Hundelexikon – Buchstabe K

Hundelexikon

Kynologische Fachbegriffe – Buchstabe K

zurück zur Startseite des Hundelexikons

Kamm

Für langhaarige Rassen erforderlich. Spitzen dürfen nicht scharf sein, damit die Haut nicht verletzt wird.

Karakul-Schur

Karakul-Schur – Modeschur des Pudels, an Karakul-Schafe erinnernd, heute sehr verbreitet und anerkannt.

Karpfenrücken

Karpfenrücken – in der Mitte hochgezogener Rücken — ist fehlerhaft.

Katzenpfoten

runde, geschlossene, gewölbte Pfote; wird von den meisten Rassehundeklubs verlangt.

Kauen

Der Hund verschlingt nach Wolfsart alles in großen Happen. Das Futter muß deshalb in kleinen Brocken oder Würfeln zubereitet werden. Regelmäßige Fütterung mit Latz Hundekuchen oder Biskuits stärkt das Gebiß (siehe Futtermittel, Knochenfutter).

Kauf

sollte schriftlich fixiert werden. Nach den gesetzlichen Vorschriften §§ 459-480 BGB haftet der Verkäufer für alle erheblichen und verborgenen
Mängel und die zugesicherten Eigenschaften. Nach § 463 kann Wandlung, Minderung oder sogar Schadenersatz wegen Nichterfüllung verlangt werden. Die Rassezuchtvereine haben Musterverträge zur Hand. Hinzuziehung eines Fachmannes, vielleicht eines Zuchtwartes, beim Kauf ist anzuraten. Am besten ist es, den Hund persönlich beim Züchter auszusuchen und abzuholen.

Der zukünftige Hundebesitzer sollte sich vor dem Kauf darüber klar werden, welche Rasse zu seiner Häuslichkeit paßt. Die äußeren Umstände (Etagenwohnung in der Stadt, Gartengrundstück, Bauernhof,‘ Jagdrevier) und die berufsbedingten Verhältnisse sind zu berücksichtigen. Auch ob Rüde oder Hündin zu bevorzugen ist, muß überlegt werden, insbesondere im Hinblick auf Hunde in der Nachbarschaft.

Das eigene Temperament ist zu bedenken, denn jede Hunderasse hat ganz bestimmte, unveränderliche Wesensmerkmale. Die Temperamente von Herr und Hund können entweder übereinstimmen (Beispiel: beide sind lebhaft und bewegungsfreudig) oder gegensätzlich sein (Beispiel: Herr ruhig, Hund lebhaft). Professor Lorenz unterscheidet deshalb zwischen dem Resonanz-Hund (gleiches Temperament) und dem Kom-plimentärhund (gegensätz
liches Temperament).

Grundsätzlich muß bedacht werden, daß verschiedene Hunderassen für spezielle Aufgaben gezüchtet werden. So gehören der Hannoversche Schweißhund, der Deutsche Jagd-Terrier, Griffon und Pointer in die Hände eines Jägers. Mag ein Irish-oder ein English-Setter auch noch so schön aussehen, man muß berücksichtigen, daß es sich hier um vielseitig verwendbare Vorstehhunde handelt, die viel Bewegung brauchen und eigentlich in einem Stadthaushalt nicht gehalten werden sollten. Wanderlustige, die ihren Hund gerne mitnehmen, werden an einem Dalmatiner, einer Dogge oder einem Terrier viel‘ Freude haben. Ihnen ist zu einem Pekingesen oder Papillon nicht zu raten, denn die Kleinhunde fühlen sich auf engem Raum und in liebevoller Frauenhand am wohlsten. Die größeren Schutzhunde hingegen bedürfen einer tatkräftigen Hand. Sie müssen arbeiten und laufend geführt werden.

Kennel

(siehe Zwinger).

Kennzeichen

der Rassehunde sind in den amtlichen Standards jeder Rasse genau festgelegt, d.h. von dem Ursprungsland aufgestellt, von der FCI genehmigt und damit von den Vereinen der innerhalb der
FCI zusammengeschlossenen Länder anerkannt.

