Buchstabe T bis V

Hundelexikon

Hundelexikon Buchstabe T bis V

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Tan

englische Farbbezeichnung für Gelbbraun. Zum Beispiel beim Foxterrier und Toy Spaniel.

Temperatur

zwischen 37,5 bis 39 Grad ist beim Hund als normal zu bezeichnen. Fieber beginnt erst bei 39,2 Grad (siehe Fieber).

Telegonle

die irrige Meinung, daß ein Rassehund, der von einem Hund anderer Rasse oder einem Blendling gedeckt wurde, in der Zukunft keine rassereinen Nachkommen, mehr bringen kann.

Tierarzt

Approbierter Absolvent einer tierärztlichen Hochschule oder der veterinärmedizinischen Fakultät einer Universität; freiberuflich oder im öffentlichen Dienst tätig. Tierärzte sind die Helfer des Hundehalters bei Erkrankung ihrer 4 beinigen Gefährten. Bereits vor dem Kauf, auf jeden Fall danach, sollte der Hund vom Tierarzt untersucht werden.

Tierschutzgesetz

Im Tierschutzgesetz wird auch der Hund unter anderem vor Mißbrauch und Quälerei geschützt.

Tierschutzverein

Neben vielfältigen anderen Aufgaben leistet er für Hundefreunde durch die Errichtung und Erhaltung von Tierasylen unersetzliche Dienste. Er vermittelt auch zugelaufene Hunde an zuverlässige Personen.

Tollwut

bereits im Altertum bekannt. Auch heute ist es der Wissen¬schaft noch nicht gelungen, dieser Seuche Herr zu werden. Übertragung erfolgt durch Speichel, Biß usw. Inkubationszeit zwischen 20 bis 60 Tagen. Ablauf in verschiedenen Stadien: zunächst Scheu und Melancholie, später Erregungs- und Zerstörungszustände, Zerbeißen von allen möglichen Gegenständen, Herumirren in rasender Wut, Verweigerung der Nahrungsaufnahme, Lähmungserscheinungen, Depressionen. Tollwut endet stets mit dem Tod. Übertragung durch alle Säugetiere und Vögel; heute vor allem durch frei lebendes Wild, Ratten und Mäuse. Jeder Tollwutanfall ist anzeigepflichtig. Schutzimpfung hat bei Mensch und Hund Erfolg.

Tragtasche

hat sich für kleine Hunderassen bewährt. Erhältlich in Hundebedarfsgeschäften.

Tragzeit

(siehe Geburt).

Transport

Am bequemsten mit den industriell hergestellten, leichten, doch’handfesten Kisten, die von außen gut abschließbar sind und deren vergitterte Türöffnung ausreichende Luftversorgung garantiert. Hunde dürfen im Auto nie im hinteren Kofferraum mitgeführt werden, weil ausströmende Gase Vergiftungen oder dauernde Schädigung des Geruchsorgans verursachen können. Vorsicht auch mit Hunden am offenen Wagenfenster; das Hundeauge ist gegen Fahrtwind sehr empfindlich.

Traumleben

Die zu beobachtenden Bewegungen und Laute, die ein Hund im Schlaf zeigt, deuten wohl auf Träume hin. Es ist jedoch nicht restlos geklärt, ob der Hund „freie Vorstellungen zu bilden vermag“ (Baege).

Triebleben

des Hundes außerordentlich ausgeprägt. Sein Leben wird von den Trieben mancherlei Art geleitet: Selbst- und Art-erhaltungstrieb, Ernährungstrieb, Jagd-, Stöber-, Spur-, Beute- und Bringtrieb. Er¬gänzt werden diese durch den Bewegungs-, Flucht- und Verteidigungstrieb. Für die Arterhaltung sind der Fortpflanzungs-, der Pflege- und der Muttertrieb wichtig. Aus dem Wach- und Hütetrieb er-gibt sich der Schutztrieb. Bei der Erziehung Triebe und Triebhandlungen ausnützen.

Trimmen

Rupfen des Felles rauhhaariger Rassen mit Spezial-geräten, wodurch bei einigen lediglich das abgestorbene Haar (Unterwolle und Deckhaar) entfernt wird. Bei anderen Rassen wird das von den Vereinen vorgeschriebene äußere Bild (Sealyham Terrier) durch haarkünstlerische Arbeiten hergestellt und der Mode entsprechend (Pudel) gerupft und geputzt. Dies ist der eigentliche Sinn des englischen Wortes: to trim.

Trimmvorschriften

werden von den Rassezuchtklubs erlassen und sind dort zu erfragen.

Trocken

ist ein Hund mit eng anliegender Haut, ohne Fett- oder überflüssige Fleischablagerungen, unter der die Muskeln, Bänder und Knochen plastisch hervortreten (Grey¬hound).

Tulpenohr

Aufrecht getragenes Ohr mit abgerundeter Spitze; so wie es der Deutsche Schäferhund zeigen soll.

Buchstabe U

Überbaut

ist ein Hund, dessen obere Kruppenlinie über dem höchsten Punkt des Widerristes liegt.

