßig

Dadurch entfernst du loses und abgestorbenes Fell. Die alte Unterwolle verhindert das Nachwachsen von neuem Fell.

Tipp 19 – Bade deinen Hund im Winter nicht zu häufig

Baden minimiert die Fettsicht der Haut und minimiert den natürlichen Kälteschutz des Hundes. Wenn dein Hund nass ist, trockne ihn besser mit einem Handtuch ab.

Tipp 20 – Das gemütliche Hundebett für den Winter

Außerdem ist es ratsam Deinem Liebling im Winter eine dickere Decke oder ein zusätzliches Kissen in sein Schlafplatz zu legen. In besonders kalten Nächte darf auch mal eine Wärmflasche oder ein warmes Kirschkernkissen mit ins Körbchen. Ideal sind Wärmeflaschen für Kinder, da diese einen kuschligen Bezug haben. Achte aber darauf, dass es nicht zu heiß ist. Die Wärmflasche solltest du nicht vollständig mit Wasser füllen. Der Druck könnte sonst zu groß werden, wenn sich dein Hund auf die Wärmeflasche legt. Ein Platz am Kamin oder Ofen ist natürlich umschlagbar! Hier findest du Tipps wie du ein tolles Hundebett schnell und einfach selber machen kannst.

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Tipps der Bundestierärztekammer

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