Kettenhund

Kettenhunde sollte es eigentlich im 20. Jahrhundert nicht, mehr geben. Den Bemühungen der Hunde- und Tierschutzvereine ist es zu verdanken, daß mehr und mehr auf Zwingerhaitung umgestellt wird. Wenn der Zwinger genügend groß ist (etwa 3×4 m für mittlere Rassen), eine wetterfeste Hütte mit ständig gewechselter Unterlage enthält und täglich gereinigt wird, dann kann ein Hund gesund bleiben, wenn er zusätzlich täglich einmal eine volle Stunde lang Auslauf hat. Haltung eines Hundes an der Kette ist ais Tierquälerei zu bezeichnen. Empfohlen wird neuerdings die Kettenhaltung an einem Laufseil, bei dem also die Kette an diesem Seil entlang gleitet und der Hund eine ziemlich große Bewegungsmöglichkeit hat (über den ganzen Hofplatz hinweg). Trotzdem muß der Hund auch dann einmal am Tag frei herumlaufen und herumschnüffeln können.

Kippohr

Stehohr, dessen obere Spitze nach vorn umkippt (Collie).

Klasseneinteilung

Klasseneinteilung – Bei Ausstellungen hat es sich in nunmehr hundert Jahre alter Tradition bewährt, das vorgestellte Hundematerial in verschiedenen Klassen zu erfassen und zu prämiieren. Die wichtigsten Klassen sind: Jugendklasse, offene Klasse, Gebrauchsklasse, Siegerklasse. Der Aussteller prüfe vor der Anmeldung genau, in welche Klasse er seinen Hund eintragen darf und kann.

Knochen

bilden das Gerüst des Hundes. Das Hundeskelett hat 256 Knochen, von denen 56 unpaarig sind. Welpen und Junghunden sind bei der Aufzucht ausreichende Kalkgaben, wie sie in Latz Eukynon oder Hundekuchen enthalten sincf, zuzufüttern.

Knochen füttern

1. Keine Röhren- oder Geflügelknochen füttern.

2. Für den Junghund wertvoll und unschädlich sind größere Kalbsknochen.

3. Alte Hunde bekommen von Knochen als Futterbeigabe erschwerten Stuhlgang.

Knochenbrühe

darf auf keinen Fall gewürzt sein.

Knopfohr

Nach vorn fallendes, kleines V-förmiges Ohr, dessen Spitze so fest anliegen soll, als ob es mit einem Druckknopf befestigt sei (Foxterrier).

Körbe

Aus Vollweiden geflochtene Lagerstätten für Hunde. Sie sollten so aufgestellt werden, daß der Hund ungestört am Familienleben teilhat und keine Zugluft bekommt.

Kohle (med. Tierkohle)

darf als gärungswidriges Mittel in keiner Hunde-Hausapotheke fehlen. Pulverisierte Tierkohle absorbiert Fäulnisgase und ist Desinfektionsmittel bei Gärungen, Gasansammlungen und Durchfall.

Kondition

kynologischer Fachausdruck. Bezeichnet die körperliche Verfassung bzw. den Fütte-rungs-, Pflege- und Leistungszustand zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Konstitution

ist mehr grundlegender, allgemeiner Art und umfaßt die Körperbeschaffenheit in Bezug auf Widerstandskraft gegen äußere Einflüsse, die auf die Leistungsfähigkeit hinweisen.
(Ein Hund hat beispielsweise eine mittelmäßige Konstitution, befindet sich aber gerade in bester Kondition!)