Überbiß

falsche Bezeichnung für das Vorstehen des Unterkiefers, bei dem die Rückflächen der Schneidezähne vor den Vorderseiten der oberen Schneidezähne stehen. Richtig: Vorbiß .

Überschwängerung

(Superfecundatio) einer bereits gedeckten Hündin ist so lange möglich, als noch Eier entwickelt werden. Darum ist eine Hündin nach dem Deckakt bis zum Abklingen der Brunst ständig unter Aufsicht und in Gewahrsam zu nehmen.

Ungeziefer

(siehe Parasiten).

Unterbiß

falsche Bezeichnung für Hinterbiß oder Rückbiß

Unterwolle

die unter den äußeren härteren Deck- und Granenhaaren liegenden, weichen, wärmenden, anschmiegsamen Haare, die im Winterfell noch dichter sind.

Urinmarken

Der Rüde muß aus innerem Drang heraus alle markanten Punkte seines Wohnbereiches — leider verschiedentlich auch im Zimmer — in gewissen Abständen durch Urinieren kennzeichnen. Die später diese Stelle wahrnehmen¬
den Rüden lassen ebenfalls ihre „Visitenkarte“ dort. Durch Bestreuen der Markstellen mit stark riechenden chemi¬schen Mitteln kann vorüber¬gehend eine Verwitterung eintreten.

Buchstabe V

Verdauung

Nach der Zerkleinerung und Einspeicherung gelangt das Futter in den Magen (siehe dort). Die Magensäfte verwandeln das Futter in einen Speisebrei. Mit Hilfe der Galle und Bauchspeicheldrüse wer-den die Verdauungsstoffe nach dem Durchlauf durch den Zwölffingerdarm im Dickdarm aufgesaugt und durch die Lymphdrüsen in die Blutbahn geführt. Als Durchgangszeiten sind bei einer Zusammensetzung von V2 Reis und V2 Rindfleisch 20 Stunden bis 4 Tage nach der Fütterung ermittelt (morgens). Bei der Abendfütterung des gleichen Futters beginnt die Entleerung bereits nach 14 Stunden und endet nach 2 Tagen. Demnach geht die Verdauung bei körperlicher Ruhe schneller vor sich. Flüssigkeit sollte zur Anregung der Verdauung vor der Mahlzeit oder drei Stunden nach dieser gegeben werden. Bei durchschnittlicher Flüssigkeitsaufnahme muß mindestens zweimalmal am Tag die Harnblase entleert werden.

Vererbung

eine erfolgversprechende systematische Rassezucht ist nur möglich, wenn sich der Züchter eingehend mit den Vererbungsgesetzen vertraut gemacht hat. Dabei muß er die Vererbungsmerkmale der Elterntiere kennen und das Zuchtziel der Rasse beachten. Eingehendes Studium der zahlreichen Literatur und Beratung mit Zuchtexperten ist erforderlich.

Vergiftungen

verlaufen in den meisten Fällen tödlich. Als erste Hilfe Leinsamenschleim geben. Er saugt auf. Bei Lähmungserscheinungen können Bohnenkaffee oder Russischer Tee zunächst helfen. Warmes Wasser oder ölige bzw. fettige Mittel sind unter allen Umständen zu meiden. In jedem Fall ist sofort der Tierarzt aufzusuchen!

Verhütung unerwünschter Schwangerschaft

Unerwünschter Nachwuchs kann einige Tage nach dem Deckakt vom Tierarzt durch Spritzen verhindert werden. Zwischen dem l.und 10.Tag, nachdem die Hündin mit einem Rüden zusammenkam, erhält sie eine Spritze. Danach kommt es erneut zur Hitze. Jetzt muß der Besitzer der Hündin besonders wachsam sein. Ein zweites Mal während einer Hitzeperiode kann der Tierarzt nicht helfen.
Beim Tierarzt und im Fachhandel sind Mittel erhältlich, die Hündinnen während der Hitzezeit vor Belästigungen und dadurch indirekt vor unerwünschter Schwangerschaft schützen sollen.

Verschlucken

von Fremdkörpern (Knochen, Knochensplitter, Hölzer, Strohhalme, Nägel u. a.) kann schwere innere Verletzungen verursachen. Da auch Erstickungsgefahr besteht, sofort Tierarzt aufsuchen.

Verstopfung

(siehe Abführmittel). Bei Neigung zu regelmäßiger Verstopfung empfiehlt sich fettige Nahrung.

Veterinär

(siehe Tierarzt).

Vorbiß

Vorstehender Unterkiefer. Schneidezähne des Unterkiefers stehen vor der Vorderkante der oberen Schneidezähne. Bei manchen Rassen vorgeschrieben (Mops).

Vorderhand

die Vordergliedmaßen von der Schulter bis zum Pfotenballen.

Vorführen

das korrekte Führen des Hundes an kurzer Leine an der linken Seite des Herrn vor einem Richter.

Vorstehhund

die große Gruppe von Jagdhunden, denen das Stillstehen vor gefundenem Wild in freier Wildbahn angeboren oder anerzogen ist. Dazu zählen: Deutsch Draht-, Kurz-, Lang- und Stichelhaar, Griffon, Münsterländer, Pointer, Retriever, Setter und Weimaraner.

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