Hundelexikon – Buchstabe P

Hundelexikon

Kynologische Fachbegriffe  – Buchstabe P

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Parasiten

Parasiten sind tierische Schmarotzer in den verschiedensten Formen. Außenschmarotzer: Flöhe,
Zecken, Räude-Milben und Haarlinge. Innenschmarotzer: alle Bandwurmarten, die Coc- cidienarten, die Spulwürmer und Trichinen (siehe Band-würmer, Darm Parasiten, Flöhe, Pflege).

Parforce Dressur

Überholte Dressurart mit Anwendung von Zwangsmitteln (Stachelhalsband, Hunger, Schläge).

Parforcehunde

Sammelbegriff für die Rassen der lautjagenden Laufhunde, von denen es etwa 50 gibt.

Parforcejagd

Die Parforcejagd  ist eine nur noch in wenigen Ländern gepflegte Reitjagd mit Meuten auf flüchtiges Wild, wie Fuchs, Rothirsch usw.

Paßgang

Paßgang – Der beispielsweise dem Neufundländer eigene Gang. Die Vorder- und Hinterläufe einer Seite werden zusammen gleichzeitig vorwärts bewegt.
Die Bewegung verläuft etwa so: der linke Vorderlauf setzt mit dem Pfotenbalien auf; noch während dieser Aktion folgt der linke Hinterlauf. Da¬nach folgt eine scheinbare Pause. Nun geht der rechte Vorderlauf nach vorne und . mit ihm der rechte Hinterlauf (Beispiel Kamel).

Pfützenwasser

sollte der Hund nicht trinken.

Phänotyp

Phänotyp ist das äußeres Erscheinungsbild des Hundes.

Plaketten

werden in mehr oder weniger geschmackvollen Ausführungen den Hundeführern zur Erinnerung an hundesportliche Veranstaltungen oder als Ehrenpreis für verdiente Leistungen oder abgelegte Prüfungen ausgehändigt.

Polizeihunde

die vielseitigen für die Polizei, aber auch Wehr-, Grenz-, Zoll- und sonstigen Hilfsdienste ausgewählten Gebrauchshunderassen: wie
Airedale Terrier, Boxer, Dt. Schäferhund, Dobermann, Hovawart, Riesenschnauzer und Rottweiler.

In anderen Ländern ist die Zahl dieser anerkannten Rassen wesentlich umfangreicher. Seit der Jahrhundertwende bildet die Polizei Hunde aus. Diese Arbeit steht im Dienste der Ertüchtigung, Erziehung und Abführung der Hunde. Mit staatlicher, privater und sportlicher Unterstützung der Clubs wurden wissenschaftliche Untersuchungen auf breiter Basis durchgeführt, die wesentliche Erkenntnisse über das Wesen, die Instinkte, Triebe und Leistungsmöglichkeiten der Hunde erbrachten. In staatlichen Diensthundeschulen werden Tausende von Hunden jährlich zu tüchtigen, unbestechlichen Gefährten erzogen. Ein durch-dachtes, immer neu ausgefeiltes Prüfungssystem schließt die Laufbahn der Prüflinge ab. Die Aufgaben der Polizeihunde sind ungemein vielfältig.

Posthornrute

stark in Form des alten Postillionhornes, über den Rücken erhobene und gekrümmte Rute. Nicht gleich der gekrümmten, über eine Seite des Rückens gelegten Ringelrute der Spitze, Laiki’s usw.

Preis

Auszeichnung für Hunde, die an Ausstellungen, Prüfungen und Rennen erfolgreich teilgenommen haben. Es gibt u. a. Staats-, Zuchtgruppen-, Ehren-und Klassengeldpreise, Wanderpreise,ferner Diplome, Medaillen, Plaketten in Gold, Silber und Bronze.

Preisrichter

Schönheits- und Gebrauchsrichter, die auf Grund jahrelanger Erfahrungen zunächst von den zuständigen Spitzengremien zu Richteranwärtern ernannt und nach Ablegung der erforderlichen Anwartschaften, Abgabe der Richterberichte, Schulung usw. zum Richter ernannt werden. Es handelt sich hier um Ehrenämter, die den Ernannten hohe Pflichten auferlegen.

Profil

Seitenansicht eines Hundes, die bei den sogenannten Standardaufnahmen der Fotografen den Hund zur Geltung bringt. Der Hund soll den Kopf hoch halten, die Rute ruhig und die Gliedmaßen so steilen, daß jeweils die der Fotolinse zugewendeten Läufe auch die dahinter stehenden einwandfrei erkennen lassen.

Promenadenmischung

wird volkstümlich der Blendling bezeichnet

Prüfling

Hund, der einer Prüfung unterzogen wird.

Prüfung

Von hundesportlichen Organisationen eingerichtete, vorher ausgeschriebene und nach einer Prüfungsordnung ausgerichtete Veranstaltung mit dem Zweck, bestimmte Leistungen (oft in Verbindung mit der Form) zu ermitteln, zu prüfen und die erfolgreichen Hunde zu bewerten.

Prüfungsleiter

eine mit der verantwortlichen Durchführung der Prüfung beauftragte Persönlichkeit.

Prüfungsordnung

Zusammenfassung der Zulassungs- und Durchführungsbestimmungen. Es gibt eine fast unübersehbare Fülle von Gebrauchsprüfungen, die für junge, ältere und erfahrenere Hunde eingerichtet und auf festgelegte Fächer ausgerichtet sind. Der Wortlaut der Bestimmungen richtet sich nach den gefaßten Beschlüssen über die Durchführung. Er wird in gewissen Abständen überprüft und nach den gewonnenen Erfahrungen abgeändert oder ergänzt.
Jede Prüfung ist in einzelne Fächer eingeteilt. Für die Leistungen werden Zensuren gegeben. Einsprüche gegen ein Richterurteil sind meistens nur während der Veranstaltung möglich, danach in der Regel ausgeschlossen.

Pürsch

auch Pirsch genannt, ist das vorsichtige Vorwärtsgehen oder Anschleichen des Jägers im Jagdrevier. Der Hund folgt angeleint lautlos hinterher.

Puls

Der Herz- oder Aderschlag wird beim Hund am besten an der Oberschenkelader gemessen. Die Zahl der Pulsschläge schwankt je nach Ruhe, Aufregung oder Bewegung bei kleineren Tieren zwischen 80—120 in der Minute und bei größeren Hunden zwischen 60—80 Schlägen.

Punktsystem

Bei der Formbewertung nach der * Standardvorschrift werden bei einer Arbeitsprüfung die vorgestellten Hunde oft in der Gestalt, Behaarung, Farbe usw. nach Punkten gerichtet, die zusammen höchstens 100 Punkte ergeben können. Einzelne Körperteile, Haar und Farbe erhalten eine entsprechende Höchstzahl. Die Rassezuchtvereine geben jenen Teilen, die für Zucht und Aussehen besonders wichtig sind, erhöhte Punktzahlen.
Bei den Prüfungen gibt es für die einzelnen Fächer Fach-wert- und Leistungsziffern, die miteinander multipliziert werden und zusammengerechnet die festgelegten Gesamthöchstzahlen erreichen können. Sie bilden die Grundlage
für die zu erteilenden Preise (siehe auch unter Fehler, Rassefehler und Zucht).

Pupille

das runde Sehloch im Auge des Hundes, das von der Regenbogenhaut umgeben ist.

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