Hund richtig kaufen

Hund richtig kaufen

So kaufst du deinen Hund richtig!

Hast du dich nach gründlichen Überlegungen dazu entschlossen, einen Hund zu dir zu nehmen, so können mehrere Wege eingeschlagen werden, um zu dem Hund zu kommen, das du dir wünscht.

  • Der Gang zum Züchter
  • Der Erwerb im Tierheim
  • Die Übernahme aus Privathand

Hundeausstellung

Einen sehr guten Überblick über alle möglichen Rassehunde geben uns die Hundeausstellungen, die hin und wieder in jeder großen Stadt veranstaltet werden. Hier kannst du nicht nur von Box zu Box wandem und alle interessierenden Rassen genau beäugen, sondern auch Gespräche mit den Züchtern führen, die dir gerne sagen, wann der nächste Wurf fällig ist, oder ob gerade ein älteres Tier zur Verfügung steht, das an uns abgegeben werden könnte.
Ist solch ein sondierendes Gespräch nicht möglich, bekommen wir durch Hundeklubs und Zuchtvereine Adressen von Züchtern, die in unserer näheren Umgebung wohnen.

Verbände und Zuchtvereine

Über Verbände oder Zuchtvereine bekommst du Adressen von seriösen Züchtern der jeweiligen Hunderasse.

Nimm einen Hundekenner mit

Da der »Anfänger« ja meist nur den guten Willen, jedoch keine Erfahrung hat, ist es gut, einen befreundeten Hundekenner zu bitten, bei der Wahl des Welpen  oder des älteren Tieres dabei zu sein.
Angesichts der winzigen, quietschenden, noch auf wackligen Beinen stehenden kleinen Dinger, werden wir nämlich zunächst sehr ratlos sein und möchten sie am liebsten gleich alle mitnehmen oder gar keines.
So ist es also besser, wenn unser Freund uns in aller Ruhe auf einen kleinen Mann oder ein kleines Mädchen aufmerksam macht, der (oder das) verspricht, einmal ein gesunder und munterer Hundekumpel zu werden.

Das Temperament des Hundes sollte zu deinem Temperament passen

Hier soll natürlich auch das Gefühl, das eigene Temperament entscheiden, denn es ist nicht jedermanns Sache, sich täglich mit der Vehemenz und Quirligkeit eines kleinen Draufgängers auseinanderzusetzen.
Mancher wird mit einem ruhigeren, zurückhaltenderen Hund eher fertig, der sich schon als Welpe als solcher zu erkennen gibt.
Auch ist es angebracht, sich die Mutter der jungen Hunde anzusehen und wenn der Vater selbst nicht erreichbar ist, ein Bild von ihm, denn wenn die Eltern uns in ihren äußeren Merkmalen nicht gefallen, ist es kaum anzunehmen, daß wir mit den Jungen zufrieden sind, die ja das Erbe beider Elternteile in sich vereinen.

Der Hund muß gesund sein

Bevor der Kauf abgeschlossen wird lassen wir uns vom Züchter ein Gesundheitsattest (von einem Tierarzt ausgestellt) geben sowie den Abstammungsnachweis des von uns ausgewählten Hundes.
Gleichzeitig muß uns der Züchter auch versichern können, daß der Welpe bereits einmal entwurmt wurde.

Den Welpen nicht zu früh von der Mutter nehmen

Auf keinen Fall dürfen wir das kleine Tier von seiner Mutter entfernen, ehe es acht Wochen alt geworden ist.
Manche Züchter sind recht froh, wenn sie einem Unwissenden einen Welpen schon vor Ablauf dieser Zeit aushändigen können, denn nun haben die anderen Hunde mehr Aussicht, kräftiger zu werden und zudem wird die Mutter mehr geschont.
Daß sich bei einem solchen Hund oft Wachstumsstörungen einstellen, und daß er anfälliger gegen Krankheiten ist, merkt der Besitzer erst dann, wenn es zu spät ist.
Eine gute Regel: man erwerbe den Hund, wenn er zehn Wochen alt ist, denn nun hatte er auch reichlich Gelegenheit, mit seinen Wurfgeschwistern zu spielen, worauf moderne Verhaltensforscher großen Wert legen, denn: »ein Hund, der in seiner Kindheit das Spielbedürfnis nicht artgemäß stillen konnte, neigt gewöhnlich dazu, Zeit seines Lebens »verspielt« zu bleiben« (Trumler).

