Hundelexikon – Buchstabe H

Hundelexikon

Hundelexikon – Buchstabe H

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Haarformen

Kurzhaar, Glatthaar, Stockhaar, Stichel-, Draht-, Rauh-, Zott-, Kraus- und Langhaar.

Haarwechsel

In gemäßigtem Klima zweimal im Jahr; die Stärke hängt von Haltung, Pflege und Fütterung ab.
Während des Haarwechsels ist die Pflege, das Auskämmen und Ausbürsten, besonders wichtig.

Hängen

(siehe Deckakt).

Hängeohr

(siehe Behang).

Haftpflichtversicherung

sollte für den Hund unbedingt abgeschlossen werden, da Hundehalter für alle Schäden haftet.
Die normale Haftpflichtversicherung deckt keine Schäden, die durch den Hund verursacht werden.
In Paragraph 833 Satz 1 des BGB heißt es: „Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, der das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen.“
Der Besitzer eines Hundes haftet auch für Schäden, die mittelbar durch seinen Hund verursacht werden (zum Beispiel Autounfall).
Bester Schutz ist also der Abschluß einer Hundehaftpflicht-Versicherung.

Halsband

ein Brustgeschirr ist stets besser als ein Halsband. Durch Halsbänder (Zug an der Leine) erleiden viele Hunde Schäden an der Halswirbelsäule.

Hartballenkrankheit

Nach anfänglichem Unwohlsein und Fieber werden Ballen hart und rissig.
Hier kann nur der Tierarzt helfen.
Längere Behandlung ist meist nötig.

Hasenpfoten

Ovale und längliche Form der Hundepfoten (im Gegensatz zur geschlossenen Katzenpfote) wie zum Beispiel beim Barsoi oder beim Malteser.

Haushundrassen

Werden in ihrer Vielfalt nach unterschiedlichen Gesichtspunkten eingeteilt.
Es gibt etwa 400 Rassen auf der Welt

Haut

besteht aus der Oberhaut (Cutis) mit der Lederhaut (Epidermis und Corium) und der Unterhaut (Subcutis).
Letztere hat die Aufgabe, die Cutis an die darunter liegenden Organe anzuheften.
Die Haut schließt den Körper ab und schützt mit den Haaren gegen äußere Einflüsse.
Sie leitet Empfindungen weiter, regelt die Wärme, den Gaswechsel und die Talgversorgung.
Es ist wichtig, auf die Beschaffenheit der Haut zu achten und sie gut zu pflegen, zu reinigen, zu frottieren und zu massieren.

Hautfarbe

je nach der Beschaffenheit des Farbstoffes von rosig weiß bis blauweiß, grau und schwärzlich.
Pigmentierung ist oft erst im 3. Lebensjahr abgeschlossen.
Beschaffenheit und Menge des Blutes ist ausschlaggebend.
Nasenkuppe und Lidränder sind für manche Rassen in bestimmten Farbtönen vorgeschrieben.

Hecheln

Hecheln – erhöhte Atemtätigkeit mit hörbarem Ein-und Ausatmen; meistens bei heraushängender Zunge.
Der Hund hechelt zur Abkühlung (ein Hund kann nicht schwitzten), nach gesteigerter Bewegung und bei fieberhafter Erkrankung.

Hepatitis (Hepatitis contagiosa canis)

Hepatitis – Lebererkrankung, der heute durch die Dreifach-Schutzimpfung (siehe Impfung) vorgebeugt wird. #
Bei Erkrankung Tierarzt aufsuchenl

Heulen

Typisches Wolfserbe, bedingt durch Gefühle der Verlassenheit, Sehnsucht und der Hilflosigkeit.

Heterozygot

nicht reinrassig, verschleden- anlagig, mischerbig.

Hetzen

Verfolgen des Wildes auf Sicht.

Hinterbiß

Vorbiss

Vorbiss beim Hund

Hinterbiß – rückstehender Unterkiefer.
Wird volkstümlich falsch Überbiß genannt.
Der Unterkiefer ist zu kurz und unterbeißt den Oberkiefer.
Der Hinterbiß ist nicht erwünscht, kann aber bei langschädeligen Rassen wie Windhund, Dackel und Spaniel vorkommen.
Die Vorderseiten der unteren Schneidezähne stehen hinter den Rückflächen der oberen Schneidezähne.
Scherengebiß. Rückbiß.