Kopf

Schädel des Hundes

Körpergröße

Körpergröße wird für die Rassen — zusammen mit dem Gewicht — von den Clubs im Standard mit einer Unter- und Obergrenze oder auch mit einem Mittelmaß angegeben und vorgeschrieben.
Zu stark variierende Hunde werden weniger gut bewertet und sogar von der Zucht ausgeschlossen.
Gemessen wird die Höhe mit Spezialmeßgeräten bei normalem Stand auf Bretterboden zwischen der Sohle, der Vorderpfote und dem Widerrist (Rand des Schulterblatt-
knorpels).
Der Brustumfang wird durch ein Bandmaß unmittelbar hinter dem Schulterblatt an der umfangreichsten Stelle des Brustkorbes ermittelt.
Die Rumpflänge wird mit einer Querlatte vom Buggelenk (nicht Brustbeinspitze) bis zum Ende des Sitzbeinhöckers gemessen.
Mit dem angelegten Bandmaß erfaßt der Körmeister die Kopflänge von der Nasenspitze an über den Nasenrücken und die Stirn zwischen den Ohren bis zum Hinterhauptbeinhöcker

Körung

Körung – bei einzelnen Rassezuchtvereinen zur Auswahl von besonders geeigneten Zuchthunden, zur Förderung der Leistungs- und Schönheitszucht mit großer Gründlichkeit durchgeführt

Kotfressen

atavistische (s.d.) ererbte Gewohnheit. Häufigste Ursache ist eine Störung des ph-Wertes im Magensaft oder Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen.

Krämpfe

können viele Ursachen haben, die vom Laien nicht ohne weiteres zu beurteilen sind.
Tierarzt auf suchen.

Krallenpflege

ist erforderlich.
Zu lange Nägel sind zu kürzen.
Einwachsen der Krallen ist gefährlich.
Einfetten und Feuchthalten verhindert, daß sie brüchig werden.

Krankheiten

Krankheiten  – Verändert sich der Hund plötzlich im Wesen und Verhalten, besteht Verdacht auf Krankheit.
Zunächst Temperatur messen.
ein Welpe beim Tierarzt VorschaubildWird erhöhte Temperatur festgestellt und bleiben die Veränderungen in Wesen und Verhalten, Tierarzt aufsuchen.
Man achte auf folgende Verdachtsmomente: triefende und glanzlose Augen, ständiger Durst, Erbrechen, mattes Fell, Geschwülste, stellenweise Haarverlust, Heißhunger, langandauerndes Husten, Kopfschütteln, Ohrenkratzen, Verkriechen, Würgen und vieles andere.
Die richtige Diagnose kann nur der Tierarzt stellen.
Man beobachte aber den Hund genau und schildere dem Arzt alle Veränderungen.
Siehe auch unter: Augenkatarrh, Blasenerkältung, Durchfall, Ekzeme, Gebärmutterentzündung, Hartballenkrankheit, Krämpfe, Lähmungen, Leptospirose, Nierenerkrankungen, Ohrenzwang, Staupe, Schnupfen, Tollwut, Vergiftungen, Verstopfung, Würmer, Wunden.

Kreuzung

Paarung von verschiedenen Hunderassen, um neue Rassen zu bilden, bestehende Rassen umzuformen, zu veredeln und Gebrauchs- oder Schönheitshunde zu erzeugen

Kruppe

Kruppe – Hinterteil des Hunderückens vom letzten Lendenwirbel bis zum Rutenansatz; gebildet vom Kreuzbein, den beiden Beckenbeinen und den bedeckenden Muskeln.
Die Kruppe ist gerade (horizontal) oder, je nach Rasse, mehr oder weniger abfallend.

Kryptorchismus

Kryptorchismus –  Spezialausdruck für das Zurückbleiben eines oder beider Hoden in der Bauchhöhle oder im Leistenkanal (siehe auch Anorchismus und Monorchismus).

Kupieren

Kupieren – das Kupieren der Ohren und Ruten wurde zu Recht verboten.

Kurzhaar

Kurzes, dichtes Fell ohne Unterwolle.

Kynologie

Kynologie –   Lehre (griechisch: Logos) vom Hund (griechisch: Kynos). Die erste kynologische Wochen-schrift erschien in Deutsch¬land (Leipzig) am 1.4.1876.

Das könnte dich auch interessieren:

Hundelexikon – Fachbegriffe von A-Z rund um den Hund

Alphabetisch geordnet

A    B    C    D    E    F    G

H    I    J    K    L   M    N

O   P    Q    R    S    T    U

 V    W    X    Y    Z