Reisekrankheit Hund

Hund fährt Auto

Reisekrankheit beim Hund –  Acht Tipps, deinem Hund das Autofahren angenehmer zu machen

Du willst einen gemütlichen Sonntagsausflug machen, aber Dein Hund jault pausenlos im Auto, der Speichel tropft aus seinem Maul, er erbricht und ist unter seinem Fell vermutlich schon ganz grün.
Viele Hunde, vor allem Jungtiere, vertragen das Autofahren nicht.
Mit dem richtigen Training wird auch Dein Hund das Autofahren bald genießen.

Video: Hund hat Angst vor dem Autofahren -4 Schritte – So gewöhnst du dein Hund entspannt ans Autofahren

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Autotraining für ängstliche Hunde

Hunde sind wie Menschen Individuen.
Manche Hunde fühlen sich wohler wenn Sie aus dem Fenster schauen können, andere fühlen sich in Ihrer Transportbox sicherer.
Manche Hunde fahren lieber Auto wenn Sie etwas gefressen haben, andere Hunde haben besser einen leeren Magen.

Es gibt also auch nicht die ultimative Anleitung, wie sich dein Hund beim Autofahren wohlfühlt.
Du musst langsam herausfinden, was für Deinen Hund am besten ist.

Zeig Deinem Hund, dass das Auto ein schöner Ort ist

Manche Hunde geraten in Panik, sobald sie sich in einem fahrenden Auto befinden.
Um sie von ihrer Angst zu befreien, musst Du Deinem Hund beibringen, daß das Auto auch ein angenehmer Ort sein kann.
Setze Deinen Hund ins Auto, ohne den Motor zu starten.
Gib ihm einen Leckerbissen.
Das wiederholst Du sieben bis zehn Tage lang.
Irgendwann lässt Du dann den Motor an.
Lobe ihn und gib ihm Leckerbissen.
Das wiederholst Du wieder mehrere Tage lang.

Nimm ihn gelegentlich auf kurze Fahrten mit, bei denen ihm nichts passiert.

Sobald er sich an den Aufenthalt im Auto gewöhnt hat, kannst Du die erste KURZE Fahrten wagen.
Fahre zunächst nur um den Block, und wenn alles gutgeht, könnt ihr langsam auch längere Touren unternehmen.
Wenn Du Deinen Hund nur ins Auto setzt, um mit ihm zum Tierarzt zu fahren, ist es kein Wunder, daß sich dein Hund bei jeder Fahrt aufregt.
Er wird schon bald gelernt haben, das Fahren nicht mit dem Tierarzt in Verbindung zu bringen.

Lasse ihn vorn sitzen

Autositz Hund

Manche Hunde fühlen sich vorne wohler

Auf den Vordersitzen ist die Bewegung des Wagens weniger stark zu spüren als auf dem Rücksitz.
Es kann also helfen, wenn Du dem Hund erlaubst, auf dem Beifahrersitz Platz zu nehmen.
Große Hunde solltest Du mit einem Geschirr sichern, kleine sind in einer Transportbox am besten aufgehoben, die aber ebenfalls angeschnallt werden sollte.

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Mit leerem Magen reisen

Füttere Sie Deinen Hund sechs bis acht Stunden vor der Abfahrt nicht mehr.
Mit leerem Magen wird er wahrscheinlich nicht erbrechen, und wenn es doch passiert, ist das Erbrochene leichter zu entfernen.
Wasser sollte ihm jedoch zur Verfügung stehen, denn es belastet den Magen nicht.

Eine kleine Mahlzeit geben

Manche Hunde reisen besser mit leerem Magen, während andere sich wohler fühlen, wenn sie etwas im Magen haben.
Eine kleine Mahlzeit reicht aus, damit ihnen nicht übel wird.

Häufige Pausen

Pause mit Hund

Pausen sind wichtig

Manche Hunde können stundenlang Autofahren, andere begrüßen es, wenn das Fahrzeug öfter mal eine Weile zum Stehen kommt.
Mache spätestens alle zwei Stunden eine Pause, damit Dein Hund sich die Beine vertreten kann.
In den Pausen solltest Du ihm etwas Wasser anbieten, denn viele Hunde trinken nicht im Auto.

Vorsichtig fahren

Mit einem autokranken Hund an Bord solltest Du genauso vorsichtig fahren wie mit einem autokranken Kind.
Rase nicht um Kurven und fahre allgemein etwas langsamer als gewöhnlich.

Gute Aussichten

Hund schaut aus dem Autofenster

Hunde wollen etwas sehen

Hunde werden, genau wie Menschen, eher autokrank, wenn sie nicht aus dem Fenster sehen können.
Sorge dafür, daß Dein Hund etwas von der Landschaft sehen kann, dann wird er die Fahrt vermutlich besser überstehen.

Für Frischluft sorgen

Frische Luft hilft bei Reisekrankheit.
Der Hund sollte jedoch keine Zugluft bekommen.
Da könnte er sich schnell eine Bindehautentzündung zuziehen.
Keinesfalls sollte der Hund seinen Kopf hinausstrecken oder gar hinausspringen können.

Medikamentelle Hilfe

Dimenhydrinat (Dramamin), das Menschen gegen Reisekrankheit einnehmen, hilft auch Tieren.
Kleinen Hunden gibt man spätestens eine Stunde vor Antritt der Fahrt 12,5 Milligramm des Medikaments, große können 25 bis 50 Milligramm bekommen.
Dramamin ist in Form von 50 Milligramm-Tabletten erhältlich, die sich leicht in Stücke brechen lassen.
Die meisten gesunden Hunde vertragen es, aber fragen Sie vorsichtshalber Ihren Tierarzt, bevor Sie es verwenden.

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