Hintergliedmaßen

bestehen aus dem Hüftgelenk, dem Oberschenkel, Kniegelenk, Unterschenkel, dem markanten Sprunggelenk, Hintermittelfuß, Zehengelenk und Pfote.

Hinterhand

Vom Pferd übernommener Begriff, bezeichnet den hinteren Teil des Hundes von den Hüftknochen bis zu den Hinterpfoten.

Hirtenhunde

Ursprünglich kräftige Begleiter des Hirten, die seine Herde zusammenhielten und beschützten.
Typische Vertreter: Komondor, Kuvasz, Schweizer Sennenhunde und andere.
Mittelgroße, wendige, intelligente Rassen, die heute auch als Schutz- und Gebrauchshunde gelten (Deutscher Schäferhund, Collie, Tervueren usw.).

Hitze

Hitze – Der erwachte Geschiechts- trieb der Hündin (Läufigkeit).
Tritt meist 2 mal im Jahr auf und dauert etwa 4 Wochen.
Für den Züchter wichtige Tage sind der 10.—13. Tag.
Befruchtung kann noch in der 4. Woche Vorkommen.
Hündin ist darum in Gewahrsam zu halten

Hochheben

Junge Hunde sind mit beiden Händen hochzuheben, wobei die eine Hand den Hund im Nacken faßt und die andere Bauch und Brust stützt.

Hochzucht

Begriff für die Zucht von Rassehunden.
Gegenteil: ziellose Zucht mit Hunden aller möglichen Schläge.

Hörzeichen

Pfiff, Ruf und Befehl (im Gegensatz zu Sichtzeichen).

Holzbock

Andere Bezeichnung für Zecke

Homozygot

Homozygot – reinrassig, reinerbig.

Hosen

Längere Behaarung an der Rückseite der Oberschenkel wie bei den Settern.

Hundebiß

ist sorgfältig zu behandeln und zu beobachten.
Unbedingt Tetanusspritze geben lassen!
Bei Tollwutverdacht Tierarzt aufsuchen und sofort schutzimpfen lassen.

Hundefloh

Er kann auch auf Menschen leben, so wie der Menschenfloh auf Hunden übergeht.
Der Unterschied ist nur mit Lupe festzustellen.
Der Hundefloh, zoologisch Ctenocephalides canis ist länger als der Menschenfloh, zoologisch Pulex irritans und kann nicht so gut springen.
Die Stiche jucken und können zu allergischen Reaktionen führen.
Kennzeichen: rote Flecken und Einstiche, daneben schwarze Punkte vom Flohkot.
Der Hund kratzt sich viel.
Der Floh lebt nur zur Nahrungsaufnahme auf dem Hund und zieht sich danach in Ritzen oder in den Hundekorb zurück.
Deshalb muß nicht nur der Hund, sondern auch sein Korb mit Flohspray oder Flohpuder (aus dem Zoofachhandel oder der Apotheke, Gebrauchsanweisung sorgfältig beachten) behandelt werden.
Es gibt auch ein Präparat, das an einer Stelle in die Haut eingerieben durch die Blutbahn die Flöhe wirkungsvoll bekämpft und ausrottet.
Ob das für deinen Hund gut ist wage ich zu bezweifeln.

Hundehaftpflicht

(siehe Haftpflichtversicherung).

Hundehütten

müssen so aufgestellt werden, daß der Eingang windgeschützt ist und die Sommersonne nicht zu stark aufheizen kann.
Eine halbseitige Schutzwand im Innern verhindert, daß Regen und Schnee eindringen.
Die Hütte muß so groß sein, daß der Hund sich darin bewegen und aufrichten kann.
Das Dach soll wetterfest und vorn etwas vorstehend sein.
Die Wände und der Boden aus mehreren isolierten Schichten sollen auseinanderzunehmen und für Ungezieferbekämpfung leicht zugänglich sein.