Bei großen Rassen jedoch, die oft ausgesprochen »spätreif« sind, reicht auch diese Zeit nicht aus, sie sollten unbedingt zwölf Wochen bei ihrer Mutter bleiben.

Was nun aber, wenn wir bei einem Züchter einen älteren, schon »fertigen« Hund kaufen?

Hier kommt es natürlich noch viel mehr auf die Kenntnisse unseres fachmännischen Begleiters an, auf die Zuverlässigkeit des Züchters, der ja damit rechnen muß, daß der Kauf rückgängig gemacht werden wird, wenn sich bei dem Tier irgendwelche, zur Zeit des Verkaufes verborgene Mängel zeigen.
Man scheue sich nicht, den ausgehändigten Abstammungsnachweis genau zu überprüfen und bestehe auch in diesem Fall auf einem Gesundheitsattest.

Ein Hund aus dem Tierheim

Auch wenn man einen Hund aus dem Tierheim zu sich holen will muss sich der Bewerber selbst einer gründlichen Prüfung zu unterziehen.
Und das ist gut so.
Schließlich will der Tierschutzverein, dem die meisten Tierheime unterstehen, genau wissen, in wessen Hände die Hunde kommen, die meist schon eine leidensvolle Odyssee hinter sich haben, sie wollen sicher sein.
Nun wird es der Hund gut haben, er wird nun nicht mehr seinen Herrn wechseln müssen.
Man mache sich also darauf gefaßt: hat man unter den vielen herrenlosen Tieren »sein« Tier herausgesucht, so kann man es nicht so ohne weiteres gleich mit nach Hause nehmen.
Zuerst gilt es, den Personalausweis vorzuzeigen, auf einem Schein alle Personalien anzugeben und schließlich einen Vertrag zu unterschreiben, in dem man sich verpflichtet, den ausgesuchten Hund nicht an die Kette zu legen, ihn nachts ins Haus zu nehmen, ihn nicht weiterzuverkaufen oder zu verschenken und wenn zwingende Umstände eintreten (Tod des Ehepartners, Berufswechsel etc.), ihn ans Tierheim zurückzugeben.
Ebenso muß man sich einverstanden erklären, einem Kontrolleur des Tierschutzverbandes, der nach einigen Wochen eine »Stichprobe« macht, festgestellt, daß der Hund nicht so gehalten wird, wie man es bei der Übergabe versprochen hat, dann kann er dem Besitzer wieder weggenommen werden.
Natürlich wird man auch einen großen Hund nur dann in andere Hände geben, wenn nachgewiesen werden kann, daß dem Tier Haus und Garten zur Verfügung stehen. Da grundsätzlich keine kranken Hunde abgegeben werden, ist es nicht nötig, ein Gesundheitsattest zu fordern.

Kauf eines Hundes von Privat

Gegen den Kauf aus Privathand (meist über die Annonce in einer Zeitung) ist nichts einzuwenden, vorausgesetzt, man läßt sich den Abstammungsnachweis des Hundes aushändigen.
Wenn es sich nicht um ein zu altes Tier handelt, dürfte es nicht zu schwerfallen, es an die neue Umgebung zu gewöhnen.

Man sollte darauf achten an keinen Illegalen Welpenhändler zu geraten

Gerade beim Kauf von Privat ist die Gefahr groß an einen gewissenlosen Illegalen Welpenhändler zu gelangen und einen ktanken und/oder  psychisch schwer geschädigten Welpen zu erhalten.
Da die Gewinnmarge beim illegalen Hundehandel sehr hoch ist sind die Hundehändler gut organisiert.
Die Zeiten sind lange vorbei aus denen die Hundehändler Ihre Welpen auf dem Autobahnparkplatz aus dem Kofferraum heraus verkaufen.
Mittlerweile agieren die Hundehändler mit Strohmännern die dem Tun einen seriösen Anstrich geben sollen.

Mehr über illegalen Welpenhandel kannst du hier erfahren 

 

 

 

ein Mann mit seinem Hund