Hundekuchen

Um 1860 von J. Spratt zum ersten Mal in England angebotenes Spezialnahrungsmittel für Hunde.
Sein Gehilfe war Charles Cruft.
Heute bestehen Hundekuchen aus Getreide und Fleischmehl mit Mineralstoffen und Vitaminen.
Sie sind gut haltbar, leicht verdaulich und haben einen hohen Nährwert.

Hundesalon

Viele Rassezuchtvereine haben feste Vorschriften für die äußere Erscheinung und die Pflege des Haarkleides.
Durch Scheren und Rupfen, durch Schur und Trimmen erhalten zum Beispiel der Pudel, der Sealyham Terrier, der Bedlington und viele andere erst ihr rassetypisches Erscheinungsbild.
Der Hundefreund wird wohltun, seinen Hund dem Fachmann im Hundesalon zur Schönheitspflege anzuvertrauen.
Gerade diese Arbeiten sollten nicht vom Laien vorgenommen werden

Hundesport

ein Dackel macht Hundesport VorschaubildHundesport dient dem Ziel, die Leistungen der Hunde und deren Gebrauchswert und ihre Schönheit zu steigern.
Sammelbegriff für die intensive Beschäftigung mit dem Hund wie Zucht, systematische Erziehung und Abrichtung, Besuch von Ausstellungen, Teilnahme an Rennen, Prüfungen und anderen kynologischen Veranstaltungen. Wurde Mitte des vorigen Jahrhunderts in England erfunden.
Etwa 1870 begann man bei uns mit der Gründung von Verbänden und Vereinen.

Hundesteuer

Hundesteuer Der Hund ist das einzige Heim und Haustier, für das man Steuer zahlen muß.
Städte und Länder führten diese Abgabe im ersten Drittel des vorigen Jahrhunderts ein, um die vermehrte Haltung von Hunden zu unterbinden.
Hundebesitzer sind verpflichtet, die Anschaffung ihres Hundes (auch des Welpen) innerhalb von 2 Wochen bei ihrer kommunalen Behörde anzumelden.
Mit dem Steuerbescheid erhalten sie eine Hundemarke, die das Tier außerhalb von Wohnung und Grundstück tragen muß.
Die Hundesteuer wird auf Grund der örtlichen Steuerverordnung bemessen.
Die Hebesätze sind unterschiedlich.

Vergünstigungen für Gebrauchshunde, z. B. Blindenhunde, werden gewährt.

Hundeseuche

Hundeseuche frühere Bezeichnung für Hundestaupe.
Nicht zu verwechseln mit der Stuttgarter Hundeseuche

Hüftgelenksdysplasie

Vererbbare Verformung der Hüftgelenke bei größeren Hunden, abgekürzt HD genannt.
Infolge starker Abflachung bewegt sich die Gelenkkugel der Hinterläufe lose in der Pfanne des Beckens.
Die Folge: ein- oder beidseitiges Hinken.
Es fällt dem Hund schwer, aus dem Sitzen aufzustehen.
Die Symptome können durch geeignete Behandlung gemildert, der Deformationsprozeß aufgehalten werden.
Heilbar ist die Krankheit nicht.
Gefährdete Rassen: Deutscher Schäferhund, Bernhardiner, Sennenhunde, Neufundländer, Mastinos, Rottweiler, Bobtail, Boxer, Deutsche Doggen, Labrador Retriever, Leonberger.
Es sind entweder schwere Hunde oder solche mit abfallender Rückenlinie (Schäferhund und Boxer).
Deshalb bei diesen Rassen auf HD-Freiheit achten.

Hundezucht

Sie unterliegt keiner speziellen rechtlichen Regelung.
Ein Züchter braucht keine besondere Ausbildung nachweisen, muß sich aber, wenn er dem Verband für das Deutsche Hundewesen und einem seiner angeschlossenen Vereine angehört, den Richtlinien des Verbandes und den Zuchtbestimmungen der Vereine unterwerfen.

Hybride

Anderes Wort für —> Blendling oder Bastard.

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